Klassenerhalt fixiert: Lustenau nach Remis auch nächste Saison Bundesligist

Sport / 06.05.2023 • 21:48 Uhr
Trotz Ausgleichstreffers allen Grund zum Jubeln: Lustenau bleibt fix erstklassig. <span class="copyright">GEPA</span>
Trotz Ausgleichstreffers allen Grund zum Jubeln: Lustenau bleibt fix erstklassig. GEPA

Es ist geschafft! Der SC Austria Lustenau fixiert den vorzeitigen Klassenerhalt in der Bundesliga. Ganz kleiner Wermutstropfen: Ein sicher geglaubter Sieg über die SV Ried fällt einem Last-Minute-Hammer zum Opfer.

Lustenau Es bleibt dabei: In der Bundesliga kann Austria Lustenau nicht gegen Ried gewinnen. Auch das 16. Aufeinandertreffen endet ohne Lustenauer Sieg – und das aufgrund eines 2:2-Ausgleichstreffers in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Trotzdem schön: Durch den Punktgewinn ist Lustenau auch in der kommenden Saison fix Bundesligist.

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Darijo Grujcic freut sich mit Lustenau Urgestein Pius Grabher über das 1:0. <span class="copyright">GEPA</span>
Darijo Grujcic freut sich mit Lustenau Urgestein Pius Grabher über das 1:0. GEPA

Markus Mader schickte die Austria im Vergleich zum wilden 4:4 gegen Ried in der Vorwoche auf vier Positionen verändert in die Partie: Neben Hugonet starteten auch Tiefenbach, Diaby und Fridrikas von Beginn an. Nach dem furiosen 4:4-Remis der Vorwoche zeigten beide Teams eine äußerst chancenarme erste Hälfte. Insbesondere die Rieder wirkten in den Anfangsminuten etwas nervös, was angesichts der Tabellensituation der Innviertler (zwei Punkte hinter Altach auf dem letzten Tabellenrang) auch nicht verwunderte.

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Wenn es denn mal Torraumszenen gab, dann war dies nach Standardsituationen der Fall. Diese waren im Lager der Lustenauer vor allem nach dem letzten Aufeinandertreffen gefürchtet – zwei der vier Treffer am letzten Spieltag machte Ried nach ruhenden Bällen. Lustenau hatte Rieds Standardspezialisten aber gut im Griff – und zeigte sich selbst gefährlich. Lukas Fridrikas legt die Pausenführung nach einem Freistoß von links auf, am zweiten Pfosten ist Darijo Grujcic per Kopf zur Stelle, platziert den Ball entgegen der Laufrichtung von Rieds Sahin-Radlinger im Tor. Beganovic trifft zwar kurz darauf noch das Außennetz, mit dem 1:0 geht es aber in die Kabine.

Mit Überblick im Getümmel: Torhüter Schierl konnte sich trotz zweier Gegentore auszeichnen. <span class="copyright">GEPA</span>
Mit Überblick im Getümmel: Torhüter Schierl konnte sich trotz zweier Gegentore auszeichnen. GEPA

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Fridrikas mit Top-Leistung

Zwar waren die Standards in Hälfte eins noch kein Problem für Lustenau – nach der Pause dauerte es aber nicht lange, ehe Ried bestätigte, wovor Markus Mader gewarnt hatte. Nach einer Ecke löst sich Tin Plavotic gut von Gegenspieler Tiefenbach, stößt mit vollem Tempo in den Fünfer – und schweißt den Ball per Kopf unhaltbar ins Tor (50.). Die Austria findet durch Diaby zwar die schnelle Chance auf die erneute Führung vor, seinen Drehschuss entschärft Sahin-Radlinger aber reaktionsschnell (51.).

Noch zuvor roch es im Reichshofstadion kurz nach Elfmeter, Anderson wurde im Strafraum bei einer Hereingabe weggestoßen – der Brasilianer hob aber etwas zu spektakulär ab, auch der VAR sah sich nicht bemüßigt, die Entscheidung von Schiedsrichter Pfister zu revidieren (48.).

Lustenau drückte auf die erneute Führung. Und immer wieder war es Lukas Fridrikas, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Sein Freistoß aus dem Halbfeld fliegt weit, landet bei Hugonet, der zur Mitte ablegt – Grujcic jagt den Ball aber mit Rücklage weit über’s Tor (62.). Auch Fridrikas verpasst in Minute 67 die Führung, sein Abschluss geht am langen Eck vorbei (66.). Wenige Minuten später war es aber so weit: Grabher machte das Spiel schnell, Diaby schickte Frdirikas den linken Flügel hinunter – und der 25-Jährige nahm Tempo auf. Zog nach innen und schweißte den Ball zum 2:1 ins lange Eck (72.).

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Und auch wenn Ried in der Schlussphase noch einmal Druck aufbaute, schaute alles nach der perfekten Klassenerhalts-Party aus. Auch, weil Keeper Schierl sich wiederholt auszeichnen konnte. Bei einer Rieder Doppelchance erst gegen Chabbi parierte und dann gegen Lutovac festhielt (83.), bei einer Freistoßvariante durch Ziegl trotz schlechter Sicht herrlich ins Eck hechtete (86.).

Diomande packt den Hammer aus - Ried bleibt im Abstiegskampf weiter gefährlich. <span class="copyright">GEPA</span>
Diomande packt den Hammer aus - Ried bleibt im Abstiegskampf weiter gefährlich. GEPA

Diomande versucht den Partycrasher

Alles war angerichtet – nur der eingewechselte Gondie Diomande zeigte sich als kleiner Partycrasher. Humorlos nahm er in Minute 90./+6 Maß und schweißte den Ball in der letzten Aktion des Spiels humorlos ins Tor. Die angezeigte Nachspielzeit von fünf Minuten war da schon längst überschritten. Den Lustenauern war’s egal: In der Kabine wurde dennoch ordentlich gefeiert.

Denn trotz des späten Ausgleichs darf sich Lustenau aufgrund des Punktgewinns darüber freuen, auch rechnerisch den Klassenerhalt vorzeitig fixiert zu haben. Weniger Grund zur Freude gibt es indes im Rheindorf: Schlusslicht Ried ist durch den Last-Minute-Ausgleich bis auf einen Punkt an Altach herangerückt. FB

Admiral Bundesliga, Qualifikationsgruppe, 28. Runde

SC Austria Lustenau – SV Guntamatic Ried 2:2 (1:0)

Reichshofstadion; 3.955 Zuschauer; SR Daniel Pfister

Torfolge: 42. 1:0 Darijo Grujcic, 50. 1:1 Tin Plavotic, 73. 2:1 Lukas Fridrikas, 90./+6 2:2 Gontie Diomande

Gelbe Karten: 84. Anderson (Foulspiel), 90./+1 Schierl (beide Lustenau/Kritik)

SC Austria Lustenau (3-4-1-2): Schierl – Maak, Hugonet, Grujcic (81. Berger) – Anderson, Grabher, Tiefenbach (82. Türkmen), Gmeiner (72. Rhein) – Surdanovic (72. Motika) – Fridrikas, Diaby (80. Cheukoua)

SV Guntamatic Ried (3-4-3): Sahin-Radlinger – Ungar (81. Gragger), Lackner (75. Ziegl), Plavotic – Lutovac, Martin, Madritsch (81. Wießmeier), Jurisic – Lang, Chabbi, Beganovic (75. Diomande)