VN-Spielernoten: Das haben die Austrianer falsch gemacht

Bei der Niederlage gegen den WAC erreichte kein Austrianer Normalform.
Es war ein Auftritt wie schon lange nicht mehr. Austria Lustenau hatte gegen den WAC defensive Probleme und kam in der Offensive kaum zu guten Möglichkeiten.
Der Torhüter

Domenik Schierl: An den Toren trifft den Kapitän keine Schuld. Er strahlte Ruhe aus, wenn er eingreifen musste. Doch der 28-Jährige erlebte einen frustrierenden Abend und kassierte erstmals seit dem Spiel in Salzburg wieder drei Gegentore. Note 3
Die Abwehr

Adriel: Der Derby-Torschütze durfte erneut starten, hatte zunächst auch alles im Griff. Später verfiel er in alte Muster und führte einige Zweikämpfe zu energisch. Nach der Umstellung wurde der Brasilianer ins Mittelfeld beordert, dort bekam er allerdings überhaupt keinen Zugriff auf die Partie und wurde ausgewechselt. Note 4

Jean Hugonet: Auch Hugonet ist fehlbar. Nach seinen starken Vorstellungen der vergangenen Wochen unterliefen dem Franzosen ungewohnte Fehler. Etwa als er in der 26. Minute die Kugel an Taferner vertändelte und sich bei Schierl bedanken durfte, dass es nicht im eigenen Kasten klingelte. Immerhin köpfte der 23-Jährige bei Standardsituationen viele Bälle aus der Gefahrenzone. Note 4

Darijo Grujcic: Defensiv gegen Malone einige Male überfordert, nach vorne fanden ie langen Bälle des Linksfuß keine Abnehmer. Note 4
Das Mittelfeld

Anderson: Der Brasilianer hatte vor allem zu Beginn einige gute Moment. Beim Treffer von Fridrikas war er gedankenschneller als die Verteidiger. Doch mit Fortdauer der Partie tauchte der 25-Jährige zunehmend ab, hatte defensiv Probleme gegen Matthäus Taferner. Note 3

Daniel Tiefenbach: Bildete zunächst die Doppelsechs mit Cem Türkmen und war dabei deutlich fahriger als in den vergangenen Spielen. Vom 23-Jährigen kamen keine Akzente nach vorne, nach hinten mehrfach nur zweiter Sieger. Note 4

Cem Türkmen: Der Deutsch-Türke bot eine weitgehend unauffällige Vorstellung, hatte aber wie seine Kollegen in der Zentrale in die Zweikämpfe zu kommen. Zur Pause fiel er eine Systemumstellung zum Opfer. Note 4

Hakim Guenouche: Die linke Seite der Austria war fast komplett abgemeldet, Guenouche wusste nicht, wen er alles verteidigen soll. Arbeitete viel, aber ohne Lohn. Note 4

Stefano Surdanovic: Die Nummer 70 ist der vielleicht wichtigste Spieler der Austria. Doch auch der 24-Jährige vermochte in der schwierigen Phase, als Wolfsberg Druck machte, eine Linie ins Austria-Spiel zu bringen. Note 3
Der Angriff

Nemanja Motika: Technisch ist der Serbe brillant. Das zeigte er auch beim Lustenauer 1:0, als er gleich vier Wolfsberger beschäftigte. Allerdings fehlte ihm anschließend die Durchschlagkraft, dem 20-Jährigen bekam allerdings auch keine Zuspiele. Note 4

Lukas Fridrikas: Torschütze zum 1:0, allerdings hatte der Angreifer Glück, dass sein Schuss noch abgefälscht wurde. Ansonsten war er zwar überall auf dem Platz zu finden, doch der 25-Jährige ließ den Raum im Sturmzentrum damit zu oft verwaist. Note 3
Einwechselspieler
Yadaly Diaby: Das war keine gute Vorstellung des Franzosen. Nach der Einwechslung sollte er Schwung bringen, was nicht der Fall war. Beim zweiten Treffer sah er schlecht aus, die Chance zum 2:2 verspielte er leichtfertig. Note 5
Fabian Gmeiner: Ein, zwei gute Flanken, dazu die letzte Möglichkeit der Partie. An Gmeiner lag es nicht, dass die Austria verlor. Note 3
Pius Grabher: Sehr unauffällig nach seiner Einwechslung, vermochte der Partie keinen Stempel aufzudrucken. Note 4
Matthias Maak: Zunächst wichtig als Leader und Antreiber, dann unglücklich beim dritten Gegentreffer. Dennoch sollte der Kapitän demnächst wieder ins Team zurückkehren. Note 4
Anthony Schmid: Zu kurz eingesetzt.