VN-Noten: Ein Mann lässt schlechte Halbzeit vergessen

Nach einem 0:2-Rückstand kann Austria Lustenau in Hartberg doch noch einen Punkt entführen. Überragender Akteur bei den Grün-Weißen ist Lukas Fridrikas – das sind die VN-Noten der Lustenauer Kicker:
Hartberg Nach 48 Minuten sah herzlich wenig nach einem Lustenauer Punktgewinn in Hartberg aus. 0:2-Rückstand, klar das schlechtere Team. Dann erzielte Lukas Fridrikas zwei Treffer, Lustenau spielte besser – und hatte am Ende auch etwas Glück. Das sind die VN-Noten für die Lustenauer Austria:
Tor

Domenik Schierl: Bei der Hartberger Führung war er machtlos, zuvor in Minute elf bei einem abgefälschten Schuss war er zur Stelle. Mit dem Fuß hielt er bei einer Hartberger Doppelchance zunächst gegen Prokop (42.). War nicht oft gefordert, wenn dann war er da. Auch beim zweiten Gegentor machtlos. NOTE 3
Abwehr

Fabian Gmeiner: Spielte bis zur 55. Minute, wurde dann durch Leo Mätzler ersetzt. Zunächst durch den umtriebigen Prokop gefordert, in weiterer Folge aber mit einer unauffälligen Partie, in der er sich nicht allzu sehr einbringen konnte. NOTE 4

Matthias Maak: Lustenaus Kapitän ist gegen Hartberg stark gefordert, seine Passquote (89,5 % bei 57 Pässen) kann sich sehen lassen. Hebt allerdings beim 2:0 das Abseits auf, dann mit Schnelligkeitsdefiziten gegen Entrup. Holt sich in der Schlussphase noch Gelb für ein taktisches Foul ab – das war aber wichtig. NOTE 3

Darijo Grujcic: War oft am Ball, sein starkes Zuspiel auf Fridrikas ebnete den Weg zum 2:1 – und schlussendlich auch zum Punktgewinn. Bei einer Flanke kurz vor der Halbzeit hatten er und Maak ein schlechtes Positionsspiel – das hätte sich fast gerächt. NOTE 3

Tobias Berger: War bis zur 55. Minute am Feld, hatte teils seine Mühe auf der linken Abwehrseite – mit Providence allerdings auch einen unangenehmen Gegenspieler. NOTE 4
Mittelfeld

Daniel Tiefenbach: Kam eher schwer in die Partie. Holte sich Gelb in Minute 36 – da mähte er Kainz von hinten ordentlich um, hatte Glück, nur verwarnt zu werden. Mit Gelb belastet wurde er dann zur Pause auch in der Kabine gelassen. NOTE 4

Pius Grabher: Mit einer soliden Leistung, fälschte den Ball beim 1:0 etwas unglücklich per Grätsche ab, nachdem er zuvor nach einer Ecke nicht klären konnte. NOTE 3

Anderson: Wie gewohnt mit viel Zug nach vorne – allerdings fehlte gegen Hartberg ein wenig die Durchschlagskraft. Holte sich nach einer Meinungsverschiedenheit mit einem Hartberger Gelb ab. NOTE 3

Stefano Surdanovic: Konnte nicht so brillieren, wie er es auch schon tat. Hatte in der Zentrale vergleichsweise wenig Aktionen am Ball – was aber auch daran lag, dass Hartberg in den ersten 45 Minuten früh anpresste und Lustenau es vor allem über die Seiten probierte. NOTE 3

Lukas Fridrikas: Der 25-Jährige hat einfach einen Lauf, anders kann man es nicht sagen. Machte seine Sache auf der linken Seite in Hälfte eins gut, aber oft alleine gelassen gegen mehrere Gegenspieler. Setzte sich dann zwar durch, seine Flanken fanden aber keinen Abnehmer. Nach der Pause im Zentrum – und machte dann auch direkt das Tor. Vom Elfmeterpunkt dann mit viel Selbstvertrauen unter die Latte, Selbstvertrauen ist da. In der Liste der Lustenauer Bundesliga-Rekordtorschützen nun mit Tamas Tiefenbach (17 Treffer) gleichgezogen – Rekord. NOTE 1
Angriff

Anthony Schmid: Zog in der 16. Spielminute stark auf der rechten Seite in die Tiefe, behauptete sich gut. Scheiterte dann aber an Sallinger. Holte in Hälfte zwei den Elfmeter zum 2:2 heraus. Allerdings: Insbesondere in Hälfte eins oft alleine auf weiter Flur unterwegs. NOTE 3
Wechselspieler

Yadaly Diaby: Kam nach der Pause, zeigte eine gute Präsenz. Scheiterte in der Nachspielzeit mit einem Flachschuss an Sallinger, da war zu wenig Druck dahinter. NOTE 3

Baila Diallo: Kam in Minute 55 in die Partie, eine Torschussvorlage und zwei Foulspiele stehen zu Buche. Unauffällige Partie. NOTE 3

Leo Mätzler: Ebenfalls in Minute 51 eingewechselt, fand in der Schlussphase sogar eine Torchance vor – stand dabei aber im Abseits. Machte seine Sache aber gut, eine Passquote von über 95 Prozent spricht für ihn. NOTE 3

Namory Cisse: zu kurz eingesetzt

Raul Marte: zu kurz eingesetzt