Duell der lustigen Genossen

Sport / 28.08.2023 • 20:27 Uhr
War zuletzt mit dem Schweizer U20-Nationalteam unterwegs: Jonas Taibel. AP
War zuletzt mit dem Schweizer U20-Nationalteam unterwegs: Jonas Taibel. AP

Fabio Hofer, Martin Ulmer und Jonas Taibel spielen in der Eishockey-Königsklasse auf.

Schwarzach Mit Martin Ulmer (HC Innsbruck), Fabio Hofer (EHC Biel) und Jonas Taibel (Rapperswil-Jona Lakers) sind drei Vorarlberger mit ihren Klubs in dieser Woche im Rennen um die Champions Hockey League dabei. Die internationale Konkurrenz wurde einer Reform unterzogen: Nur mehr 24 statt bisher 32 Klub nehmen teil, jede Mannschaft spielt in der Vorrunde gegen sechs verschiedene Gegner. Die besten 16 Teams einer Gesamttabelle qualifizieren sich für das Achtelfinale, in den Play-offs werden Hin- und Rückrunde gespielt.

Der Erfahrene

Am meisten Erfahrung in der Champions League bringt Fabio Hofer mit. Er stand in den Aufstellungen der Black Wings Linz (2015/16 und 2016/17) sowie von HC Ambri Piotta (2018/19), mischte also bereits drei Mal in der Eishockey-Königsklasse mit. Je zwei Tore und Vorlagen stehen für den Lustenauer in der Statistik. Der 32-jährige Flügelstürmer, in der vergangenen Saison in der „H2O“-Linie mit Gaetan Haas und Jesper Olofsson erfolgreich unterwegs und lange Zeit in der Torschützenliste unter den Top drei der National Hockey League, trifft mit seinem Klub zum Auftakt im Heimspiel am Donnerstag (19.45 Uhr) auf den HC Kosice. „Wir möchten ins Achtelfinale“, hofft er, mit den anderen Topteams ein Wörtchen mitreden zu können. „Unsere Gegner sind interessant“, sieht er die Duelle mit Tappara Tampere, Innsbruck, Kosice (alle zu Hause), sowie Växjö, Färjestad und Vitkovice fordernd. „Und ich freue mich sehr, dass ich wieder einmal gegen eine österreichische Mannschaft spielen darf.“ Petri Matikainen, der ehemalige KAC-Coach und nunmehr bei den Schweizern an der Bande, hat übrigens den „H2O“-Sturm auch in dieser Saison wieder zusammengespannt. „Wir verstehen uns sehr gut, das soll so bleiben“, sieht Hofer aktuell keinen Grund für eine Änderung.

Der Routinier

Für Innsbruck ist es der erste Auftritt in der Champions League. Ulmer findet es „spannend, dass es für mich auch im Alter von 35 Jahren noch etwas Neues gibt. Ich habe bisher noch nie CHL gespielt, mit Salzburg aber international u.a. im Continental Cup oder beim Salute-Turnier.“ Ziel soll es für die Haie sein, unter die besten 16 zu kommen. „Wir haben schwere Gegner vor uns, es wird nicht einfach. Belfast und Aalborg sind in unserer Reichweite. Sonst müssen wir schauen, den einen oder anderen Punkt mitzunehmen.“ Ulmer hofft, dass Kontrahenten wie im Heimspiel am Donnerstag (20.20 Uhr) Servette Genf oder Biel (auswärts am Sonntag, 18.30 Uhr) mit vielen jungen Spielern auflaufen werden.

Auf das Duell mit Fabio Hofer freut sich Ulmer besonders: „Ich kenne ihn natürlich von der Nationalmannschaft her. Ein lustiger Genosse, wie alle Vorarlberger“, schmunzelt der Routinier. Daneben warten auf Innsbruck noch der deutsche Champion München und der schwedischen Vize Skelleftea.

Der Youngster

Mit Jonas Taibel ist ein weiterer Vorarlberger in der Champions Hockey League spielberechtigt. Der 18-jährige Rankweiler mit Schweizer Staatsbürgerschaft war in der letzten Woche mit dem U20-Nationalteam der Eidgenossen bei einem Turnier in Schweden engagiert. In den vier Tests gegen Schweden, Finnland, Tschechien und die Slowakei erzielte Taibel ein Tor und leistete zwei Vorlagen. Ob er von den Rapperswil-Jona Lakers in der CL zum Einsatz gebracht wird, ist noch offen.

In der CHL, in der aus der Ice-Liga auch der EC Salzburg und der HCB Südtirol mitspielen, werden neue Regeln getestet. Bei einer kleinen Strafe bleibt die Mannschaft weiter in Unterzahl, auch wenn der Gegner ein Tor erzielt hat. Die kleine Bankstrafe zieht sich also über die gesamte Distanz. Angezeigte Strafen müssen auch verbüßt werden, wenn das Team in numerischer Überlegenheit ein Tor erzielt. Gelingt einer Mannschaft ein Treffer in Unterzahl, wird dies mit der Aufhebung der restlichen Strafzeit für den Spieler auf der Strafbank belohnt.

„Ich kenne ihn von der Nationalmannschaft. Ein lustiger Genosse, wie alle Vorarlberger.“

Fabio Hofer möchte mit dem EHC Biel in der Champions Hockey League ins Achtelfinale. APA
Fabio Hofer möchte mit dem EHC Biel in der Champions Hockey League ins Achtelfinale. APA
Ulmer feiert mit Innsbruck die Premiere in der Champions Hockey League. GEPA
Ulmer feiert mit Innsbruck die Premiere in der Champions Hockey League. GEPA