Es war für Altach wie (fast) immer: Am Ende siegten die Bullen

Sport / 29.07.2023 • 21:23 Uhr
Noah Bischof (im Bild gegen Oumar Solet) vergab vor dem 0:1 eine große Chance, als er den Ball neben das Tor setzte. Hätte er getroffen, wäre das fälschlicherweise angezeigte Abseits wohl überprüft worden. <span class="copyright">apa</span>
Noah Bischof (im Bild gegen Oumar Solet) vergab vor dem 0:1 eine große Chance, als er den Ball neben das Tor setzte. Hätte er getroffen, wäre das fälschlicherweise angezeigte Abseits wohl überprüft worden. apa

Der Cashpoint SCR Altach startet mit einer 0:2-Heimniederlage gegen Serienmeister RB Salzburg in die neue Saison. Trotz Energieleistung, trotz viel Kämpferherz – am Ende entschied die Qualität der Bullen.

Altach Sie waren bereit zu leiden, sie zeigten die neue Moral – und doch war es am Ende wie (fast) immer. Salzburg behielt im Duell mit Altach einmal mehr die Oberhand und feierte einen am Ende verdienten 2:0-Erfolg. Von den Rängen gab es für die Vorstellung der Elf von Trainer Joachim Standfest dennoch Beifall, weil das Engagement und der Wille deutlich erkennbar war. Den Bullen aber glückte unter den Interimstrainern Florens Koch/Alexander Hauser den erwartete Auftakt in die neue Saison.

Lukas Fadinger wird von Lucas Gourna-Douath attackiert. <span class="copyright">apa</span>
Lukas Fadinger wird von Lucas Gourna-Douath attackiert. apa

Admiral Bundesliga

1. Spieltag

Cashpoint SCR Altach vs FC RB Salzburg 0:2 (0:1)

Altach, Cashpoint Arena, 5874 Zuschauer, SR Walter Altmann (T)

Torfolge: 35. 0:1 Ratkov (Kopfball), 49. 0:2Pavlovic (Kopfball)

Gelbe Karten; 52. Bähre (Altach), 90./+ 1 Pavlovic (Salzburg/beide Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (3-5-2) Stojanovic – Reiner, Gugganig, Zwischenbrugger – Gebauer, Jäger, Bähre (82. Abdijanovic), Fadinger, Lukacevic – Bischof (62. Gustavo Santos), Jan Jurcec

FC RB SALZBURG (4-4-2) Schlager – Dedic, Solet, Pavlovic, Terzic- Forson (62. Bidstrup), Gourna-Douath, Nene (62. Gloukh), Kjaergaard (87. Kameri) – Konate, Ratkov (73. Simic)

Joachim Standfest feierte als Altach-Trainer seine Premiere als Bundesligatrainer. <span class="copyright">apa</span>
Joachim Standfest feierte als Altach-Trainer seine Premiere als Bundesligatrainer. apa

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.

Mit Noah Bischof und Jan Jurcec setzte Standfest im Angriff auf Beweglichkeit und Tempo, dafür musste Geburtstagskind Atdhe Nuhiu (34) vorerst auf der Bank Platz nehmen. Und Altach zeigte in den ersten Minuten, dass man gewillt war, dagegenzuhalten und so attackierte man teilweise sehr hoch. Lukas Fadinger nahm weite Wege auf sich, um das Sturmduo beim Anpressen zu unterstützen. Und so dauerte es doch einige Minuten, ehe der Favorit aus Salzburg die Oberhand gewann. Nach bewegten Tagen mit der Freistellung von Trainer Matthias Jaissle waren die Spieler sichtlich bemüht, Normalität auszustrahlen. Das gelang nach gut einer Viertelstunde immer besser. Und so rückte SCRA-Keeper Dejan Stojanovic mehr und mehr in den Mittelpunkt. Super wie er einen scharfen Flankenball (16.) im Flug weg faustete. Wenig später hatte er Glück, als Gourna-Douath nach einem Eckball allein zum Kopfball kam und den Ball neben das Tor köpfelte (25.).

Der ehemalige SW-Bregenz-Spieler Alexander Hauser auf der S
Der ehemalige SW-Bregenz-Spieler Alexander Hauser auf der S

Das Spiel spitzte sich zunehmend zu und Salzburg erhöhte nach 30 Minuten den Druck. Es sollte auch nicht lange dauern und den Bullen gelang der Führungstreffer (35.). Ausgehend war ein Abschlag von Stojanovic, der abgefangen wurde und plötzlich waren die Altacher unorganisiert. Über die rechte Abwehrseite der Heimischen lief Salzburgs Angriff und im Zentrum löste sich Petar Ratkov von Jan Zwischenbrugger und war per Kopf zur Stelle.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.

Die Altacher Antwort blieb nicht aus: Fadinger zwang Salzburg-Goalie Alexander Schlager mit einem Freistoß zu einer starken Abwehr (38.), bei der anschließenden Ecke brachte Constantin Reiner den Ball per Kopf nicht auf das Tor (39.) und nur Sekunden später prüfte Fadinger erneut Schlager.

Altach-Goalie Dejan Stojanovic strahlte viel Ruhe aus. <span class="copyright">apa</span>
Altach-Goalie Dejan Stojanovic strahlte viel Ruhe aus. apa

Frühe Vorentscheidung

Die schnelle Entscheidung im Spiel gab es nur kurz nach Seitenwechsel. Und wieder war es die Lufthoheit, die Salzburg in die Karten spielte. Denn nach einem Eckball war es Strahinja Pavlovic, der per Kopf das 2:0 erzielte (48.). Von diesem Dämpfer erholte sich Altach nicht mehr. Vielmehr wurden Kopf und Füße der Spieler schwer, die Gäste dominierten in weiterer Folge nach Belieben. Weil die Räume größer wurden, weil Altach die spielerischen Mittel fehlten. Und da half auch der starke Wille nichts, um Salzburg wirklich in Bedrängnis zu bringen. So war es eine ansprechende Leistung, für die man sich aber nicht selbst belohnte.