Warum Altachs Gegner wieder Schmerzen haben sollen

Neo-Cheftrainer Joachim Standfest (43) spricht über ein altes, neues Markenzeichen für den Cashpoint SCR Altach: “Es muss richtig weh tun”
Altach Am Ende befand er sich in der Pole-Position, auch weil man im Frühjahr die Gelegenheit hatte „den Menschen Joachim Standfest“ (SCRA-Geschäftsführer Christoph Längle) näher kennenzulernen. Dennoch sei man jedoch nicht den „leichten Weg“ gegangen, der Steirer habe sich gegen andere Kandidaten durchgesetzt. Auch weil er einer sei, der seine „Energie und Leidenschaft auf dem Platz liegen lässt“ (Sportchef Roland Kirchler). Joachim Standfest selbst sieht den Job „als logischen Schritt“ in seiner Entwicklung als Trainer. Zudem bewies der 43-Jährige durchaus ein gewisses Maß an Humor.

Joachim Standfest über:
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. . . Standfest als ruhigen Typ: „Wenn man die Schiedsrichter der letzten 20 Jahre befragt, wer denn der lästigste Spieler war, höre ich oft Steffen Hofmann und meinen Namen. Kurz gesagt, ich habe keine Probleme, meine Meinung auch kund zu tun. Lauter werden ist kein Thema, wichtiger ist jedoch, dass ich geradlinig bin. So bin ich aufgewachsen und deshalb wird jeder immer meine ehrliche Meinung hören.
. . . den Kader: Alle haben sich charakterlich überragend verhalten. Dass es personellen Handlungsbedarf in allen Formationen gibt, ist auch nicht neu. Mehr will ich noch nicht sagen.
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Zwei Tage noch wird Standfest in Altach bleiben und zusammen mit Kirchler und Marc-André Kriegl die Kaderplanung vorantreiben. Erst dann warten ein paar Urlaubstage mit seiner Familie, inklusive einer möglichen Maturafeier seiner Tochter. Fix ist: Im Tor will man mit Tino Casali als Nummer eins in die Saison gehen. Allerdings liegt dem 27-Jährigen ein Angebot aus Polen von Meister Rakow Czestochowa vor. Bei Milan-Leihgabe Andreas Jungdal (21) verzichtet der Klub auf die Kaufoption. Damit kehrt Dänemarks U-21-Torhüter zum Stammverein zurück. Jakob Odehnal (21) hat noch einen Vertrag. Bleibt Casali, wird ein zweiter Goalie gesucht, um dann mit drei Torhütern in die Saison gehen zu können. Vier, fünf sogenannte Leitwölfe sind das Ziel für die Transferzeit. Aktuell ist ungewiss, ob ein Stefan Haudum bleibt. Dem 28-Jährigen liegt ein Angebot vor, allerdings gibt es starkes Interesse am Defensivmann von BL-Aufsteiger BW Linz. Zudem liebäugelte U-21-Teamspieler Noah Bischof in der Vergangenheit immer wieder mit einem Wechsel. Kein Thema ist wohl die Rückkehr von U-21-Team-Nachrücker Leo Mätzler. Der an Dornbirn verliehene Defensivspieler soll aber durchaus das Interesse anderer Bundesligaklubs (Austria Lustenau? WSG Tirol?) geweckt haben.

. . . Verbesserungen: Wir haben viel Luft nach oben. Der Verein hat ein Riesenpotenzial. Fakt ist, dass wir athletisch einen Riesenschritt nach vorne machen müssen. Das war in der abgelaufenen Saison eines der größten Probleme. Die Intensität im Spiel müssen wir nach oben schrauben. Denn ein Gegner muss wissen: Will er in Altach etwas mitnehmen, muss es richtig weh tun. Das soll wieder unser Markenzeichen werden.
. . . Cotrainer: Ich bin im Gespräch mit drei Kandidaten.

Bezüglich der Frage nach einer Vertragslaufzeit, die Sportliche Führung betreffend, hält man sich in Altach bewusst bedeckt. „Wir wissen welcher Weg hinter uns liegt und dass die Fluktuation hoch war. Jetzt setzen wir auf Kontinuität und hoffen auf eine lange Zusammenarbeit. Und sollte sie mal enden, dann hoffentlich deshalb, weil sich einer der beiden Herren (Anm. d. Red.: Kirchler oder Standfest) verbessern kann“, so Längle und schloss seine Antwort mit den Worten: „Wir möchten langfristig zusammenarbeiten.“