Vorarlberger Trio will beim Heim-Grand-Prix ins Spitzenfeld

Sport / 24.05.2023 • 22:07 Uhr
Lubjana Piovesana ist eine der heißesten Aktien des österreichischen Judo-Nationalteams in Linz.Gepa
Lubjana Piovesana ist eine der heißesten Aktien des österreichischen Judo-Nationalteams in Linz.Gepa

In Linz greift die WM-Fünfte Piovesana nach Edelmetall.

Linz Bereits heute wird es Ernst für Vache Adamyan beim Upper Austria Judo Grand Prix in Linz. Der 22-Jährige bekommt es in der ersten Runde der Kategorie bis 60 Kilogramm mit dem Slowenen David Starkel zu tun. Das ergab die gestrige Auslosung in der Tips Arena in der oberösterreichischen Hauptstadt. Bei seinem bislang letzten internationalen Auftritt hat Adamyan beim Europacup in Dubrovnik im April den starken zweiten Rang belegt. Bei diesem Wettkampf landete auch Starkel als Fünfter im Spitzenfeld, einen Monat zuvor war der 26-Jährige bereits beim Europacup in Riga als Dritter auf dem Podest gestanden. In der Weltrangliste liegt Starkel als 97. vor Adamyan, der den 125. Platz belegt. Allerdings hat Adamyan bis ins Vorjahr noch in der U23-Kategorie gekämpft und ist erst im Sommer 2022 in die Offene Klasse umgestiegen.

WM-Resultat bestätigen

Ab Freitag sind die anderen beiden Vorarlberger im 500 Kämpfer großen Starterfeld gefordert. Bei den Männern trifft Laurin Böhler in der Kategorie bis 100 Kilogramm auf den Slowaken Viktor Adam. Der Schwarzacher, der sich nach seinen langwierigen Verletzungsproblemen wieder zurück an die Spitze kämpft und in diesem Jahr bereits bei den European Open in Warschau aufs Podest gekommen war, belegt in der Weltrangliste bereits den 68. Rang und ist damit deutlich besser klassiert als sein 21-jähriger Gegner (126.). Der Sieger des Duells trifft in der zweiten Runde auf den Dänen Mathias Madsen, einen der Topfavoriten des Turniers in Linz. Als Favoritin geht Böhlers Partnerin Lubjana Piovesana in ihr Erstrundenduell in der Kategorie bis 63 Kilogramm gegen die Spanierin Sarai Padilla Guerrero. Seit Anfang des Jahres kämpft die gebürtige Britin Piovesana für Österreich. Für ihre Wahlheimat konnte sie bereits drei Topresultate erreichen, zuletzt verpasste die Nummer 35 der Welt bei der Weltmeisterschaft in Doha nur knapp die Medaillen und wurde Fünfte.

Doch auch die 29-jährige Padilla Guerrero hat ihre Qualitäten in der Vergangenheit bewiesen, in der Weltrangliste liegt sie nur fünf Ränge hinter Piovesana.

Das österreichische Judo-Nationalteam muss beim Heimturnier auf die WM-Dritte Michaela Polleres und Aaron Fara verzichten. Beide fallen verletzt aus. Die Niederösterreicherin Polleres leidet seit dem Grand Slam in Antalya an einer Seitenbandverletzung im rechten Knie, der Wiener Fara verletzte sich beim WM-Einsatz in Doha am Oberschenkel-Beuger bzw. an den Rippen. „Das erneute Verletzungsrisiko wäre einfach zu groß“, sagte Österreichs Cheftrainerin Yvonne Snir-Bönisch.