So fuhr “Hoss” aus Au vor 18.000 Fans zum Sieg bei Red Bull Classics

Sport / 14.06.2023 • 16:05 Uhr
Markus "Hoss" Reich aus Au mit seinem Audi A4 aus der STW von 1996 beim Red Bull Classics in Spielberg.
Markus "Hoss" Reich aus Au mit seinem Audi A4 aus der STW von 1996 beim Red Bull Classics in Spielberg.

Während Emanuel Pedrazza mit Mororschaden in Spielberg ausschied, gewann Markus Reich seine Klasse.

Spielberg Mehr als 18.000 Besucher beim Red Bull Classics am vergangenen Wochenende in Spielberg zeugen von der ungebrochenen Beliebtheit der Motorsport-Veranstaltung auf der Grand-Prix-Strecke am Red Bull Ring in der Steiermark.

 Emanuel Pedrazza mit einem PRC WPR-66 - 3,5-Liter Ford Cosworth.
Emanuel Pedrazza mit einem PRC WPR-66 - 3,5-Liter Ford Cosworth.

Mit dem Rennwagenbauer Emanuel Pedrazza (52) aus Hard und dem Baumeister Markus Reich (53) aus Au waren gleich zwei Ländle-Piloten mit ihren Boliden angereist. Im Rahmen des Red Bull Classics wurde auch gleich die von Walter Pedrazza vor 23 Jahren gegründete Serie für Prototypen SCC (Sports Car Challenge) ausgetragen.

 Emanuel Pedrazza.
Emanuel Pedrazza.

Nach drei Jahren Pause zwängte sich der Junior, Emanuel Pedrazza, gleich selbst ins Cockpit seiner Konstruktion und platzierte sich im Qualifying auf Rang drei. Der PRC-WPC-66 mit seinem 3,5-Liter Ford Cosworth überraschte seine Gegner beim Start zum ersten Lauf am Samstag und ging direkt für die ersten drei Runden in Führung. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase kränkelte ausgerechnet das erfolgreichste Aggregat in der Formel-1-Geschichte und quittierte seinen Dienst nach einem Öldruckproblem. Damit war das Schicksal für den zweiten Lauf am Sonntag auch schon besiegelt. Die beiden Läufe wurde fast konkurrenzlos von Sven Barth auf einem Ginetta-Chevrolet entschieden.

In den Gaspedalen von Emanuele Pirro

Markus Reich aus Au mit seinem Audi A4 aus der STW von 1996.
Markus Reich aus Au mit seinem Audi A4 aus der STW von 1996.

Besser hingegen lief es für Markus Reich, den man besser unter dem Spitznamen „Hoss“ kennt. Der Bregenzerwälder aus Au setzte seinen vor sechs Jahren erworbenen Audi A4 aus der STW (Super Tourenwagen Serie) in der Klasse „Golden Ära“ ein.

Markus Reich.
Markus Reich.

Mit diesem Auto wurde Emanuele Pirro zum Gesamtsieger 1996 in der STW-Serie. Der Evergreen – er bestreitet schon seit 1988 im bescheidenen Rahmen Autorennen – setzte den Allrad Audi A4 mit seinen 300 PS in seiner Kategorie in beiden Durchgängen an erste Stelle, womit bewiesen wäre, dass der Audi mit seinem Routinier Markus Reich an die Erfolge vergangener Tage durchaus anschließen kann. (MN)