Nuhiu rettet Altach ein schmeichelhaftes 1:1

Sport / 22.04.2023 • 18:55 Uhr
Der Torjubel von Atdhe Nuhiu, der sein zehntes Saisontor erzielte. <span class="copyright">gepa</span>
Der Torjubel von Atdhe Nuhiu, der sein zehntes Saisontor erzielte. gepa

Seifedin Chabbi hatte Altach schon fast ins Tal der Tränen geschossen, als Atdhe Nuhiu mit einem Hechtkopfball seiner Mannschaft das Remis rettete. Schmeichelhaft, denn die Schmidt-Elf bot eine der schlechtestes Leistungen in dieser Saison.

Altach Coach Klaus Schmidt vertraute der Mannschaft, die vor einer Woche ein 2:2 in Hartberg geholt hat. Die Spieler zahlten ihm das Vertrauen jedoch nicht zurück, boten sie doch eine ganz schlechte Mannschaftsleistung. Denn gegen das Schlusslicht aus Ried war Altach im eigenen Stadion chancenlos. Allein die mangelnde Effizienz der Innviertler und der Torriecher von Atdhe Nuhiu rettete die Hausherren vor einer weiteren Niederlage. Am Ende schmeichelte das 1:1-Resultat den Rheindörflern, die damit den Zweipunktvorsprung auf die Rieder hielten.

Lukas Gugganig rettet nach einem Chabbi-Heber noch vor der Linie. <span class="copyright">gepa</span>
Lukas Gugganig rettet nach einem Chabbi-Heber noch vor der Linie. gepa

Altach lieferte in Halbzeit eins eine der schwächsten Leistungen in dieser Saison ab. Die Gäste hätten führen müssen und die Hausherren konnten nur eines positiv in die Pause nehmen, nämlich das Ergebnis von 0:0. Denn Ried dominierte das Spielgeschehen, war gedankenschneller und hatte auch mehr Ideen. Allein die schlechte Chancenauswertung der Innviertler hielt Altach nach 45 Minuten im Spiel. So vergab Seifedin Chabbi schon nach fünf Minuten die erste Möglichkeit, als er nach einem Fehler von David Herold etwas überraschend im Strafraum zum Abschluss kam. Doch auch in weiterer Folge waren es die Oberösterreicher, die mit ihrem Pressing den Rheindörflern große Probleme bereiteten. Die Elf von Klaus Schmidt fand kein Mittel gegen das Spiel der Gäste und lief dem Ball zumeist hinterher. Nur ein Torschuss – Stefan Haudum (23.) aus gut 20 Metern in die Hände von Torhüter Samuel Sahin-Radlinger – ist zu wenig, um sich im Abstiegskampf Luft zu verschaffen.

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Admiral Bundesliga

26. Spieltag

Cashpoint SCR Altach vs SV Ried 1:1 (0:0)

Altach, Cashpoint Arena, 4429 Zuschauer, SR Sebastian Gishamer (S)

Torfolge: 55. 0:1 Chabbi (Kopfball), 74. 1:1 Nuhiu (Kopfball)

Gelbe Karten: 29. Pomer (Ried), 65. Strauss, 79. Nuhiu (beide Altach/alle Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (4-2-3-1) Casali – Strauss, Gugganig, Edokopolor, Herold – Jäger, Haudum (68. Tartarotti) – Thurnwald (46. Zwischenbrugger), Bischof (85. Lazetic), Jan Jurcec (68. Abdijanovic) – Nuhiu

SV Ried (4-3-3) Sahin-Radlinger – Ungar, Lackner, Plavotic, Jurisic – Lutovac, Martin, Pomer- Lang (84, Mikic), Chabbi, Beganovic (69. Monschein)

Altachs David Herold gegen Aleksandar Lutovac. <span class="copyright">gepa</span>
Altachs David Herold gegen Aleksandar Lutovac. gepa

Vielmehr war es Lukas Gugganig zu verdanken, dass nicht doch ein Abschluss der Rieder den Weg ins Tor fand. Und wieder war es Seifedin Chabbi, der nach einem Chipball von David Ungar den herauseilenden Casali überhob, doch der zurücklaufende Gugganig kratzte den Ball noch vor der Linie weg (33.). Nur Sekunden später musste Casali erneut eingreifen, als er einen Weitschuss von Philipp Pomer über die Latte drehte.

Seifedin Chabbi vergab vor der Pause zwei Hochkaräter. <span class="copyright">apa</span>
Seifedin Chabbi vergab vor der Pause zwei Hochkaräter. apa
Noah Bischof, im Bild gegen Markus Lackner, blieb alles schuldig. <span class="copyright">gepa</span>
Noah Bischof, im Bild gegen Markus Lackner, blieb alles schuldig. gepa

Comeback von Zwischenbrugger

Zur Pause reagierte SCRA-Coach Schmidt und nahm “Freigeist” Manuel Thurnwald aus dem Spiel. Für ihn feierte Jan Zwischenbrugger sein Comeback feierte. Der 32-Jährige hatte in diesem Jahr noch kein Spiel bestritten und war nach seinen Knieproblemen erst in den letzten Wochen wieder voll ins Training eingestiegen. Der Abwehrchef vom Herbst übernahm die Rolle von Thurnwald im zentralen Mittelfeld. Ob Zwischenbrugger oder nicht, Altach übernahm mit Anpfiff der zweiten Hälfte das Kommando. Und es gab sogleich die ersten Chancen. Erst scheiterte Jan Jurcec (47.), der nur das Außennetz traf, dann war es Zwischenbrugger (49.), der Sahin-Radlinger zu einer Parade zwang.

Philipp Pomer und Atdhe Nuhiu liefern sich ein Duell um den Ball. <span class="copyright">gepa</span>
Philipp Pomer und Atdhe Nuhiu liefern sich ein Duell um den Ball. gepa

Mit der Hereinnahme von Zwischenbrugger änderte Schmidt sein System von einem 4-2-3-1 auf ein 4-3-3, allein die Rieder stellten sich nach wenigen Minuten gut auf das Spiel ein. Und dann schlug Chabbi doch noch zu. Nach einem Eckball, getreten von Philipp Pomer, war der 29-jährige Stürmer der Innviertler per Kopf zur Stelle (55.). Und fasst hätte der Vorarlberger nachgedoppelt. Doch sein Treffer zum 2:0 – erneut eingeleitet nach einer Standardsituation – wurde vom VAR wegen Abseits zurückgenommen. Viel Glück für die Altacher, die nach der anfänglichen Druckphase ins alte Fehlermuster der ersten Halbzeit zurückfielen. Nicht Ried, sondern die Rheindörfler agierten wie ein Schlusslicht – ohne Selbstvertrauen, ohne Spielidee und ohne jegliches Aufbäumen. Und dann passierte doch der Ausgleich – dank Abdijanovic und Nuhiu.

Seifedin Chabbi war der Mann des Spiels: Zwei Treffer erzielt, nur eines zählte und einen Kopfball an den Pfosten gesetzt. <span class="copyright">apa</span>
Seifedin Chabbi war der Mann des Spiels: Zwei Treffer erzielt, nur eines zählte und einen Kopfball an den Pfosten gesetzt. apa

Denn nach einem Flankenball des eingewechselten Amir Abdijanovic war es Altachs Toptorjäger, der den vom Pfosten abprallenden Ball per Hechtsprung mit dem Kopf in die Maschen “zauberte” (74.). Ein Treffer, der den Hausherren schmeichelte, zumal nur 150 Sekunden später Chabbi – erneut per Kopf – den Ball an den Pfosten (77.) setzte. Und Ried machte weiter Druck, von Altach war nichts zu sehen. Mehr noch, nach 82. Minuten hatte die Schmidt-Elf erneut Glück, als ein Kopfball von Aleksandar Lutovac die Querlatte streifte. So blieb es beim 1:1 und der Erkenntnis für Altach, einen mehr als glücklichen Punkt geholt zu haben.