Deshalb denkt Heraf noch gern an 1995 zurück

SW-Bregenz-Trainer Andreas Heraf holte 1995 den letzten Cup-titel für Rapid Wien.
Bregenz Ganze 28 Jahre ist es her, daß Österreichs Rekordmeister SK Rapid Wien über einen Erfolg im ÖFB-Cup jubeln konnte. Am 5. Juni 1995 schoss Peter Guggi die Hütteldorfer mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg über den Zweitligisten DSV Leoben zum letzten Triumph. Damals über 90 Minuten mit dabei im Dress der Grün-Weißen aus Wien der heute amtierende Trainer von SW Bregenz Andreas Heraf. “Ein Wahnsinn, dass das schon so lange her ist. Natürlich erinnere ich mich gern daran, weil Titel mit Rapid immer großartig waren. Da war, was vor allem die Fans betraf, Ausnahmezustand angesagt. Aber wer hätte sich damals gedacht, dass dies der letzte Cuptitel für Rapid war”, schwelgt der 55-Jährige in Erinnerungen. Weiters erklärt der Wiener, “dass der Erfolg damals der Startschuss dafür war, was in den nächsten Jahren passierte”, und spricht damit das Erreichen des Europacupfinales 1996 im Cup der Cupsieger gegen Paris St. Germain (0:1-Niederlage), den Meistertitel 1996 und den Aufstieg in die Champions League 1996/97 an.
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Kontakt mit den Cuphelden von damals hat Heraf nur mehr wenig, “außer man trifft sich mal zufällig in einem Stadion. Dann wird natürlich über die erfolgreiche Zeit geplaudert. Die ungemein schön war, weil wir wirklich eine eingeschweißte, junge und hungrige Truppe waren”, erklärt Heraf. Damals standen die heutigen Rapid-Legenden wie Peter Schöttel, Dietmar Kühbauer, Robert Pecl, Andreas Herzog oder Sergej Mandreko mit ihm im Team.
Heraf mit Assist im Halbfinale gegen Casino Salzburg
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Für das am Sonntag (20.30 Uhr, live ORF 1) anstehende Finale gegen Sturm Graz im Klagenfurter Wörtherseestadion drückt er natürlich seinem Herzensteam Rapid die Daumen, “weil ich immer ein Erzgrüner bleiben werde, durch meine Adern fließt wohl grünes Blut. Aber es wird eine enorm schwere Aufgabe.” Heraf sieht die Grazer aufgrund ihrer starken Leistungen im Laufe der Meisterschaft als leichten Favoriten, “wobei Rapid bislang eine mehr als ansprechende Saison spielt. Zudem kann in einem Match alles geschehen.”
Steckbrief
Andreas Heraf
Geboren 10. September 1967
Geburtsort Wien
Position Mittelfeld
Stationen als Spieler Vienna, Rapid Wien, Casino Salzburg, Vorwärts Steyr, Hannover 96 (D), Rapid Wien, FC Kärnten
Länderspiele 11/1 Tor
Bundesligaspiele 356/73 Tore
Erfolge 4x Österreichischer Meister (Rapid Wien), 3 x Österreichischer Cupsieger (zwei Mal mit Rapid Wien 1995 und 1987, ein Mal mit FC Kärnten 2001)
Karriereende 2001
Stationen als Trainer Saarbrücken (Co-Trainer), Austria Lustenau (2003 bis 2005), SV Schwanenstadt, FC Pasching, SV Parndorf, ÖFB unter 20, Leiter Nachwuchsabteilung ÖFB, Technischer Direktor Neuseeland, Floridsdorfer AC, SV Ried (Co-Trainer), SV Ried, Türkgücü München, SW Bregenz
Heraf im Jahr 1988 über Trainer Dokupil
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Selbst wird er sich die Partie vor dem TV reinziehen und auch mit ein wenig Wehmut auf das Cupfinale blicken. Denn der ehemalige defensive Mittelfeldspieler beendete just bei seinem dritten und letzten Cuperfolg seine Karriere als Spieler. “Nach dem Finalsieg mit dem FC Kärnten 2001 über den FC Tirol war für mich Schluss mit dem aktiven Fußball.” Kurz danach stand Heraf schon als Co-Trainer von Heribert Weber bei Saarbrücken in der deutschen zweiten Liga an der Seitenlinie. Der Startschuss für seine Trainerlaufbahn.