Beherzter Auftritt bringt keinen Punkt

Sport / 11.02.2023 • 19:03 Uhr
Fernando leitet mit diesem Schuss die Niederlage von Austria Lustenau bei RB Salzburg ein. <span class="copyright">gepa</span>
Fernando leitet mit diesem Schuss die Niederlage von Austria Lustenau bei RB Salzburg ein. gepa

Austria Lustenau verliert nach ansprechender defensiver Leistung bei RB Salzburg doch noch mit 0:4

Salzburg Am Ende hingen die Trauben dann doch zu hoch für die Lustenauer Austria bei RB Salzburg. Zwar zeigte die Elf von Cheftrainer Markus Mader vor allem in der ersten Halbzeit einen vor allem in der Defensive beherzten Auftritt, doch die 0:4-Niederlage konnte nicht abgewendet werden. Auch weil der Serienmeister nach der Pause extrem effizient auftrat und die Austria mit zwei frühen Toren durch Fernando (48./52.) auf die Verliererstraße brachte.

“Wenn man solche Fehler, wie wir gemacht haben bei den zwei ersten Gegentoren, wird es schwierig etwas mitzunehmen. Schade, weil die erste Halbzeit wirklich in Ordnung war.”

Markus Mader, Trainer Austria Lustenau
Austrias Cheftrainer Markus Mader sah zwar eine defensiv kämpfende Mannschaft, doch die Niederlage stand in Halbzeit zwei nie zur Debatte. <span class="copyright">gepa</span>
Austrias Cheftrainer Markus Mader sah zwar eine defensiv kämpfende Mannschaft, doch die Niederlage stand in Halbzeit zwei nie zur Debatte. gepa

Hinten hui, vor pfui

Austrias Cheftrainer Markus Mader schickte zum Ligaauftakt mit Emrehan Gedikli im Angriff einen von zwei Neuzugängen von Start weg aufs Feld, Nemanja Motika nahm vorerst auf der Bank Platz. Dazu ersetzte Cem Türkmen den gesperrten Pius Grabher im zentralen Mittelfeld. Das alles im 3-5-2-System, welches vor allem in der ersten Halbzeit seine Wirkung nicht verfehlte. Denn rund um Austrias Zentrumspieler Stefano Surdanovic agierte die Elf so wie es der Cheftrainer vor Spielbeginn einforderte: “Wir brauchen viel Leidenschaft, Laufbereitschaft und vor allem taktische Disziplin.”

“Austria Lustenau hat es erste Halbzeit richtig gut gemacht. Wir wussten, dass wir in der zweiten Halbzeit eine Schippe drauflegen mussten”

Nicolas Seiwald, Kapitän RB Salzburg

Mit diesen Tugenden schaffte es die Austria, den Bullen-Express zum Stottern zu bringen. Die Hausherren, die unbedingt die Scharte des Aus im ÖFB-Cup auswetzen wollten, waren zwar klar spielbestimmend, doch zu hochkarätigen Torchancen ließen die Austrianer sie nicht kommen. Fernando (20.) verfehlte nach Flanke von Andreas Ulmer weit und ein Kopfball von Lucas Gournath (25.) ging doch knapp über das Gehäuse von Austria-Keeper Domenik Schierl. Die wohl größte Chance des Serienmeisters hatte Noah Okafor, der im Duell im Strafraum Anderson vernaschte, doch sein Schuss ging nur ins Außennetz (37.). Somit ging es nach 45 Minuten, in denen die Austria offensiv so gut wie nicht stattfand, torlos in die Kabinen.

Stefano Surdanovic lieferte im zentralen Mittelfeld defensiv eine gute Leistung.<span class="copyright">gepa</span> Aber für die Offensive fehlte auch im die Möglichkeiten.
Stefano Surdanovic lieferte im zentralen Mittelfeld defensiv eine gute Leistung.gepa Aber für die Offensive fehlte auch im die Möglichkeiten.

Blitzstart der Bullen

Kurz nach Wiederbeginn näherte sich die Austria in Form eines Weitschussversuch von Surdanovic (47.) erstmals dem salzburger Tor an. Doch die besser Variante hatten die Hausherren nur wenige Sekunden später parat. Hakim Guenouche lässt Maurits Kjaergaard im Strafraum laufen, dessen Flanke findet Fernando (48.), der Schierl aus kurzer Distanz keine Chance lässt. Klar der Dosenöffner für RB Salzburg. Denn keine drei Minuten später schlug es zum zweiten Mal ein. Und erneut war es Fernando der bei seinem Bundesligacomeback einen Konter im eigenen Stadion eiskalt zu Ende spielte und zum 2:0 (52.) brachte. Damit war der Vorarlberger Käse gegessen. Den Deckel endgültig auf die Partie setzte dann Nicolas Seiwald (76.) mit seinem Premierentreffer in der Bundesliga, der aus der Distanz unter Mithilfe von Matthias Maak zum 3:0 einnetzte. Der absolute Schlußpunkt kam dann noch von Nicolas Capaldo (90+1.) der den verdienten 4:0-Endstand herstellte. Ergebniskosmetik vergab Surdanovic dann noch kurz vor Schlusspfiff, doch sein Versuch landete in RB-Goalie Philipp Köhn (90+2)

“Das 0:2 nach dem Konter war mit Sicherheit der Genickbruch. Aber wir wissen schon wo wir herkommen und gegen wen wir gespielt haben”

Matthias Maak, Kapitän Austria Lustenau
Zeitweise schaltete sich Salzburgs Abwehrspieler Oumar Solet ins Offensivspiel ein, war aber bei Austria-Kapitän Matthias Maak gut aufgehoben. <span class="copyright">gepa</span>
Zeitweise schaltete sich Salzburgs Abwehrspieler Oumar Solet ins Offensivspiel ein, war aber bei Austria-Kapitän Matthias Maak gut aufgehoben. gepa
Hakim Guenouche erwischte keine guten Tag in Salzburg. <span class="copyright">gepa</span>
Hakim Guenouche erwischte keine guten Tag in Salzburg. gepa

Bundesligadebüt

Daniel Tiefenbach durfte erstmals nach seiner langen Verletzungspause Bundesligaluft.<span class="copyright">apa</span>
Daniel Tiefenbach durfte erstmals nach seiner langen Verletzungspause Bundesligaluft.apa
Nemanja Motika (Mitte) feierte sein Budnesligadebüt. <span class="copyright">gepa</span>
Nemanja Motika (Mitte) feierte sein Budnesligadebüt. gepa

Einzig erfreuliches an dem Abend in der RB-Arena für die Grün-Weißen war am Ende das Comeback von Daniel Tiefenbach, der in der 64. Minute eingewechselt wurde. Der Mittelfeldspieler kam nach seiner langen Verletzungspause gleichzeitig wie Neuzugang Nemanja Motika zu seinem Bundesligadebüt. Abschließend bleibt der Austria wohl nur der Blick auf die positive Einstellung im Defensivverhalten übrig. Die vielen mitgereisten Fans honorierten diese dann beim Abgang mit Applaus und Aufmunterung von den Rängen.

Eine kleine aber dafür umso laustärkere Abordnung aus Lustenau war in der RB-Arena vor Ort. <span class="copyright">mkr</span>
Eine kleine aber dafür umso laustärkere Abordnung aus Lustenau war in der RB-Arena vor Ort. mkr

Fussball, Admiral Bundesliga

17. Runde

RB Salzburg – Austria Lustenau 4:0 (0:0)

Salzburg, RB-Arena, 7507 Zuschauer, SR Hameter

Torfolge: 48. 1:0 Fernando, 52. 2:0 Fernando, 76. 3:0 Seiwald, 90+1. 4:0 Capaldo

Gelbe Karten: Okafor (12.), Gournath (13.), Kjaergaard (34./alle Foul) bzw. Fridrikas (1.), Türkmen (45./alle Foul)

RB Salzburg: Köhn – Dedic, Solet, Pavlovic, Ulmer – Seiwald (82. van der Brempt), Kjaergaard, Sucic (73. Gloukh), Gourna-Douath (63. Capaldo) – Okafor (73. Koita), Fernando (63. Adamu)

Austria Lustenau: Schierl – Hugonet, Maak, Anderson – Koudossou (75. Grujcic), Türkmen (64. Tiefenbach), Surdanovic, Rhein, Guenouche (75. Berger) – Fridrikas (64. Diaby), Gedikli (57. Motika)