FC Wolfurt kürt sich zum VFV-Cupsieger

Sport / 07.06.2023 • 21:55 Uhr
VFV-Cup, FC Wolfurt
VFV-Cup, FC Wolfurt

Hofsteigklub beendet mit dem Cuperfolg eine 33-jährige Durststrecke und besiegt FC Alberschwende mit 2:0.

Hohenems 33 lange Jahre musste Meusburger FC Wolfurt auf seinen zweiten Vorarlberger Cupsieg warten. Der Tabellenzweite aus der VN.at-Eliteliga aus der Hofsteiggemeinde wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht und siegte vor toller Zuschauerkulisse vor 1300 Fans im Hohenemser Herrenriedstadion gegen Vorarlbergliga-Meister Holzbau Sohm FC Alberschwende verdientermaßen mit 2:0.

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„Es ist fast unmenschlich, was meine Mannschaft im Frühjahr geleistet hat, das kann man gar nicht in Worte fassen. Ich bin unglaublich stolz auf das gesamte Team“

Joachim Baur, Trainer FC Wolfurt
FC Wolfurt-Trainer Joachim Baur.
FC Wolfurt-Trainer Joachim Baur.

Mittelfeldspieler Alessandro Petrovic brachte Wolfurt in Front. Der erst 19-jährige Eigenbauspieler hämmerte nach seinem Stangenschuss im zweiten Versuch den Ball ins gegnerische Tor (47.). Der Defensivkünstler zählt in der nun zu Ende gehenden Saison zu den vielen positiven Entdeckungen der Hofsteig-Truppe. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff besorgte Mücahit Özdemir den umjubelten 2:0-Endstand (85.). Nach Traumvorlage von Felix Moosmann traf der Außenbahnspieler via Querlatte ins Tor. Regisseur Benjamin Neubauer wurde als bester Spieler des Finales ausgezeichnet.

Krönung für das tolle Frühjahr

Nach dem sensationellen Aufstieg in die Regionalliga West nach 53-jähriger Pause ist der Erfolg des FC Wolfurt im heimischen Pokalbewerb die große Krönung eines ganz starken Frühjahrs. Kapitän Simon Mentin durfte den Wanderpokal und die Siegprämie von 3000 Euro in Empfang nehmen. Der Jubel im Lager der mehreren hundert mitgereisten Wolfurt-Anhänger kannte keine Grenzen. „Es ist fast unmenschlich, was meine Mannschaft im Frühjahr geleistet hat, das kann man gar nicht in Worte fassen. Ich bin unglaublich stolz auf das gesamte Team“, war Wolfurt Erfolgscoach Joachim Baur voll des Lobes.

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Der Favorit Wolfurt war in der Spielzeit die klar spielbestimmende Mannschaft. Zwangsweise gab es für den Tabellenzweiten aus der VN.at Eliteliga auch gute Einschussmöglichkeiten. So konnten Kubilay Kalkan (6./18./46.), Marian Zehrer (16./Kopfball), Simon Mentin (30./Kopfball), Benjamin Neubauer (42.), Frederik Meier (45./Freistoß), Mücahit Özdemir (58./Querlatte) und Benjamin Neubauer (68.) ihre Chancen nicht verwerten. Das Bruderduell im Hause Muxel ging an Wolfurts Präsident Stefan Muxel (34). Die Statistik in den direkten Duellen spricht auch für Wolfurt: Sechs Siege und fünf Mal gab es eine Punkteteilung. Alberschwende Goalie Julian Hinteregger verhinderte mit Glanzparaden eine noch höhere Niederlage. Wolfurt wird als Cupsieger im ÖFB-Pokal die Ländle Farben vertreten.

Fussball, 47. Uniqua VFV Cup der Herren

Finale

Meusburger Wolfurt – Holzbau Sohm FC Alberschwende 2:0 (0:0)

Hohenems, Stadio Herrenried, 1300 Zuschauer, SR König (V)

Torfolge: 47. 1:0 Alessandro Petrovic, 86. 2:0 Özdemir

Meusburger FC Wolfurt (4-2-3-1): Hammer; Zehrer, Natter, Mentin, Burtscher; Meier (75. Rist), Alessandro Petrovic (66. Valerio Petrovic); Özdemir, Neubauer, Fleischhacker (76. Troy); Kalkan (85. Moosmann)

Holzbau Sohm FC Alberschwende (4-2-3-1): Hinteregger; Berlinger (85. Sohm), Küer, Tockner, Betsch; Ilmer, Topcu, Bitschnau (64. Schatzmann), Julian Maldoner, Berchtold (64. Kohler); Akyildiz

Zwanzig Vereine trugen sich bislang in die lange Siegerliste des VFV-Cupsieg ein. Nach Egg (2021), Bizau (2010) und Sulzberg (2007) gelang es auch dem vierten Wälderklub nicht den heimischen Pokalbewerb zu gewinnen. Die Trophäe auf Landesebene bleibt in dieser Region weiter ein Rotes Tuch. Nichts wurde es Alberschwende mit dem Gewinn des so erhofften Double. „Leider hat meine Truppe die große Qualität im wichtigen Moment nicht abrufen können. Es überwiegt aber die Freude über die Finalteilnahme“, meint Alberschwende Coach Rene Fink (31). Die Wälder hatten während der gesamten Spielzeit keine nennenswerte Torchance. Als Trostpflaster gab es für den Verlierer 1500 Euro in die Mannschaftskassa.VN-TK