Deshalb steht Altachs Sportdirektor ante portas

Noch wird seitens des Klubs das Ende der Suche nach einem Nachfolger von Werner Grabherr nicht bestätigt.
Altach Mit dem Heimspiel gegen RB Salzburg war die Amtszeit von Werner Grabherr nach 435 Tagen offiziell zu Ende gegangen. Kein abrupter Abschied, hatte er doch an seinem 37. Geburtstag (8. September) seine Entscheidung klubintern kundgetan, den Vertrag über die Saison hinaus nicht mehr zu verlängern.
Mehr noch, er kündigte an, seinen Stuhl vorzeitig zu räumen, um so einem Nachfolger mehr Zeit zu geben, die Mannschaft neu zu formen. Somit läuft die Suche nunmehr schon über einen Monat und viele warten auf das Ergebnis der Suche. Zuletzt hatte SCRA-Geschäftsführer Christoph Längle noch davon gesprochen, die Kandidatenliste auf ein Trio beschränkt zu haben. Auf Vorstandsebene sollten dann Gespräche mit den Anwärtern letzte Klarheit verschaffen.

„Wir haben ganz bewusst zu all den Namen keine Stellungnahme abgegeben.“
Christoph Längle zu den vielen Spekulationen
Viele Namen kursieren
Zu Namen, die im Umfeld kursierten schwieg der 52-Jährige konsequent. Im Gespräch mit den VN brach er nun sein Schweigen. „Wir haben zu Namen bewusst keine Stellungnahme abgegeben. Wir wollten uns Zeit geben. Zudem gab es immer wieder verschiedene Gründe, warum es nicht zu näheren Gesprächen kam.“ Dass vor allem auf dem österreichischen Markt gesucht wurde, bejahte er nunmehr ebenso, wie die Nachfrage nach Günther Kreissl. „Ja, wir haben uns mit dem Namen befasst. Wir haben auch ein sehr gutes Gespräch geführt. Er steht jedoch einem festen Beschäftigungsverhältnis (Anm. d. Red.: Koordinator im ÖFB-Torwartbereich), zudem ist sein familiärer Lebensmittelpunkt in Baden bei Wien.“

Neben dem Namen des 47-jährigen Wieners tauchten zuletzt auch immer wieder jene von Konstantin „Tino“ Wawra (43/Sportdirektor FC BW Linz) sowie Hannes Aigner (41/Altach-Legende und nunmehr als Berater bei der Alliance Sportsmanagement AG tätig) auf.

Selbst der Name des ehemaligen Altacher Sportchefs Walter Hörmann (61/Sportdirektor beim Steirischen Fußballverband) war zu hören. Interessante Persönlichkeiten, wie Längle meint, ohne näher auf die einzelnen Personen eingehen zu wollen. „In vielen Gesprächen hat es sich gezeigt, dass Altach für viele eine attraktive Fußballadresse ist. Doch oftmals ließen sich Berufs- und Lebensplanungen nicht miteinander vereinbaren.“

Zeitnah
Nunmehr deutet sich laut Längle ein Ende der Suche, in der auch Cheftrainer Miroslav Klose mit eingebunden war, ab. Zumal man ja Seitens des Cashpoint SCR Altach die Tätigkeit nicht mehr nur auf einer Schulter verteilt sehen möchte. Von einer „Doppelspitze“ ist deshalb die Rede, von Teamarbeit, deren Grundlage die Altach-DNA sein soll. Zudem „Schon bald“, lautet deshalb seine Antwort bei nochmaliger Nachfrage hinsichtlich einer Bekanntgabe.
Zeit ist Geld, weshalb in Altach in der Causa Sportdirektor wohl mit einer zeitnahen Entscheidung zu rechnen ist. Zumal man auch vermehrt das Augenmerk auf heimische Talente richten möchte, wie Längle eines der großen Ziele formulierte. Letztendlich wolle, so der seit mehr als 20 Jahren für den Klub arbeitende Geschäftsführer (Anm. d. Red: in dieser Funktion seit 2008) man eines erreichen: „Wieder erfolgreichen Fußball in Altach zu spielen.“