Austria Lustenau unterliegt starken Grazern

Sport / 04.03.2023 • 18:59 Uhr
Sturms Tomi Horvat und Co. waren am Ende auch der verdiente Sieger.<span class="copyright">gepa</span>
Sturms Tomi Horvat und Co. waren am Ende auch der verdiente Sieger.gepa

Verdiente 0:2-Niederlage der Grün-Weißen gegen den Tabellenzweiten Sturm Graz.

Lustenau Nichts wurde es aus der großen Sensation und dem ersten Sieg überhauot gegen Sturm Graz. David Affengruber (52.) und Tomi Horvat (76.) schlugen in der zweiten Halbzeit zu und begruben so die letzten Chancen von der Austria, noch in die Top sechs zu rutschen. Weil Austria Wien in Ried mit 2:1 gewann.

“Es war eine verdiente Niederlage, die Qualität der Grazer ist einfach höher als unsere. Jetzt gilt es in den nächsten Wochen die Mannschaft zu finden, die für den Abstiegskampf gerüstet ist.”

Markus Mader, rainer Austria Lustenau

Auftritt mit Herz

Die Austria startete im Vergleich zum starken Auftritt in Linz mit zwei Veränderungen. Torben Rhein sowie Fabain Gmeiner kehrten in die Anfangself zurück, daraus resultierend rückte Stefano Surdanovic eine Reihe vor und stürmte als Frdirikas-Ersatz (gesperrt) neben Nemanja Motika. Beim Gegner fehlte hingegen eine ganz wichtige Personalie. Trainer Christian Ilzer war aufgrund einer Grippeerkrankung nicht mit ihm Ländle, ihn vertrat Co-Trainer Uwe Hölzl. Und Bryan Teixeira stand nicht wie erwartet in der Startelf der Grazer, die dennoch mit einem Topteam in Lustenau auflief. Was der Truppe von Markus Mader aber egal war. Von der ersten Minute an trat man mit viel Mut an und nahm sich das Motto “Ein Sieg muss her” zu Herzen.

Austrias Fabian Gmeiner liefert sich viele Duelle mit Sturms Alexander Prass. <span class="copyright">gepa</span>
Austrias Fabian Gmeiner liefert sich viele Duelle mit Sturms Alexander Prass. gepa
Nach einem Zweikampf musste Stefano Surdanovic eine Platzwunde nähen lassen. <span class="copyright">gepa</span>
Nach einem Zweikampf musste Stefano Surdanovic eine Platzwunde nähen lassen. gepa

Den Auftakt machte aber der Grazer Tomi Horvat (3.) mit einem Versuch aus der Distanz. Danach entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in dem die Lustenauer dem Favoriten aus Graz die Stirn boten. Und hätten durch Surdanovic (33.) beinahe die Führung erzielt. Sturms David Affengruber verschätze eine Hereingabe von Gmeiner, die Surdanovic nur um ein Haar verfehlte. Plötzlich waren die Gäste gewarnt und legten einen Gang zu. Vor allem über die linke Seite machte man nochmal richtig Druck und kam durch Emanuel Emegha zu zwei dicken Chancen. Doch der Holländer versemmelte zuerts nach Querpass von Alex Prass (39.), kurz vor Pausenpfiff (45+2.) schob er die Kugel alleine vor Austrias Goalie Domenik Schierl am Tor vorbei. Mit einem 0:0 ging es in die Kabinen.

Fussball, Admiral Bundesliga

20. Spieltag

Austria Lustenau – Sturm Graz 0:2 (0:0)

Lustenau, Reichshofstadion, 4337 Zuschauer, SR Jäger

Torfolge: 52. 0:1 Affengruber, 76. 0:2 Horvat,

Gelbe Karten: Guenouche (82. Foulspiel)

bzw. Schnegg (28./Foulspiel)

Austria Lustenau: Schierl; Anderson, Maak, Hugonet – Gmeiner (62. Adriel), Türkmen, Rhein (59. Sxchmid), Grabher, Guenouche – Surdanovic (77. Gedikli), Motika (59. Cheukoua)

Sturm Graz: Okonkwo; Gazibegovic, Affengruber, Wüthrich (71. Borkovic), Schnegg (83. Ljubic) – Hierländer (83. Dante), Prass, Gorentc-Stankovic, Horvat – Emegha (83. teixeira), Sarkaria (89. Grgic)

Turbulenter Auftakt in Durchgang zwei

Stefano Surdanovic, hier noch ohne Turban, war die treibende Kraft im Offensivspiel der Austria. <span class="copyright">gepa</span>
Stefano Surdanovic, hier noch ohne Turban, war die treibende Kraft im Offensivspiel der Austria. gepa

In Durchgang zwei machten die Grazer dann ernst. Zuerst klopfte Jan Gorenc-Stankovic per Weitschuss an ( 48.) und zwang Schierl zu einer Topparde, kurz darauf folgte auch das 0:1 (52.). Nach einer Ecke konnte man zuerst noch die Schüssen von Emegha und Wüthrich abwehren, doch beim Nachschuss von Affengruber war man machtlos. Plötzlich entwicelte sich ein Schlagabtausch. Zuerst versuchte es Anderson aus spitzen Winkel, Strums Goalie Arthur Okonkwo war aber zur stelle (54.). Eine Zeigerumdrehung später lief Sturms Stürmer Emegha alleine auf Schierl zu, schob die Kugel aber am Eck vorbei.

<span class="copyright">APA</span>
APA

Die Austria wollte in weiterer Folge,konnte aber nicht. Weil ihr die Waffen in der Offensive ganz fehlten. Surdanovic rieb sich zu sehr mit defensiven Aufgaben auf, fehlte daurch im Angriff. Zudem agierten die Gäste clever, ließen sich auf keien Mätzchen ein und warteten geduldig auf die Chance, die Partie auf Eis zu legen. Die dann auch kam. Nach einer Ecke für die Hausherren lief man in einen klassischen Konter, den Tomi Horvat (76.) zum 2:0 für Sturm abschloss.

Wieder VAR im Mittelpunkt

Die Austria Fans zeigten, was sie vom VAR halten.<span class="copyright">gepa</span>
Die Austria Fans zeigten, was sie vom VAR halten.gepa

Heiß wurde es nocheinmal aus Sicht der Hausherren. Und wieder war der VAR im Mittelpunkt. Nach einem Schuss von Türkmen (80.) war Sturms Gazibegovic im Strafraum mit der Hand am Ball. Doch auch Schiedsrichter Christopher Jägers Rücksprache mit dem VAR half nichts – der Strafstoß wurde nicht gegeben. Jägers Begründung: “In den Bildern war zu erkennen, dass der Ball zuerst den Bauch des Spielers berührte und dann erst leicht den Ellbogen.”
Bei zwei weiteren Treffern der Grazer durch Bryan Teixeira (90.) und erneut Horvat (90+5.) lag das Schiedsrichtergespann richtig und nahm die Tore zurück.

David Affengrubers Tor zum 1:0 war der Dosenöffner für die Grazer. <span class="copyright">apa</span>
David Affengrubers Tor zum 1:0 war der Dosenöffner für die Grazer. apa

Damit war die Messe gelesen und es bleibt bei der Horror-Bilanz gegen die Steirer. Auch im 18. Bewerbspiel gelang kein Sieg, der einzige Punkt gelang vor einer Ewigkeit – beim 1:1 am 26. Juli 1997. Ab Morgen beginnt dann der Abstiegskampf. “Jetzt haben wir drei Wochen Zeit genau die Mannschaft zu finden, die Abstiegskampf kann. Da braucht es Charakter und keine Namen”, erklärte Austrias Trainer nach der Niederlage, die für ihn, “völlig in Ordnung war, weil die Qualität ganz einfach größer ist als unsere” und nahm als Beispiel den ehemaligen Publikumsliebling Teixiera: “So ein Spieler sitzt bei Sturm 85 Minuten auf der Bank. Wir würden ihn wie ein Stück Brot brauchen.”