“Noch ein weiter Weg nach Alabama”

Sport / 20.05.2023 • 13:13 Uhr
Altachs Trainer Klaus Schmidt will noch nichts wissen von einem Klassenerhalt. <span class="copyright">Fotos: gepa</span>
Altachs Trainer Klaus Schmidt will noch nichts wissen von einem Klassenerhalt. Fotos: gepa

Trotz Vorentscheidung nach Sieg in Ried ließ Altach den Partybus stehen.

Ried im Innkreis Ried steht vor den Trümmern der fast beendeten Saison in der Fußball-Bundesliga. Nach dem 0:1 gegen Altach braucht man für den Klassenerhalt neben Schützenhilfe zumindest vier Punkte in den letzten beiden Spielen. “Wir sind absolut sauer auf uns selbst”, klagte Coach Maximilian Senft. Beim direkten Konkurrenten aus Altach war man bemüht, keine verfrühte Jubelstimmung aufkommen zu lassen. “Es wäre falsch, heute mit dem Partybus heimzufahren”, betonte Trainer Klaus Schmidt.

Altachs Team feierte mit seinen Fans nach Spielende.
Altachs Team feierte mit seinen Fans nach Spielende.

Zwei Runden vor Schluss liegen die Vorarlberger drei Zähler vor den Innviertlern und haben dank Abrundung bei der Punkteteilung auch im Fall der Punktegleichheit die Nase vor den Riedern. Mit einem Heimsieg im kommenden Vorarlbergderby oder beim abschließenden Gastspiel bei der WSG ist der Klassenerhalt sicher, selbst wenn Ried tatsächlich die beiden ausstehenden Partien gegen Hartberg (a) und den WAC (h) gewinnen sollte. Angesichts von vier Siegen in der laufenden Saison gesamt, ist das ohnehin nicht so leicht vorstellbar.

Klaus Schmidt litt am Spielfeldrand 90 Minuten mit.
Klaus Schmidt litt am Spielfeldrand 90 Minuten mit.

“Es ist noch nichts passiert. Wir sind drei Punkte vorne und haben noch zwei Spiele zu gehen. Es ist noch ein weiter Weg bis Alabama

Klaus Schmidt, Trainer SCR Altach

Das unglückliche Eigentor von David Ungar, dem ein Lattenpraller nach Ecke und Köpfler Stefan Haudums zum Verhängnis wurde, “war zu verhindern”, kritisierte Rieds Kapitän Marcel Ziegl. Coach Maximilian Senft wiederum wollte zum Zeitpunkt des Kopfballs eine Behinderung von Goalie Samuel Sahin-Radlinger durch Lukas Jäger und folglich eine Abseitsstellung des Letzteren erkannt haben. Als Ausrede ließ er das aber nicht gelten. “Wir müssen unsere Hochkaräter nutzen, wenn wir oben bleiben wollen”, stellte er klar.

Die Entscheidung: Die Kugel prallt von Rieds Ungar über die Linie zum 1:0 für Altach.
Die Entscheidung: Die Kugel prallt von Rieds Ungar über die Linie zum 1:0 für Altach.

“Am Montag habe ich zu einer Brandrede angesetzt, die Trainings danach waren wirklich sehr gut. Ich habe gespürt, dass die Mannschaft am Punkt ist

Klaus Schmidt, Trainer SCR Altach

Altach wiederum dürfte den Nackenschlag vom 0:1 gegen Hartberg am Samstag vergangener Woche gut verdaut haben. “Am Montag habe ich zu einer Brandrede angesetzt, die Trainings danach waren wirklich sehr gut. Ich habe gespürt, dass die Mannschaft am Punkt ist”, meinte Schmidt. Dem “Feuerwehrmann”, der schon mit der Admira und Hartberg den Klassenerhalt geschafft hat, scheint das Kunststück neuerlich zu gelingen – trotz schwachen Beginns in der zweiten Saisonphase. “Es ist natürlich eine gewisse Erleichterung für uns. Wir sind mit einem Sieg in die Qualigruppe gestartet und dann durchgestolpert.”

Unbeschreiblicher Jubel der Altacher.
Unbeschreiblicher Jubel der Altacher.

Von bereits erreichten Zielen wollte der Steirer am Freitag freilich nichts wissen. “Es ist noch nichts passiert. Wir sind drei Punkte vorne und haben noch zwei Spiele zu gehen. Es ist noch ein weiter Weg bis Alabama”, gab der 55-Jährige bei “Sky” zu Protokoll.