Deshalb startet der Olympiasieger mit Lampenfieber in neue Saison

Sport / 01.12.2022 • 14:00 Uhr
Alessandro Hämmerle fiebert dem Start der Saison in Frankreich entgegen.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Alessandro Hämmerle fiebert dem Start der Saison in Frankreich entgegen.gepa

Alessandro Hämmerle führt ÖSV-Team bei SBX-Weltcup-Start in Frankreich an.

Gaschurn Mit fünfwöchiger Verspätung starten die Snowboardcrosser an diesem Wochenende in Les Deux Alpes (FRA) in die Weltcup-Saison 2022/23. Ursprünglich war das Gletscherrennen auf über 3000 Meter Seehöhe im Départment Isère Ende Oktober angesetzt gewesen. Die zu diesem Zeitpunkt unzureichende Schneeauflage erzwang jedoch eine Verschiebung auf Anfang Dezember.      

„Vor dem ersten Rennen ist jeder etwas nervös. Man weiß nicht genau, wo man steht.“

Alessandro Hämmerle, Olympiasieger

Das achtköpfige ÖSV-Herrenteam wird in Frankreich von Olympiasieger Alessandro Hämmerle angeführt. Bei den Damen ist keine Österreicherin am Start, da Pia Zerkhold nach ihrem Anfang November erlittenen Bänderriss im rechten Sprunggelenk noch nicht rennfit ist.

Der Gaschurner macht keinen Hehl daraus, dass er mit einer gewissen Anspannung in den Weltcup-Auftakt geht: „Vor dem ersten Rennen ist jeder etwas nervös. Man weiß nicht genau, wo man steht. Es gibt viele offene Fragen: Wie ist man vorbereitet? Wie läuft das neue Material? Darauf bekommt man erst an diesem Wochenende eine Antwort“, erklärt Hämmerle, der in den vergangenen Saisonen die Konstanz in Person im Weltcup gewesen ist.     

Will auch in der neuen Saison wieder große Sprünge wagen: Alessandro Hämmerle.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Will auch in der neuen Saison wieder große Sprünge wagen: Alessandro Hämmerle.gepa

Start bei null

Seit der Saison 2015/16 landete der Vorarlberger in der Gesamtwertung siebenmal in Folge in den Top 3 und holte sich dabei dreimal die SBX-Kristallkugel. Doch dieser Statistik misst Hämmerle keine allzu große Bedeutung bei: „Es geht jetzt alles wieder bei null los. Um am Ende unter den Top 3 im Weltcup zu sein, musst du immer performen. Daher ist der volle Fokus auf das erste Rennen gerichtet, um gleich gut punkten zu können“, betont Hämmerle. Dass mit Les Deux Alpes gleich beim Auftakt eine neue Strecke auf die Snowboardcrosser wartet, kommt dem 29-Jährigen entgegen: „Ich fahre sehr gerne auf neuen Kursen. Ich benötige nicht viele Trainingsläufe, um schnell in den Rennmodus umzuschalten. Das könnte ein kleiner Vorteil für mich sein.“             

Lüftner als Polizist

Julian Lüftner hat nach seinem vierten Platz bei den Olympischen Spielen in Peking (CHN) versucht, ein wenig Abstand vom Snowboarden zu bekommen. „Nach Olympia war die Luft bei mir etwas draußen, da ist im Frühjahr die Polizeiausbildung als Ablenkung gerade recht gekommen. Mit dem Beginn der Vorbereitung war auch die Motivation wieder da. Ich habe im Herbst sehr intensiv an meiner Fahrtechnik gearbeitet und gut umgesetzt, was ich mir dabei vorgenommen habe“, erläutert der Wahl-Vorarlberger Lüftner.