So will die Austria was aus Linz mitnehmen

Sport / 23.02.2023 • 18:30 Uhr
Auf Anderson ist Verlass: Egal ob als Außenverteidiger oder in der Dreierkette, der Brasilianer stellt immer seinen Mann. <span class="copyright">gepa</span>
Auf Anderson ist Verlass: Egal ob als Außenverteidiger oder in der Dreierkette, der Brasilianer stellt immer seinen Mann. gepa

Grün-Weiße agieren heute (20.30 Uhr) als Gast des LASK bei deren großer Stadioneröffnung.

Lustenau „In Linz beginnt‘s“: Der jahrelange Tourismusslogan der oberösterreichischen Hauptstadt, erfunden des Wiener Schauspielers und Kabarettist Helmut Qualtinger, passt wie die Faust aufs Aug für den Auftritt der Lustenauer morgen beim LASK. Denn mit dem Abendspiel (20.30 Uhr, live auf Sky Sport Austria) eröffnet die Elf von Cheftrainer Markus Mader als Gastmannschaft die neue Raiffeisen Arena auf dem Linzer Froschberg. 19.080 Plätze bietet das neue Schmuckkästchen der Stahlstadt, dementsprechend groß ist die Vorfreude im Lager der Grün-Weißen. „Das wird ein richtig cooles Erlebnis. Der Gedanke, so ein tolles Stadion mit eröffnen zu dürfen, ist richtig prickelnd. Dazu treffen wir ja mit dem LASK auf einen richtig attraktiven Gegner“, erklärte Mader im Vorfeld des 19. Spieltages der österreichischen Bundesliga.

“Das wird richtig cool. Neues Stadion, attraktiver Gegner – was willst du mehr.”

Markus Mader, Trainer Austria Lustenau
Markus Mader freut sich auf die Partie in Linz. <span class="copyright">gepa</span>
Markus Mader freut sich auf die Partie in Linz. gepa

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Kein Sightseeing

Dennoch: Ein netter, familiärer Ausflug in die Stahlstadt ist von Seiten des Cheftrainers nicht geplant. Man fahre nicht nach Linz ins neue Stadion, um Sightseeing zu betreiben. Vielmehr will man sich als zumindest ebenbürtiger Gegner präsentieren. Das Selbstvertrauen dafür hat man sich mit dem 1:0-Heimsieg über Austria Wien am Sonntag hart erarbeitet. Dazu hat der LASK in den letzten Partie noch nicht in der Form agiert, wie man es von ihnen gewohnt ist. „Das stimmt sicher, wobei man nicht vergessen darf, dass sie in den beiden Matches jeweils eine Halbzeit in Unterzahl agieren mussten“, so Mader, der die Linzer beim 1:0-Sieg in Altach beobachtete. Ob dennoch eine Überraschung bei der Stadioneröffnung der Raiffeisen Arena möglich ist, will man im Lager der Austria nicht ausschließen: „Wir wollen auf jeden Fall“, so der 54-jährige Bregenzer.

LASK eröffnet sein Schmuckkästchen

Der LASK zieht in sein neues Zuhause. Das Schmuckkästchen auf dem Linzer Froschberg bietet bei nationalen Spielen – an das Gründungsjahr des Klubs angelehnt – 19.080 Menschen Platz, international sind es 17.117. Bis zuletzt wurde geschraubt, gespachtelt und geputzt. Fertig wird bei der Eröffnung noch bei weitem nicht alles sein.

Für den ersten Spieltag sei man aber bereit, betonte LASK-Präsident Siegmund Gruber am Mittwoch bei einer Stadionführung für Journalisten. „Das war unser vordringlichstes Ziel.“ Der LASK ist im neuen Stadion erstmals der Herr im Haus. Selbst im Anfang 2021 abgerissenen Vorgängerstadion auf der Gugl war der Club nur „geduldeter Mieter“, wie es Gruber formulierte. „Jetzt sind wir derjenige, der entscheiden kann, wann aufgesperrt wird und wie der Rasen gemäht wird. Das ist Heimat, jetzt sind wir wirklich angekommen.“

85 Millionen Euro

Finanziert wird die Arena unter anderem über einen langfristigen Bankkredit, eine Förderung von bis zu 30 Mio. Euro vom Land Oberösterreich und ein Modell mit Privatinvestoren, das die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich abwickelt. Für das Stadion per se waren Gesamtkosten von 65 Mio. Euro budgetiert, inklusive noch nicht fertiggestellten Zusatzeinrichtungen wie Trainingsplatz, Büroräumlichkeiten oder Tagesrestaurant waren es laut Gruber 85 Millionen. Der LASK-Chef gab sich zuversichtlich, den Budgetrahmen weitgehend einhalten zu können. „Abgerechnet wird zum Schluss. Wir glauben aber, dass wir in einer guten Range liegen“, sagte Gruber. Als Folge von Corona- und Ukraine-Krise sowie der stark steigenden Energie- und Rohstoffpreise seien Firmen an den Bauherren herangetreten. „Das ist Teil der Verhandlungen. Ich bin guter Dinge, dass es im einstelligen Prozentbereich liegt“, sagte Gruber über mögliche Budgetüberschreitungen

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Ein Tornado zum Start

So oder so, die Mannschaft erwartet mit Sicherheit ein ereignisreiches Match, davon geht auch Mader aus: „Zwar ist die Mannschaft unter Coach Didi Kühbauer nicht mehr die große Pressing-Maschine wie in den vergangenen Jahren, aber bei den Umständen heute – Eröffnung der Arena bei Flutlicht und tausenden Zuschauern – erwarte ich in den ersten zwanzig Minuten einen Angriffs-Tornado. Da gilt es dagegenzuhalten“.

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Das Werkzeug dafür hat der Cheftrainer in Form seiner Abwehrreihe an der Hand. Denn die Defensive rund um Kapitän Matthias Maak hat von den letzten vier Halbzeiten im Frühjahr dreimal die Null halten können. Wobei es aufgrund der Sperre von Darijo Grujcic zu Umstellungen kommen muss. Anzunehmen, dass Anderson wieder in der Dreierkette zu finden sein wird, wobei auch der Brasilianer Adriel eine Variante wäre. Das zentrale Mittelfeld soll zudem vor der Abwehrreihe die Angriffe der Stahlstädter im Keim ersticken. Dabei gilt zu hoffen, dass sowohl Cem Türkmen, der gegen Austria Wien verletzungsbedingt ausgetauscht werde musste, als auch Torben Rhein, den die Adduktoren zwicken, voll einsatzbereit sind.

Auf Stefano Surdanovic ruhen auch in seiner Heimat Oberösterreich wieder die offensiven Hoffnungen vn Austria Lustenau. <span class="copyright">gepa</span>
Auf Stefano Surdanovic ruhen auch in seiner Heimat Oberösterreich wieder die offensiven Hoffnungen vn Austria Lustenau. gepa

Als Team in die Offensive

Alleine die Defensivabteilung wird es nicht richten können, um mit Punkten ins Ländle heimzukehren. Es bedarf dazu auch das Spiel nach vorne, das gegen Austria Wien, trotz 1:0-Sieges, zu kurz gekommen ist. Da ruhen die Hoffnungen, wie zuletzt auch, auf Stefano Surdanovic und Lukas Fridrikas. „Um die Jungs an vorderster Front unterstützen zu können, müssen wir als ganzes Team aufschließen. So wollen wir unsere Abwehr entlasten und selbst für Nadelstiche im Angriff sorgen“, erklärt Mader den Plan für eine etwaige Überraschung. Die für noch mehr Spannung im Kampf um Platz sechs sorgen würde. In Linz könnt‘s beginnen.

Fussball, Admiral Bundesliga

19. Spieltag

LASK Linz – Austria Lustenau Freitag

Linz, Raiffeisen Arena, 20.30 Uhr, SR Lechner (W)SKY SPORT AUSTRIA (live)