76 Jahre und lange noch nicht beim alten Eisen

Sport / 20.07.2023 • 14:30 Uhr
Josef "Rosti" Gmeiner und sein Polo, mit zwei eingebauten Yamaha-Motorrad-Motoren.
Josef "Rosti" Gmeiner und sein Polo, mit zwei eingebauten Yamaha-Motorrad-Motoren.

Josef “Rosti” Gmeiner jagt in seiner Polo-Rarität immer noch nach Bestzeiten.

Alberschwende Er ist und bleibt die Motorsport-Legende aus dem Bregenzerwald schlechthin. Josef “Rosti” Gmeiner feierte erst jüngst am Dienstag, 18. Juli, seinen 76. Geburtstag, eine Woche davor raste er in Dingolfing (D) wieder einmal die Speedway-Strecke im altehrwürdigen Isar-Wald-Stadion entlang.

“Die Konkurrenten in der normalen Klasse haben sich beschwert, dass ich ihnen um die Ohren fahre. Da hat man mich nach oben gestuft.”

Josef “Rosti” Gmeiner über sein Antreten beim Auto-Speedway-Rennen in Dingolfing

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Benzin im Blut

Der Mann mit Benzin im Blut kann es einfach nicht lassen, seinen Polo, eine wahre Rarität, mit zwei eigens eingebauten Yamaha-Motorrad-Motoren, um die Kurven zu schleudern.

Wenn Josef "Rosti" Gmeiner Gas gibt, staubt es  auch mit 76 Jahren noch.
Wenn Josef "Rosti" Gmeiner Gas gibt, staubt es auch mit 76 Jahren noch.

Wie eben Anfang Juli im Auto-Speedway-Rennen in Dingolfing, wo auf Sand gefahren wurde. Anfangs angetreten in der normalen Tourenwagenklasse, musste “Rosti” eine Einstufung in die höchste Kategorie der Buggy-Klasse hinnehmen. “Die Konkurrenten in der normalen Klasse haben sich beschwert, dass ich ihnen zu schnell fahre. Deswegen hat man mich nach oben gestuft”, erklärt der 76-Jährige.

Beim Start des A-Finales in Dingolfing war noch alles in Ordnung, eine Kurve später war das Rennen für den Alberschwender schon vorbei.
Beim Start des A-Finales in Dingolfing war noch alles in Ordnung, eine Kurve später war das Rennen für den Alberschwender schon vorbei.

Auch in der höchsten Buggy-Klasse sicherte er sich durch jeweils drei zweite Plätze in den Vorläufen einen Platz im großen Finale. Dort war dann aber bereits in der ersten Kurve Endstation. “Rosti” wurde in seinem Polo nach tollem Start klassisch aus dem Rennen “geschossen”. “Das Stockcar hinter mir hat mich zweimal gerammt, einmal innen und dann außen. Die erste Kollision hat so einen Kracher hinterlassen, dass direkt eine Welle gebrochen war und die Hinterradachse komplett schief stand. Da war dann nichts mehr zu holen”, blickt der Alberschwender auf das Finale zurück.

So ein Speedway-Rennen hinterlässt deutliche Spuren.
So ein Speedway-Rennen hinterlässt deutliche Spuren.

Revanche im nächsten Jahr

Abbruch tut dieses Rennen, das er in den Jahren davor fast immer dominiert hat, seinen Zukunftsplänen keinen. “Nächstes Jahr gibt es Revanche, da hol ich mir den Titel “, gibt sich “Rosti” kämpferisch – und schraubt schon wieder an seinem Polo.