Ein Stadion mit gültigem Baubescheid

In Vorarlberg LIVE hatte Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer etwas zu verkünden.
Lustenau “Es hat mich eigentlich das Ergebnis des ersten Wahlgangs überrascht”, erklärt Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer (VP) in Vorarlberg LIVE zum Verlust des Bürgermeistersitzes im nahen Höchst für seine Partei. Da habe sich bereits gezeigt, in welche Richtung es gehen werde.
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Doch auch Lustenau selbst hat langwierige Herausforderungen zu überwinden. Seit Jahren ist das Reichshofstadion baulich und baurechtlich im Argen. “Wir wissen seit Kurzem, ganz frisch, das der Baubescheid in Rechtskraft ist”, hat Fischer gute Nachrichten für Fans der Austria Lustenau. Nun beginnen die Herausforderungen aufgrund der Finanzierung und dem Bau auf dem bestehenden Stadion. Baubeginn ist weiterhin für 2023 zu erwarten.
Stichwort S18: Die “möglichst rasche Entlastung” Lustenaus höre die Bevölkerung nun bereits seit Jahrzehnten, weiß auch Fischer. Hinzu komme, dass die Rheinbrücke zwischen Au und Lustenau ein Sanierungsfall “höchsten Grades” ist. Da aber rund um die S18 noch so viel in Schwebe ist, hat Fischer Bedenken, dass am Schluss nur die Brücke saniert wird und gar keine Verbesserung für Lustenau im Raum steht. Eine solche Zementierung des Status Quo wäre jedoch untragbar für ihn und Lustenau. “Für uns ist ganz wichtig, dass von Bundesseite Klarheit kommt”, betont Fischer, mit Blick auf Alternativen und ob diese auch für die Schweiz realisierbar sind.

Eine Illustration des Kulturzentrums mit dem Turm vor gut einem Jahr. Dieser wurde zwischenzeitlich in seiner Höhe reduziert. ILLUSTRATION ATIB LUSTENAU
Auch das islamische Kulturzentrum beschäftigt Lustenau, was absehbar war nach der Debatte in Bludenz zum dortigen Kulturzentrum vor wenigen Jahren. “Ich denke, wir sind in Lustenau insgesamt politisch gut damit umgegangen”, schätzt Fischer, trotz aller Polarisierung. Man sei nicht unkritisch, aber auf Augenhöhe gewesen. Vergessen werde oft, dass die Moschee in den Räumen der alten Gardinenfabrik 2005 noch unter einem FPÖ-Bürgermeister bewilligt wurde.
Durch den Neubau wird diese nun sichtbarer, man nehme die Bedenken der Anrainer ebenfalls ernst. Daher habe man klare Regeln definiert und vertraglich festgehalten, um auf diese zu reagieren. “Wir reden aber von keiner 7-Tage-Woche, sondern vom Freitag.” Die Pläne sind nach dem Friedhof und Bludenz erst der dritte Neubau der Glaubensgemeinde. Die große Herausforderung für Verein und Gesellschaft werde es sein, wie das Gebäude belebt wird und wie offen dieser Austausch sein wird.