Ein Ziel für große Namen

Sport / 23.06.2023 • 17:20 Uhr
Matej Mohoric bei seinem Erfolg in Feldkirch. <span class="copyright">Apa</span>
Matej Mohoric bei seinem Erfolg in Feldkirch. Apa

Österreich-Rundfahrt kommt gerne nach Vorarlberg.

Dornbirn Vor fünf Jahren siegte der damals noch recht unbekannte Slowene Matej Mohoric vor dem Montforthaus in Feldkirch. Es war die bislang letzte Etappenankunft der Österreich-Rundfahrt in Vorarlberg. Mohoric gewann nach einer spektakulären Abfahrt von Göfis in die Montfortstadt und legte damit den Grundstock für den Tagessieg. Vier Jahre später wiederholte er dieses Kunststück auf der größtmöglichen Bühne bei Mailand – San Remo. Das Finale des Frühjahrsklassikers mit der Abfahrt von Poggio ähnelt jenem von Feldkirch. Damit war der Tourauftakt 2018 die perfekte Grundlage für Mohorics Triumph, der Slowene gilt inzwischen als weltbester Abfahrer.

In San Remo wiederholte Mohoric sein Kunststück. <span class="copyright">Apa</span>
In San Remo wiederholte Mohoric sein Kunststück. Apa

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Gorilla gewinnt doppelt

Aufgrund der geografischen Lage von Vorarlberg machte die Österreich-Rundfahrt entweder zu Beginn der Tour oder ganz zum Ende im Ländle Station. Die Etappen hatten damit stets besondere Brisanz. 15 Mal endete eine Etappe in Vorarlberg, sechs Rennen wurden im westlichsten Bundesland gestartet und endeten weiter östlich in Tirol.

Knapper Finaleinlauf vor dem Festspielhaus 2015. <span class="copyright">Gepa</span>
Knapper Finaleinlauf vor dem Festspielhaus 2015. Gepa

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Vor Mohorics Triumph in Feldkirch hatten lange Zeit die Sprinter das Sagen auf Vorarlbergs Straßen. Beim Tourfinale 2015 siegte der Italiener Moreno Moser im Herbst seiner Karriere vor dem Bregenzer Feststpielhaus, zuvor ging von 2009 bis 2011 drei Mal der Tourauftakt im westlichsten Bundesland über die Bühne. Der Startschuss fiel jeweils in Dornbirn, bei der Zielankunft hatte gleich zwei Mal André Greipel die Nase vorn. Der Deutsche, der aufgrund seiner kräftigen Statur Gorilla genannt wird und der in seiner Karriere elf Tour-de-France-Etappen für sich entscheiden konnte, war sowohl in Dornbirn als auch bei der Zielankunft in Bludenz 2010 im Massensprint ebenso nicht zu schlagen wie der Südafrikaner Robert Hunter ein Jahr später in Götzis.

Robert Hunter voller Selbstvertrauen in Dornbirn.<span class="copyright"> Expa</span>
Robert Hunter voller Selbstvertrauen in Dornbirn. Expa

Bei der ersten Dornbirn-Etappe vor 22 Jahren waren es noch die Österreicher, die das Geschehen bestimmten. Werner Riebenbauer setzte sich damals im Sprint einer 13-köpfigen Spitzengruppe gegen den späteren Spitzenfahrer Bernhard Eisel durch.

Ein Ziel für große Namen
Riebenbauer war 2001 der erste Ö-Tour-Sieger in Dornbirn.

Am Sonntag in einer Woche ist es wieder soweit, die nun Tour of Austria getaufte Österreich-Rundfahrt hält ihren Grand Depart erneut in Dornbirn ab. Aufgrund der anspruchsvollen Etappe im Klassikerstil ist heuer nicht mit einem Sprint des gesamten Feldes zu rechnen. Und vielleicht geht am Marktplatz der Stern eines kommenden San-Remo-Siegers auf wie jener von Mohoric 2018 in Feldkirch.