Das Bregenzer Profifußball-Comeback beginnt

SW Bregenz startet gegen die Vienna (17.45 Uhr) heute in die 2. Liga. Für die Bodenseestädter ist es das Comeback im Profifußball – der Gegner hat es aber in sich.
Bregenz 6638 Tage ist es her, dass SW Bregenz zuletzt ein Heimspiel im Profifußball bestreiten durfte. Damals, am 26.05.2005, mussten sich die Schwarz-Weißen, bei denen damals alles drunter und drüber ging, mit 0:1 gegen den Grazer AK geschlagen geben. Heute, am 28. Juli 2023, ist es wieder so weit. SW Bregenz ist zurück, zum Auftakt der 2. Liga gastiert der First Vienna FC am Bodensee. Gegen den Wiener Traditionsklub wurde zuletzt 1999 gespielt, in Döbling gab es eine 0:3-Pleite.
“Wir haben nichts zu verlieren, gehen als Außenseiter in die Partie. Da muss die Vienna schon einmal liefern.”
Andreas Heraf, Trainer SW Bregenz
Lang ist’s her. Die Vienna stieg vor zwei Jahren wieder auf, Bregenz in der Vorsaison. Gegen den Siebten der Vorsaison sind die Rollen dementsprechend klar verteilt. „Wir haben nichts zu verlieren, gehen als Außenseiter in die Partie. Da muss die Vienna schon einmal liefern“, sagt Bregenz-Trainer Andreas Heraf und meint weiter: „Da wartet eine Mannschaft, die ganz klar das Ziel hat, aufzusteigen – sei es nicht in dieser Saison, dann in Kürze.“ Der Plan der Vienna ist es, bis 2026 aufzusteigen. „Sie investieren auch dementsprechend in die Mannschaft, haben ganz andere Möglichkeiten als wir“, so Heraf. Alleine in diesem Jahr wurden mit Christoph Monschein (Ried), David Peham (GAK) und Kelvin Boateng (Spartak Trnava) drei Angreifer verpflichtet, Ex-Dornbirner Anes Omerovic wurde aus Vaduz geholt, mit Ex-Altacher Andreas Lukse hat man den besten Torhüter der vergangenen Saison zwischen den Pfosten stehen.
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„Ehrfurcht nein, Vorfreude ja, Respekt auf jeden Fall“, fasst es Heraf bei „Vorarlberg Live“ zusammen. Druck ausüben wolle er zwar keinen, weil die Vienna nicht irgendeine Mannschaft sei. Nichtsdestotrotz erwarte sich Heraf eine bessere Leistung als beim Cup-Aus in Imst (0:2). Mit der Trainingswoche sei Heraf zufrieden: „Ich glaube, dass die Jungs einiges erkannt haben, was noch nicht funktioniert hat.“

Anders als vor einer Woche sind Anreiseprobleme auch kein Thema, die Verantwortlichen erwarten sich im Stadion eine gute Kulisse, Präsident Thomas Fricke erhofft sich 2.500 Zuschauer. Man spüre einen Hype, „es wäre schön, wenn wir den aufrechterhalten könnten“, so Heraf.
Dem allerdings die Offensive Kopfzerbrechen bereitet. Angreifer David Flores fällt mit einer muskulären Verletzung aus, Kapitän Kristijan Makovec fehlt nach seinem Nasenbeinbruch im Cup in der Defensive. FB