Das erwartet Austria Lustenau gegen Sturm Graz

Austria Lustenau bekommt es am Samstag um 17 Uhr mit dem amtierenden Cupsieger Sturm Graz zu tun.
Lustenau Heute ab 17 Uhr heißt es im Reichshofstadion „Anschnallen, bitte“. Denn mit Sturm Graz kommt nicht nur der amtierende Cupsieger, sondern auch die zweitteuerste Mannschaft der österreichischen Bundesliga ins Ländle. Laut Transfermarkt ist der Kader der Grazer, die unter der Woche gegen PSV Eindhoven in der Champions-League-Qualifikation ausgeschieden sind, 48,6 Millionen Euro wert. Nur Salzburg wird mit 180 Millionen Euro höher eingestuft. Zum Vergleich: Austria Lustenau hat einen Marktwert von 8,15 Millionen Euro.
„Mit Sturm Graz wartet ein schwerer Gegner auf uns. Aber Angst haben wir deswegen keine.“
Namory Cisse, Stürmer Austria Lustenau
Neuer Stürmer um 2,6 Millionen Euro
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Passend dazu haben die Blackies nochmal am Spielermarkt zugeschlagen und Mittelstürmer Seedy Jatta, dessen Spielgenehmigung noch nicht da ist, aber dennoch gestern im Flieger gen Westen saß, von Valerenga Oslo (NOR) geholt – um schlappe 2,6 Millionen Euro. Aber auch die Austria war nicht untätig, verpflichtete Verteidiger Boris Moltenis, aber halt um 25.000 Euro. Alles Fakten, die Sturm Graz naturgemäß als ganz großen Favoriten im Reichshofstadion antanzen lassen.
Blackies als rotes Tuch

Dazu entpuppten sich die Schwarz-Weißen in der Vergangenheit, in der jüngeren und älteren, als „rotes Tuch“ für die Austria aus Lustenau. Denn man wartet schon sehr lange auf einen Treffer gegen das Team von Coach Christian Ilzer. Vergangene Saison setzte es zwei 0:2-Niederlagen. Auch in der Spielzeit 1999/2000 verlor man alle Matches, das letzte Tor gegen die Grazer erzielte Erik Regtop beim 1:5 am 30. Oktober 1999.
Respekt ja, Angst nein

Trotzdem, oder gerade deswegen, erstarrt man im Lager der Grün-Weißen nicht vor Ehrfurcht, ist bereit, dem haushohen Favoriten über 90 Minuten lang die Stirn zu bieten. Namory Cisse, der letzte Woche sein erstes Bundesligator erzielte, bringt es auf den Punkt: „Natürlich wissen wir, was für ein schwerer Gegner uns mit Sturm Graz erwartet. Aber Angst haben wir sicher keine. Wenn wir selbst alle zu 100 Prozent unsere Fähigkeiten auf den Platz bringen, sind wir ein schwer bespielbares Team, auch für Sturm Graz.“ Austrias Cheftrainer Markus Mader pflichtet seinem neuen Torschützen, dem laut eigener Aussage mit dem Premierentreffer „ein Zwischentraum in Erfüllung ging“, bei. Dass ihm mit Pius Grabher (Muskelprobleme am Hüftbeuger) und Lukas Fridrikas (Schambeinentzündung) zwei Stützen fix ausfallen, bezeichnet Mader als „schwerwiegend, denn diese zwei sind sehr schwer zu ersetzen. Aber es nützt nichts, wir werden dennoch eine konkurrenzfähige Mannschaft aufs Spielfeld schicken“. Zudem steht auch hinter dem Einsatz von Yadaly Diaby (Reizung der Adduktoren) ein großes Fragezeichen.
Auch Altach war an Moltenis dran
Boris Moltenis (24), der letzte Neuzugang in Lustenau, war auch im Visier von Lokalrivalen SCR Altach. Laut VN-Informationen scheiterten die Gespräche an den zu hohen Forderungen – Wisla Krakau soll 300.000 Euro gefordert haben. Interessant, dass ihn die Austria schlussendlich um 25.000 Euro loseisen konnte. Ob der Franzose, der für das Nationalteam der Karibikinsel Martinique spielberechtigt ist, heute gegen Sturm schon aufläuft, bleibt offen. Noch fehlt die Spielgenehmigung, Polens Verband ließ sich zu viel Zeit. VN-MKR/CHA

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Ruhe im Ballbesitz
Den Schlüssel für ein erfolgreiches Abschneiden gegen die Grazer sieht Austrias Trainer in der Ruhe auf dem Platz. „Es ist damit zu rechnen, dass Sturm uns früh unter Druck setzen will. Da heißt es in Ballbesitz Ruhe bewahren und sich vor allem zuzutrauen, Fußball zu spielen. Schaffen wir das und kommen in die seitlichen Räume der Grazer, können wir ihnen sehr wohl wehtun“, so Mader, der sein Team im 4-2-3-1-System auflaufen lässt: „Aktuell fühlen sich die Jungs da am wohlsten.“ Also von Anschnallen keine Rede in Lustenau.