Altachs Frauen jagen den Rekord

Bei Kleinmünchen soll es den fünften Sieg in Folge geben. Leistungen werden beim ÖFB honoriert.
Altach Der heimische Frauen-Bundesligist, die SPG SCR Altach/FFC Vorderland gastiert am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr) zum Abschluss der sechsten Runde beim Aufsteiger, der SPG Union Kleinmünchen/FC Blau-Weiß Linz. Dabei streben die Spielerinnen um Trainer Bernhard Summer den fünften Sieg in dieser Saison an. Damit liegen die Vorarlbergerinnen aktuell auf dem dritten Rang in der Frauen Bundesliga.


„Wir sind extrem motiviert, möglicherweise bereits an diesem Wochenende auf den zweiten Platz vorzurücken“, sagt Stürmerin Eileen Campbell, die sich diese Woche von einer Coronainfektion erholt hat, für das Wochenende aber wieder fit sein sollte. „Diesen Blick auf die Tabelle haben wir uns selbst erarbeitet. Das ist aber nur dank der Unterstützung im Verein möglich und wir wollen da auch was zurückgeben“, so die 22-Jährige. Allerdings denkt sie, trotz des klaren 5:0-Siegs im Frühjahr im Rahmen des Cups nicht, dass das erste Aufeinandertreffen in der Bundesliga ein Selbstläufer werden wird. „Wir wollen unserer Favoritenrolle natürlich gerecht werden und haben dafür in den vergangenen Wochen auch gut trainiert. Allerdings gehe ich nicht von einem einfachen Spiel werden.“
Aus ihrer Sicht liegt die Stärke beim heimischen Bundesligisten, dass „wir individuell sehr gute und erfahrene Spielerinnen im Team haben und mit einer extremen Geschwindigkeit über die Flügel nach vorne kommen. Da ergänzen wir uns sehr gut und das sieht man auch an den Ergebnissen.“


Anna Bereuter. VN-Hepberger

Und für die Oberländerinnen geht es morgen Sonntag auch darum, einen neuen Rekord einzufahren. Denn noch nie gab es für die Spielgemeinschaft vier Siege in der Bundesliga in Folge. „Wir haben schon im Frühjahr starke Leistungen gezeigt und es liegt natürlich auch in unserem Interesse, so viele Punkte wie möglich einzufahren“, so die Angreiferin, die nach fünf Ligaspielen bereits bei ebenso vielen Toren steht. Diese Torgefährlichkeit ging auch an der Teamchefin des Frauen-Nationalteams nicht vorbei, die Campbell im letzten Zusammenzug auf Abruf nominiert hatte. „Es ist schön zu sehen, dass die Leistungen wahrgenommen werden und klar wäre es schön, einmal im Trikot des Nationalteams auflaufen zu dürfen.“ Neben Campbell waren mit Anna Bereuter, Sabrina Horvat und Linda Natter auch drei weitere Spielerinnen der heimischen Spielgemeinschaft auf Abruf nominiert, was den Weg in Altach bestätigt. Doch der Fokus gilt jetzt erst einmal dem morgigen Spiel in der oberösterreichischen Landeshauptstadt, für das sich auch Anna Bereuter und Michaela Walter wieder fit gemeldet haben, dafür steht hinter dem Einsatz von Charlotte Voll und Jasmine Kirchmann, die unter der Woche krank waren, noch ein Fragezeichen. HFL
