Deshalb soll der liebe Fußballgott auf die Austria runterschauen

Grün-Weiße empfangen im Endspiel um Play-off-Platz der Quali-Gruppe TSV Hartberg und setzen auf göttliche Unterstützung.
Lustenau Ja, man sei sehr gläubig, kam es im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen TSV Hartberg unisono aus den Mündern von Austrias Sportkoordinator Alex Schneider, Trainer Markus Mader und Verteidiger Jean Hugonet. Der Grund für die sakrale Nachfrage war der Umstand, dass man im Hugo-Kleinbrod-Kappele im Reichshofstadion im Beisein von Bischof Benno Elbs und Altbischof Johannes Okoro anschließend an die sportliche Konferenz die “Lange Nacht der Kirchen” am Freitag in ganz Vorarlberg einläutete. Dabei offenbarte Austrias Verteidiger, der den Klub nach Saisonende Richtung FC Magdeburg (2. deutsche Liga) verlässt, dass er “vor Spielen immer in der Kapelle für die Mannschaft und deren Gesundheit betet”. Auch der Chefcoach gab zu, im Laufe der Saison des Öfteren ein Gebet gen Himmel geschickt zu haben “und zugegeben, ER hat schon auf uns runter geschaut. Hoffentlich macht ER das auch im Spiel gegen den TSV Hartberg. Göttlichen Beistand kann man immer brauchen.”
“Das Match gegen Hartberg soll nicht mein letztes Spiel für die Austria werden.”
Jean Hugonet, Verteidiger Austria Lustenau
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Bischof Elbs nickte, was Lustenaus Fans wohl als Beistand verstehen würden. Denn gegen die Steirer, die zuletzt in vier Spielen drei Siege einfuhren, wird es alles andere als ein Honigschlecken, “weil sich Hartberg unter Trainer Markus Schopp im Lauf des Frühjahrs immer besser entwickelt hat. Das ist mittlerweile eine richtig starke Mannschaft, gespickt mit herausragenden Spielern.” Daher erwartet sich Mader auch eine extrem offensiv eingespielte Truppe aus dem grünen Herz Österreichs, “die sicher spielerisch zu ihren Lösungen finden will. Darin sehe ich aber auch unsere Chance.”

Man tue sich gegen spielerisch agierende Teams einfach leichter, so der Tenor der sportlich Verantwortlichen, “weil das zu Räumen für unser Umschaltspiel führen kann. Dann heißt es zuschlagen”, so der 55-Jährige, der kadertechnisch aus dem Vollen schöpfen kann und bis auf Goalie Domenik Schierl, für ihn agiert wieder Ammar Helac im Tor, die beste Mannschaft aufs Spielfeld schicken kann.

Die große Devise der Lustenauer für den “Showdown”: mehr Effizienz. Seit nunmehr fünf Spielen wartet man schon auf einen vollen Erfolg. Zuletzt gab es vier Remis und eine Niederlage, obwohl man spielerisch teils zu überzeugen wusste. “Auch im Derby gegen Altach waren wir in der Statistik überlegen, aber gefühlt war der Gegner näher am Sieg als wir. Diesbezüglich soll es gegen Hartberg wieder anders aussehen”, gibt Mader die Marschroute vor.

Der Umstand, dass ein Remis auch reichen würde für Platz zwei, ist für die Austria kein Thema. Man will unbedingt den Sieg, “denn wenn man mir vor zwei Jahren bei meiner Ankunft in Lustenau dieses Szenario vorausgesagt hätte, ich hätte es nicht geglaubt. Deswegen wollen wir zuschlagen. Das Match gegen Hartberg soll nicht mein letztes für die Austria sein”, gibt sich Hugonet angriffslustig – und vertiefte sich nach der Pressekonferenz gleich wieder in ein Gespräch mit dem Bischof, den er erstmals höchstpersönlich kennenlernen durfte. Auf Instagram folgt man sich schon seit einer Weile, da kam die Anfrage von Bischof Elbs als Erstes. Ein gutes Omen.