Topergebnis von Mäder-Tod überschattet

Sport / 18.06.2023 • 22:50 Uhr
Bei Felix Gall kam nach seinem achten Platz bei der Tour de Suisse nach dem tödlichen Sturz von Gino Mäder überhaupt keine Freude auf.gepa
Bei Felix Gall kam nach seinem achten Platz bei der Tour de Suisse nach dem tödlichen Sturz von Gino Mäder überhaupt keine Freude auf.gepa

Felix Gall fuhr bei Tour de Suisse auf Rang acht – wenig Bedeutung.

St. Gallen Die vom Tod des Schweizers Gino Mäder überschattete Tour de Suisse hat für Felix Gall Rang acht als Endergebnis gebracht. Den Sieg sicherte sich der Däne Mattias Skjelmose. Der in den Bergetappen überragende Gall büßte gestern im Zeitfahren noch sechs Positionen ein. Aufgrund seines ersten Etappenerfolgs samt zwischenzeitlicher Gesamtführung darf sich der 25-jährige Osttiroler für die anstehende Tour de France aber einiges ausrechnen. Skjelmose (Trek) verteidigte im Zeitfahren mit Platz drei neun Sekunden vor dem spanischen Tagessieger Juan Ayuso (UAE) seine knappe Gesamtführung. Der als Zweiter in das Finale gegangene Gall verlor im Kampf gegen die Uhr von St. Gallen nach Abtwil (25,7 km) als 91. hingegen fast dreieinhalb Minuten.

Schwierige Tage für den Radsport

Wie schon die großteils neutralisierte Etappe am Samstag stand auch der letzte Tag unter dem Eindruck des Todes von Mäder. „Das ist für Gino, ich bin froh, dass ich die Etappe im Gedenken an ihn gewinnen konnte“, sagte Ayuso und gab an, dass das Rennen aufgrund der tragischen Ereignisse eigentlich nebensächlich gewesen sei. Skjelmose stimmte zu und sprach im Moment seines bisher größten Erfolgs von schwierigen Tagen für alle Beteiligten. Mäder war am Freitag seinen am Vortag bei einem Hochgeschwindigkeitssturz in der Abfahrt vom Albula-Pass zugezogenen Verletzungen erlegen. Die geplante Etappe wurde daraufhin abgesagt, die Rundfahrt nach Rücksprache mit der Familie von Mäder, den Teams und Fahrern aber fortgesetzt. Einige wie Gall hatten sich angesichts der tragischen Ereignisse für den Abbruch der Tour ausgesprochen.