Altacher Dominanz am Innsbrucker Tivoli

Vorarlbergs Bundesligafrauen siegen im Westderby auch ohne Eileen Campbell mit 7:0.
Innsbruck Mit einer eindrücklichen Dominanz agierten die Fußballerinnen der SPG Altach/Vorderland bei Wacker Innsbruck. Bereits nach der ersten Halbzeit resultierte eine klare 5:0-Führung daraus. Dementsprechend zufrieden zeigte sich auch Trainer Bernhard Summer nach dem Spiel: „Wir haben in der ersten Halbzeit eine konzentrierte Leistung auf den Platz gebracht und verdient unsere Tore geschossen. Unser Plan, dass wir früh pressen und die Tirolerinnen zu Fehlern zwingen, ging gut auf und so hatte die Defensive insgesamt wenig zu tun.“
Planet Pure Frauen Bundesliga
12. Runde
Wacker Innsbruck – SPG SCR Altach/FFC Vorderland 0:7 (0:5)
Innsbruck, Tivoli (Nebenplatz), 100 Zuschauer, SR Thieme (OÖ).
Torfolge: 14. 0:1 Linda Natter, 19. 0:2 Linda Natter, 22. 0:3 Maria Olsen, 34. 0:4 Francesca Calo, 45 /+2. 0:5 Rieke Tietz, 54. 0:6 Linda Natter, 78. 0:7 Maria Olsen
Gelbe Karten: 33. Makungu (Innsbruck/Foul), 68. Lins, 90. Albrecht (beide Altach), 90./+1 Gutensohn (Innsbruck/alle Unsportlichkeit)
Innsbruck (4-3-3) Gabriel – Rieder (46. Bock), Gutensohn, Hochmuth, Aschaber (15. Hartlieb) – Krajinovic, Schwaninger, Kaiser – Stützenberger, Makungu, Eckert
Altach/Vorderland (4-3-3) Voll – Horvat, Metzler, Calo, Purtscher (46. Müller) – Tietz (72. Sutter), Kofler (61. Walter), Albrecht – Triendl (29. Lins), Natter (61. Schneider), Olsen
Nachdem die ersten Probleme mit den zu wenig gepumpten Fußbällen auf dem Nebenplatz des Innsbrucker Tivolis beseitigt waren, folgte spielerische Klasse der Vorarlbergerinnen. Und der dritte Torabschluss landete dann auch im Gehäuse und Linda Natter ließ sich als Torschützin feiern. Nachdem ein Angriff über die rechte Seite schön mit einem Doppelpass aufgebaut wurde, nutzte die Stürmerin den perfekt in die Mitte gespielten Stanglpass zur Führung aus. Und fünf Minuten später doppelte die 17-Jährige nach, nachdem Lena Triendl vor dem Tor uneigennützig querlegte. Die Gastgeberinnen wurden im Spielaufbau früh geblockt, sodass sich wenig in der ersten Halbzeit in der Hälfte der Altacherinnen abspielte. Diese unterstrichen ihre Ambitionen auf einen Spitzenplatz in der Bundesliga und verwandelten immerhin noch drei der zahlreichen Offensivaktionen in der ersten Halbzeit zu Toren. Zunächst jubelte Maria Olsen über einen Treffer, als sie nach einem Ballgewinn der Altacherinnen im Offensivdrittel das Spielgerät eiskalt verwertete. Vor dem Halbzeitpfiff sorgten dann noch Francesca Calo und Rieke Tietz mit ihren Treffern für den komfortablen 5:0-Vorsprung. Die mit aufgerückte Calo lenkte nach einem Freistoß von der Seitenlinie den Ball ins Tor und Tietz verwandelte nach einem Eckball, der von den Tirolerinnen nicht geklärt werden konnte, aus kurzer Distanz.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern, auch zahlreichen Anhängern der Altacherinnen, ein ähnliches Bild. Die Vorarlbergerinnen dominierten die Partie und sorgten defensiv dafür, dass Torhüterin Charlotte Voll nicht wirklich viel zu tun hatte. Dies auch deshalb, da sich die Innsbruckerinnen sehr schwertaten, überhaupt einmal in der Offensive auffällig zu werden. Aber davon konnte noch gar keine Rede sein, denn teilweise brachten die Tirolerinnen nicht einmal zwei Pässe nach einem Freistoß vor dem Tor zustande, ehe Altach schon wieder aufs Tor marschierte. Linda Natter nützte dies in der 54. Minute zum sechsten Altacher Treffer aus. In der halben Stunde bis zum Schluss wurde es dann ein Spiel mit etwas weniger Torchancen. Dies weil beide Teams zahlreiche Wechsel vorgenommen hatten und Altach die Angriffe auch nicht mehr mit derselben Konsequenz zu Ende spielte, wie noch zuvor. Doch sich plötzlich bietende Möglichkeiten wurden dennoch genutzt. Olsen nahm eine Viertelstunde vor Schluss einen langen Ball in den Strafraum gut an und netzte zum 7:0 ein. Bei diesem Stand blieb es dann bis zum Ende und der vor dem Spiel erwartete Pflichtsieg beim Tabellenschlusslicht wurde nach dem 9:0-Erfolg im Herbst auch dieses Mal souverän eingefahren. Florian Hepberger