Altach verschenkt im Dauerregen die Punkte und steckt tief im Abstiegskampf

Der Platz hatte viel Wasser aufgesaugt, das Match ging bei widrigen äußeren Bedingungen auch zu regulären Bedingungen über die Bühne. Für den Cashpoint SCR Altach endete die Hinrunde der Qualifikationsrunde allerdings mit einer herben sportlichen Enttäuschung, ging man doch gegen den Wolfsberger AC mit 0:2 baden.
Altach Dauerregen, aufopfernd gekämpft und am Ende mit leeren Händen vom Platz gegangen. Der Cashpoint SCR Altach vermochte den Vorteil eines Freitagspiels nicht zu nutzen und verabsäumte es vorzulegen. Noch schlimmer, denn die 0:2-Niederlage macht die Situation im Abstiegskampf noch dramatischer. Den Wolfsbergern reichten am Ende zwei Geniestreiche, um als Sieger vom Platz zu gehen. Altach jedoch schwimmen im wahrsten Sinne des Wortes die Felle davon. Die Rheindörfler müssen nun auf die Austria hoffen, die am Samstag bei Schlusslicht Ried antritt.
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Admiral Bundesliga
27. Spieltag
Cashpoint SCR Altach vs Wolfsberger AC 0:2(0:1)
Altach, Cashpoint Arena, 3891 Zuschauer, SR Julian Weinberger (W)
Torfolge: 28. 0:1 Veratschnig, 83. 0:2 Röcher
Gelbe Karten: 14. Omic (WAC), 42. Haudum (Altach/beide Foulspiel), 71. Lukas Gugganig (Altach/SR-Kritik)
Cashpoint SCR Altach (4-2-3-1) Casali – Strauss, Lukas Gugganig, Edokpolor, Herold – Jäger, Haudum (72. Zwischenbrugger) – Thurnwald (60. Lazetic), Abdijanovic (60. Bischof), Balic (60. Jan Jurcec) – Nuhiu
Wolfsberger AC (3-5-2) Bonmann – Oermann, Piesinger, Baumgartner – Veratschnig (81. Jasic), Kerschbaumer (60. Boakye), Omic, Taferner (81. Leitgeb), Scherzer – Baribo (73. Novak), Malone (81. Röcher)

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Nur Anfangs wirklich stark
Auf zwei Positionen hatte Klaus Schmidt die Spieler getauscht. So rückte Husein Balic für Noah Bischof in die Mannschaft und Amir Adijanovic startete für Jan Jurcec. Das sollte durchaus seine Wirkung haben, denn Altach wirkte in der Anfangsphase wacher und übte wie vom SCRA-Trainer den nötigen Druck aus. Und so wurde es nach zehn Minuten erstmals gefährlich, als Balic einen WAC-Abschlag abfing und dann auf Atdhe Nuhiu aufspielte. Doch der 33-Jährige, der seinen Vertrag in Altach vor dem Spiel um ein Jahr verlängerte, vermochte seinen Drehschuss nicht richtig zu setzen, Damit war das erste Pulver verschossen und als Gäste-Coach Manfred Schmid reagierte und von Dreier- auf Viererkette umstellte, wirkten die Heimischen unorganisiert. Das sollte auch Folgen haben, denn eine Ansammlung von Fehlern führte nach 28 Minuten der Gast aus Kärnten. Weil erst Manuel Thurnwald auf der Seite ideal für WAC-Stürmer Maurice Malone auflegte und dieser mit seinem Pass Nikoas Veratschnig bediente. Weil diesem am Elferpunkt von Nosa Edokpolor jegliche Freiheit gewährt wurde, konnte er sich drehen und ohne Gegenwehr einschießen.
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Altach brauchte lange, um sich darauf einzustellen, fand dann aber durch Balic (39.) und David Herold (44.) – per Kopf – Möglichkeiten vor, die jeweils von Goalie Hendrik Bonmann entschärft wurden.
Veränderungen
Zur Pause reagierte Schmidt mit einem Wechsel des Systems, stellte auf eine Dreierkette um und besetzte mit Thurnwald und Herold die Außenpositionen weit höher. Und wieder erwische Altach den besseren Start, wirkte engagierter und suchte den Abschluss. Allein vorne fehlte das nötige Abschlussglück, fehlte die Leichtigkeit, musste viele erzwungen werden. Das sah auch Schmidt so, der nach 70 Minuten mit einem Dreierwechsel reagierte und seine Dreieroffensivreihe komplett austauschte. Und Altach erhöhte den Druck, versuchte es auf dem glitschigen Terrain auch mit Weitschüssen. Erst war es Lukas Jäger, der Bonmann prüfte (63.), dann der eingewechselte Jan Zwischenbrugger (77.). Allein das Tor schien vernagelt, auch bei den vielen Eckbällen, die sich die Mannschaft erspielte. Denn am Platz war nur noch Altach präsent, vom WAC kam nichts mehr zu sehen. Bis in Minute 83.: Kurz zuvor hatten die Kärntner gewechselt und dann entwischte mit Thorsten Röcher einer der Neuen. Elegant umkurvte er die SCRA-Verteidiger und knallte das Leder unter die Latte – 0:2. Im Stadionoval machte sich Friedhofsstimmung breit und am Platz ergaben sich die Spieler ihrem Schicksal.