Das Spiel der Vorentscheidung

Sport / 15.05.2023 • 20:56 Uhr
Rieds Seifedin Chabbi erzielte zuletzt seinen zweiten Kopfballtreffer.gepa
Rieds Seifedin Chabbi erzielte zuletzt seinen zweiten Kopfballtreffer.gepa

Das freitägige Abstiegsduell zwischen Ried und Altach wirft schon seine Schatten voraus.

Altach Es ist ein Duell auf Augenhöhe, doch es ist das vorentscheidende Spiel im Kampf um den Klassenerhalt. Die Dimension der Partie am Freitag in Ried ist für den Cashpoint SCR Altach fast schon ähnlich jener der Partie am 20. Mai 2022, als man mit einem 2:1 zu Hause gegen die WSG Tirol dem Abstieg entronnen war. Mit dem Unterschied, dass in der laufenden Saison nach dem Spiel im Innviertel noch zwei Runden zu absolvieren sind. Doch es ist (19. Mai 2023) fast genau ein Jahr danach – und es ist ein speziell für die Moral im Endspurt maßgeblicher Indikator.

Lange Serie ohne Sieg

An Unterstützung wird es Altach in Ried nicht fehlen. Die Anfragen sind groß, mehr als drei Busse werden die Anhänger in die Stadt im Inn­viertel bringen. Zuletzt fühlten sich die Altacher in der Rieder Arena durchaus wohl. Denn von den letzten fünf Spielen verloren die Rheindörfler nur eines, gleich dreimal durften Siege gefeiert werden. Im Herbst gewann Altach mit 3:2, in der Vorsaison durfte in der Qualirunde ein 2:1-Erfolg bejubelt werden. Der letzte Heimsieg der Oberösterreicher liegt zudem einige Zeit zurück. Es war am 15. Oktober des Vorjahres, als man Rapid mit 1:0 bezwang – damals noch unter Trainer Christian Heinle (38). Erst einen Sieg durfte sein Nachfolger Maximilian Senft (33) bislang verbuchen. Dieser gelang ausgerechnet gegen Altach. Es war am 12. März in der Cashpoint Arena, und da saß noch Miroslav Klose (44) auf der Trainerbank. Seither sind die Rieder in acht Ligaspielen ohne Dreier – und in der Qualifikationsgruppe als einziges Team noch ohne vollen Erfolg. Allein Altachs aktuelle Bilanz liest sich nicht besser, weshalb keine Mannschaft einen Vorteil für sich verbuchen kann. So ist die Elf von Cheftrainer Klaus Schmidt nunmehr sechs Spieltage ohne Sieg, schlimmer noch, in vier Partien blieb man ohne Torerfolg. Und wie Senft, so durfte sich auch Schmidt während seiner zweiten Amtszeit in Altach mit seinen Spielern erst über einen Sieg freuen.

Nur alle 100 Minuten ein Treffer

Ein Blick auf die Statistik zeigt ein Problem der Altacher in den laufenden Qualifikationsgruppenspiele. Während vor der Pause noch Stabilität zu sehen ist, kassierte man nach der Pause in den bislang sieben Spielen fünf Gegentreffer. Da fehlte es zuletzt – auch aufgrund der vielen verletzungsbedingten Ausfälle – auch an Qualität auf der Bank, um noch einmal entscheidend nachlegen zu können. Das beweist auch der Blick auf die Torstatistik, benötigen Altachs Spieler doch 100 Minuten für einen Torerfolg. Entspannung verspricht da nur ein Blick auf die Rieder Zahlen, denn 99 Minuten für einen Treffer sind kaum besser. Dennoch darf die Prognose erstellt werden, dass den Fans ein torloser Ausgang der Partie erspart bleiben wird. Zu fragil ist das Abwehrverhalten beider und zu ähnlich die Zweikampfquote von 50,7 (Altach) zu 50,6 Prozent.

Abstiegskampf ist zuweilen schmerzvoll, wie Altachs Toptorjäger Atdhe Nuhiu gegen Hartberg erfahren musste.apa
Abstiegskampf ist zuweilen schmerzvoll, wie Altachs Toptorjäger Atdhe Nuhiu gegen Hartberg erfahren musste.apa
Das Spiel der Vorentscheidung