Viel Arbeit umsonst

Austria Lustenau unterliegt RB Salzburg nach beherztem Defensivauftritt mit 0:4.
Salzburg Außer Spesen nichts gewesen. Getreu diesem Motto könnte man die Auswärtsreise der Lustenauer Austria zum Serienmeister RB Salzburg beschreiben. Der Re-Start in die Bundesliga ging mit 0:4 in die Hose. Dennoch kann sich die Mannschaft rund um Matthias Maak in den ersten 45 Minuten gar nichts vorwerfen. Da ging der Plan von Cheftrainer Markus Mader, der sein Team in einem defensiven 3-5-2-System starten ließ, voll auf. Weil man durch leidenschaftliche Laufarbeit und cleveres Verschieben in der Defensive den Bullen-Express zum Stottern brachte, der amtierende Meister kaum zu Großchancen kam.
Individuelle Fehler
Doch so gut der Auftritt in der ersten Hälfte war, so schrecklich verliefen die ersten Minuten des zweiten Durchganges für die Grün-Weißen. Zwei individuelle Fehler innerhalb von vier Minuten entschieden die Partie für die Mozartstädter. Zuerst verschlief Hakim Guenouche das Einlaufen von Maurits Kjaergaard in den Strafraum, der dann Fernando bediente (0:1/48.). Dann ließ man sich, wie es Coach Mader nach dem Match beschrieb, „wie eine Schülermannschaft im fremden Stadion auskontern“. Nach Abspielfehler von Guenouche reichte ein Pass auf Fernando (52.), der die Partie auf Eis legte. In Folge konnte man der Austria, bei der Neuzugang Emrehan Gedikli (19) bei seinem ob des Gegners schweren Bundesligadebüt sowie Cem Türkmen (20) beim Einlaufen die türkische Flagge am Rücken trug, bezüglich Einstellung nicht viel vorwerfen. Die Tore zum 0:3 und 0:4 erfolgten aus der drückenden Überlegenheit der Gastgeber.
Offensive?
Welche Erkenntnisse man nun aus dem ersten Match des Jahres gewinnen konnte, wird sich spätestens beim Heimspiel am Sonntag gegen Austria Wien zeigen. Denn so beherzt man auch defensiv auftrat, offensiv war die Austria überhaupt nicht vorhanden, kam erst in der 90. Minute durch Stefano Surdanovic zum einzigen Torschuss.
„Meine große Erkenntnis ist, dass es unabdingbar ist, sich endlich von diesen schweren individuellen Fehlern zu befreien. Denn so macht man sich eine wirklich gute erste Halbzeit zunichte,“ fand Coach Mader gleich einen Lösungsansatz.
„Schade, dass wir uns durch individuelle Fehler die gute erste Halbzeit zerstörten.“


Die Zahlen zum Spiel
FC RB Salzburg Austria Lustenau
21 Schüsse gesamt 4
9 Schüsse auf das Tor 1
61,5 % Ballbesitz 38,5 %
9 Eckbälle 1
29 Flanken 7
54,2 % Zweikampfquote 45,8 %
5 Abseits 0
82,7 % Passquote 70,8 %
13 Fouls 13