Evas Traum von Olympia lebt

Skisprung-Weltcupsiegerin Eva Pinkelnig (34) im Montafon Nordic Schanzenzentrum empfangen.
Tschagguns Sie alle waren ins Schanzenzentrum gekommen, trotz Regen und trotz Temperaturen im einstelligen Plusbereich. Dort gab es für Skisprung-Weltcupsiegerin Eva Pinkelnig viel Applaus, auch von einer Weltcupsiegerin (1992/93), von Anita Wachter (56). Den Urlaub hat Pinkelnig abgeschlossen, die Vize-Weltmeisterin von Planica (2023) ist bereits wieder im Trainingsalltag angekommen.
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Und da spürt selbst eine Sportlerin wie die gebürtige Dornbirnerin die ersten Krafteinheiten. Über die nächsten Ziele macht sich die zierliche Skispringerin noch nicht wirklich Gedanken. Zumal sie noch zwei Dinge im Hinterkopf hat. Zum einen die 200 Meter auf der Flugschanze. Derzeit liegt ihre Bestmarke bei 191 m. Und dann wären da noch die Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina d‘Ampezzo und Mailand – also quasi vor der Haustüre. Dann wäre Pinkelnig, die in wenigen Tagen – 27. Mai – ihren 35 Geburtstag feiern wird 38 Jahre alt. Und dann könnte der Traum von einer Olympiamedaille Wirklichkeit werden. „Es wäre wunderschön, wenn ich in Mailand vor meinen Freunden und meiner Familie sagen könnte. Servus, schön wars . . .“

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Bis dahin aber ist es für Pinkelnig noch eine lange Reise, eine „Genussreise“, wie sie ihre sportliche Betätigung voller Demut benennt.
Begonnen hat für die Athletin des WSV Tschagguns alles auf der Schanze am Bödele. Darauf ist ihr erster Trainer Willi Greber richtig stolz. „Tschagguns ist ihre neue, das Bödele ihre Heimschanze.“ Und der Schwarzacher verriet anlässlich des Empfangs, dass „Eva immer schon einen sturen Schädel besaß, was für den Trainer nicht immer einfach war. Sie wollte nur springen, aber nicht im Wettkampf.“ Und so musste Greber die junge Eva mit den Worten überzeugen: „Wenn du bei Olympia springen willst, dann musst du erst im Wettkampf springen.“



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Eine weitere Geschichte aus der Anfangszeit der Skispringerin, die erst mit 24 Jahren ihre erst Sprünge absolvierte, erzählte Greber zusammen mit Elmar Egg, dem Geschäftsführer des Montafon Nordic Sportzentrums. Die beiden erinnerten an eine Sitzung aus dem Jahre 2013, als es darum ging, wer zu einem Wettkampf mitgenommen werden sollte. Da setzte sich Egg für Pinkelnig ein, als es hieß, sie würde einem Jungen den Platz wegnehmen. „Sie kann höchstens einem Mädchen den Platz verbauen, nicht aber einem Jungen“, sagte Egg damals. Und so durfte Eva Pinkelnig mitfahren. So begann das Sportmärchen der aktuellen Skisprung-Weltcupsiegerin.

