Ländle-Derby in der 2. Liga: Alles recht entspannt

Sport / 24.08.2023 • 17:40 Uhr
Derby hin, Derby her – schlussendlich geht's um drei Punkte. Entsprechend sachlich gibt sich Thomas Janeschitz. <span class="copyright">GEPA</span>
Derby hin, Derby her – schlussendlich geht's um drei Punkte. Entsprechend sachlich gibt sich Thomas Janeschitz. GEPA

Der FC Dornbirn empfängt morgen um 20:30 Uhr im Spitzenspiel der Runde SW Bregenz im Derby. Die Trainer Janeschitz und Heraf geben sich vor dem Aufeinandertreffen der Traditionsvereine
locker:

Dornbirn Alles ist angerichtet für die 96. Ausgabe des Vorarlberger Traditionsderbys: Heute empfängt der FC Dornbirn in der 2. Liga SW Bregenz. Zuletzt trafen beide Teams im Profifußball vor rund 45 Jahren aufeinander, 1979 gewann der FC Dornbirn in der 2. Division auswärts knapp mit 1:0. Im Anschluss gab es die Fusion beider Klubs, die bis 1987 als IG Bregenz/Dornbirn gemeinsam auflief. Lange ist es her.

Im bisher letzten Derby, 2019 im VFV-Cup-Achtelfinale, setzte sich Dornbirn im Elfmeterschießen durch. <span class="copyright">VN-Stiplovsek</span>
Im bisher letzten Derby, 2019 im VFV-Cup-Achtelfinale, setzte sich Dornbirn im Elfmeterschießen durch. VN-Stiplovsek

Sachlichkeit statt Emotionen

Heute werden 3000–4000 Zuschauer erwartet, 50–90 eingefleischte Bregenz-Fans werden wohl im Gästesektor für Stimmung sorgen. Der große Hype indes ist vor dem Derby in beiden Lagern nicht zu spüren. Beide Trainer geben sich vor dem Duell betont locker. „Wir haben uns ganz normal vorbereitet. Die Spieler wissen, dass es ein Derby ist, viele Zuschauer kommen. Aber schlussendlich bleibt es ein Spiel, bei dem es um drei Punkte geht – und die werden wir versuchen zu holen“, so Bregenz-Trainer Andi Heraf.

Dornbirn-Coach Thomas Janeschitz sieht das ähnlich: „Wir werden sachlich an das Spiel herangehen – auch wenn es für das Umfeld ein besonderes Spiel ist. Es ist besser, die Emotionen auszublenden.“ Nicht einmal einen Griff in die Sprüchekiste („Das Derby hat eigene Gesetze“) wagt Janeschitz: „Ich bin nicht der große Floskel-Erzähler.“ Immerhin, Dornbirns Sebastian Santin gibt zu: „Natürlich ist eine extra Prise Motivation da. Für solche Spiele spielt man Fußball.“

Einen wirklichen Favoriten sieht Heraf nicht, vielleicht spreche aber die Zweitliga-Erfahrung minimal für Dornbirn. <span class="copyright">GEPA</span>
Einen wirklichen Favoriten sieht Heraf nicht, vielleicht spreche aber die Zweitliga-Erfahrung minimal für Dornbirn. GEPA

Ein Favorit ist indes schwer auszumachen. Beide Teams halten bei sechs Punkten, Bregenz verlor zuletzt unglücklich gegen Liefering (1:2), Dornbirn bezwang die Admira (1:0). Die Ausgangsposition sei dadurch sicher einfacher geworden, so Janeschitz. Von einer Favoritenrolle will er nichts wissen. Heraf schiebt diese dennoch minimal in Richtung Dornbirn. „Der eine oder andere Prozentpunkt liegt vielleicht bei ihnen – weil sie diese wichtigen Spiele aus der 2. Liga kennen.“

“Ich gehe nicht in das Spiel, um die Vormachtstellung in der 2. Liga im Ländle zu haben. Wenn es passiert, dann nehme ich es gerne mit.”

Andreas Heraf sieht das Duell nüchtern

Drei Punkte, die man gerne holt

Angesprochen auf die Stärken des Gegners sind beide Trainer deutlich: Heraf warnt vor den Dornbirner Standards und dem Umschaltspiel. „Darauf legen sie es an, da darf man keine Geschenke verteilen“, sagt er. Janeschitz zollt Herafs Defensivkonzepten Respekt, „zugleich haben sie aber auch die Wucht nach vorne“.

Das Credo bei beiden Trainern lautet jedenfalls: Punkte gegen den Lokalrivalen zählen gleich viel wie gegen andere Teams. Heraf sagt „Ich gehe nicht in das Spiel, um die Vormachtstellung in der 2. Liga im Ländle zu haben. Wenn es passiert, dann nehme ich es gerne mit.“

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Admiral 2. Liga, 5. Spieltag

FC Mohren Dornbirn – SW Bregenz heute

Dornbirn, Sparkasse-Arena Birkenwiese, 20.30 Uhr, SR Markus Hameter (NÖ)

Mögliche Aufstellungen

FC Mohren Dornbirn 1913 (4-2-3-1): Ohdenal – Mischitz, William, Cavafe, Popovic – Nussbaumer, Marceta – Santin, Fetahu, Sato – Ramon Tanque

Ersatz: Morscher, Moosbrugger, Brilhante, Wieser, Mandl, Rusch, Bitsche

Es fehlen: Gassner, Krnjic, Mathis

SW Bregenz (4-2-3-1): Flückinger – Martinovic, Barada, Lins, Prirsch – Dodig, Makovec – Wanner, Satin, Parger – Brückler

Ersatz: Basic, Ricardo, Mihajlovic, Obermüller, Gabryel, Kralj, Joao Luiz

Es fehlen: David Flores, Vinicius Gomes, Adriel, Herbaly