Austria Lustenau und Altach mit Bundesliga-Lizenz ohne Auflagen

Sport / 13.04.2023 • 15:08 Uhr
<p class="caption">Da können die Austria-Fans jubeln: Sportlich ist die Mannschaft erstklassig, auch hinsichtlich der Lizenz gab es nun grünes Licht. <span class="copyright">gepa</span></p>

Da können die Austria-Fans jubeln: Sportlich ist die Mannschaft erstklassig, auch hinsichtlich der Lizenz gab es nun grünes Licht. gepa

Ohne Auflagen die Lizenz zum Spielen. Beide Ländle-Klubs in der Fußball-Bundesliga haben die vom Senat 5 in erster Instanz vergebenen Lizenzen erhalten. Neben Austria Lustenau und Altach darf sich auch SW Bregenz über die 2.-Liga-Lizenz freuen. Für den FC Dornbirn gibt es die Lizenz unter der Auflage “aktualisierte zukunftsbezogene Finanzinformation”.

Schwarzach Nach dem Bundesliga-Aufstieg und der positiven sportlichen Entwicklung verbuchte die Lustenauer Austria nun auch einen Sieg am grünen Tisch. Seitens der Österreichischen Fußball-Bundesliga erhielt der Klub die Lizenz für die kommende Saison in erster Instanz – ohne Auflagen. Die Grünweißen planen bei Klassenerhalt für die nächste Saison mit einem Budget von fünf Millionen Euro.

Fussball

ADMIRAL Bundesliga

Lizenz erteilt: FC Red Bull Salzburg, SK Puntigamer Sturm Graz, RZ Pellets WAC, SK Rapid Wien, SK Austria Klagenfurt, WSG Tirol, LASK (Auflage: Aktualisierte zukunftsbezogene Finanzinformationen), CASHPOINT SCR Altach, SV Guntamatic Ried, TSV Egger Glas Hartberg, SC Austria Lustenau.

Lizenz verweigert: FK Austria Wien (finanziell)

ADMIRAL 2. Liga & Regionalliga

Lizenz erteilt: FC Blau Weiß Linz, FC Flyeralarm Admira, Grazer AK 1902, FAC Wien (Auflage: Aktualisierte zukunftsbezogene Finanzinformationen), SKN St. Pölten.

Zulassung erteilt: FC Liefering, SV Licht-Loidl Lafnitz, FC Mohren Dornbirn 1913 (Auflage: Aktualisierte zukunftsbezogene Finanzinformationen), KSV 1919, SKU Ertl Glas Amstetten, SK BMD Vorwärts Steyr, SV Horn, First Vienna FC 1894; DSV Leoben (Regionalliga Mitte), WSC HOGO Hertha Wels (Regionalliga Mitte), SW Bregenz (Regionalliga West)

Zulassung als Amateurteam eines BL-Klubs: Rapid Wien II, SK Sturm Graz II, LASK Amateure (Regionalliga Mitte)

Zulassung verweigert: FK Austria Wien (finanziell) & Young Violets Austria Wien, SV Stripfing/Weiden (Regionalliga Ost; aufgrund des Nichterfüllens von sportlichen und infrastrukturellen Kriterien)

 

Verfahrenseinleitung

FC BW Linz: Möglicherweise Verstoß gegen Lizenzbestimmung 4.4.1.4 (Transfererlösbeteiligung) und Fristverzug betr. Nicht-Vorlage von weiteren Unterlagen

„Wir hatten gute Gespräche mit den Betreibern des Tivoli und haben eine solide Basis gefunden. Dennoch arbeiten wir weiterhin an einer Vorarlberger Lösung.“

Bernd Bösch, Vorstandsvorsitzender der Austria über die Stadionthematik

Im Liga-Bescheid wird bestätigt, dass der Verein alle Kriterien und Auflagen für eine solide Vereinsführung erfüllt und somit auch in der Saison 2023/24 im Profifußball agieren darf. „Wir konnten in den letzten Wochen umfangreiche und durchwegs positive Unterlagen zusammenstellen und haben der Lizenzentscheidung dieses Jahr beruhigt entgegengeblickt“, erklärt Geschäftsführer Vincent Baur. Durch den Aufstieg in die Bundesliga und den Wintertransfer von Bryan Teixeira konnte auch im Bereich der Finanzen eine deutliche Verbesserung erreicht werden.

Nicht zuletzt der Verkauf von Bryan Teixeira brachte der Lustenauer Austria finanzielle Sicherheit. <span class="copyright">gepa</span>
Nicht zuletzt der Verkauf von Bryan Teixeira brachte der Lustenauer Austria finanzielle Sicherheit. gepa

Hinsichtlich der Stadionfrage wurde für die Lizenzunterlagen das Tivoli Stadion in Innsbruck angegeben. Das Stadion in der Tiroler Hauptstadt erfüllt alle nötigen Kriterien für die Lizenz und stellte die Vereinsverantwortlichen des SC Austria Lustenau vor keinerlei Probleme. „Wir hatten gute Gespräche mit den Betreibern des Tivoli und haben eine solide Basis gefunden. Dennoch arbeiten wir weiterhin an einer Vorarlberger Lösung“, führt Vorstandssprecher Bernd Bösch aus. „Die Austria war und wird hier weiterhin aktiv die Gespräche suchen. Es muss möglich sein, dass ein Vorarlberger Verein seine Heimspiele in Vorarlberg austrägt, auch wenn das eigene Stadion vorübergehend nicht zur Verfügung steht“, so Bösch abschließend.

SCR Altach weiterhin Musterschüler in der Bundesliga

Beim Ländle-Konkurrenten Cashpoint SCR Altach wurde in wirtschaftlicher Hinsicht einmal mehr die Voraussetzung für die insgesamt 13. Saison in der Fußball-Bundesliga geschaffen. Denn der Klub aus dem Rheindorf hat – wie in den vergangenen Jahren – den umfangreichen Kriterienkatalog erfüllt und die Bundesliga-Lizenz für die Saison 2023/24 in erster Instanz ohne Auflagen erhalten.

Wirtschaftlich ist der SCR Altach sehr gesund und weiter ein fester Bestandteil der Bundesliga. <span class="copyright">VN</span>
Wirtschaftlich ist der SCR Altach sehr gesund und weiter ein fester Bestandteil der Bundesliga. VN

Geschäftsführer Christoph Längle bedankt sich bei der Finanzabteilung rund um Finanzchef Christoph Begle, die in den vergangenen Wochen viel Zeit und Engagement in die gewissenhafte Erstellung der erforderlichen Unterlagen investiert hat.

Christoph Begle, Leiter Finanzen: „Wir freuen uns, dass wir die Lizenz für die kommende Saison 23/24 ohne Auflagen erhalten haben. Gerade in einer gesamtwirtschaftlich sehr herausfordernden Zeit ist dies keine Selbstverständlichkeit und ein Beleg für die seriöse Arbeit des SCR Altach über viele Jahre. Ich möchte mich ausdrücklich bei allen bedanken, die am Erstellen der sehr umfangreichen Lizenz-Unterlagen mitgewirkt haben. Mein Dank gilt im Speziellen auch all unseren Partnern, Sponsoren, Fans und Mitarbeitern.“

Weitere Termine Lizenzierungsverfahren

Protestfrist bis 21. April

Entscheidung Protestkomitee (2. Instanz) bis 27. April

Innerhalb von acht Tagen (nach Zustellung Protestkomitee-Bescheid) mögliche Einreichung der Klage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht

Entscheidung Ständiges Neutrales Schiedsgericht bzw. Meldung an UEFA bis 31. Mai

SW Bregenz ohne, FC Dornbirn mit Auflage

Als einer von drei Regionalligaklubs – neben Leoben und Hertha Wels – hat SW Bregenz die Lizenz für die 2. Liga erhalten. Die Bodenseestädter, die unter Trainer Andreas Heraf den sportlichen Aufstieg anstreben, haben alle Bedingungen erfüllt und können bei Erreichen des Ziels ohne Auflagen die kommende Saison in der zweithöchsten Liga bestreiten. Ein wenig anders sieht es bei Zweitligist FC Mohren Dornbirn aus. Die Messestädter, die erst am Dienstag dieser Woche mit Trainer Thomas Janeschitz verlängerten müssen eine aktualisierte zukunftsorientierte Finanzinformation vorlegen. Dies bedeutet, dass bis Herbst 2023 ein überarbeitetes Budget der Bundesliga vorgelegt werden muss.

Dornbirn-Präsident Hubert Domig weiß um die Probleme der Umstrukturierung. <span class="copyright">Hartinger</span>
Dornbirn-Präsident Hubert Domig weiß um die Probleme der Umstrukturierung. Hartinger

„Wir haben gewusst, dass der Umstieg auf reinen Profibetrieb eine immense Herausforderung für uns darstellt und dadurch die nächsten beiden Jahre entsprechend gut geplant werden müssen. Hinzu kamen die ungeplanten Teuerungen in allen Bereichen, wie Reise-, Hotel- und Energiekosten“, so Präsident Hubert Domig zur Auflage der Bundesliga. Die Vereinsverantwortlichen werden nun die geforderten Informationen aktualisieren und der Bundesliga zeitgerecht vorlegen. Es konnten bereits erste Optimierungen vorgenommen werden. Darüber hinaus wurden neue Einnahmequellen geschaffen, wie die neue LED-Videowall im Stadion oder das Heimspiel-Magazin. „Ich möchte abschließend betonen, dass der Klub allen seinen Forderungen fristgerecht nachkommt. Dank unserer langjährigen treuen Partner können wir den eingeschlagenen Weg als Ausbildungsverein für junge Spieler aus der Region fortsetzen“, so Domig abschließend.