Deshalb bringt die Rückrunde mehr Leichtigkeit

Sport / 15.10.2022 • 18:00 Uhr
Zusammen sind wir stark: Altach will zur Leichtigkeit finden. <span class="copyright">gepa</span>
Zusammen sind wir stark: Altach will zur Leichtigkeit finden. gepa

Vor dem sonntägigen Heimspiel gegen Hartberg (14.30 Uhr) kristallisiert sich in Altach immer mehr eine Achse heraus.

Altach Es war einmal . . . Am Sonntag (14.30 Uhr) sind 85 Tage seit dem ersten Aufeinandertreffen des Cashpoint SCR Altach und der TSV Hartberg verstrichen. 85 Tage, in denen sich bei beiden Mannschaften Wesentliches verändert hat. 85 Tage seit dem Ligadebüt von Miroslav Klose, dem Cheftrainer der Rheindörfler. „Natürlich“, so sagt der 44-Jährige, „ist es ein Vorteil, gegen jedes Team schon einmal gespielt zu haben. Doch Hartberg ist nicht mehr das Hartberg von damals. Das System wurde umgestellt, auch die Philosophie mit und gegen den Ball ist eine andere.“ Was Klose jedoch nicht explizit anspricht, ist die ebenfalls sichtbare Veränderung seiner Mannschaft. Einem guten Start in die Saison folgte der Absturz, erst in ergebnistechnischer und dann in spielerischer Hinsicht. Mit Beginn der Rückrunde ist Altach jedoch zurück. Auf dem Feld hat sich eine Achse herauskristallisiert und die von Klose mit großem Einfühlungsvermögen vorangetriebene Entwicklung der Mannschaft greift immer besser. Das sorgt nicht nur für mehr Zufriedenheit, auch das Selbstbewusstsein ist im Steigen begriffen. Für Klose fehlt es jetzt noch ein Stück weit Leichtigkeit. „Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass sich Fußballer etwas zutrauen.“ Daran, so der Coach weiter, arbeite man intensiv. Phasenweise war es schon zu sehen, wie zuletzt auch gegen Salzburg. Die Zuschauer jedenfalls haben die Verbesserungen im Spiel ohne Ball, im Nachrücken und in der Kompaktheit honoriert. So war die gute Stimmung im Stadion auch mannschaftsintern ein Thema. „Uns ist bewusst, dass wir liefern müssen“, bringt es Klose auf den Punkt: „Nichts anderes will die Mannschaft, Punkt, aus.“

„Wenn du so lange verletzt bist, wird der Blickwinkel ein anderer, auch der Kopf wird freier.“

Johannes Tartarotti, Spieler Cashpoint SCR Altach

Der Mann mit dem besonderen Fuß

Einer, der diese positive Entwicklung im Team auch nach Außen sehr gut verkörpert ist Johannes Tartarotti. Nach überstandener Verletzung und einmonatiger Pause wirkt der 23-Jährige stabiler denn je – und reifer, trotz seines noch jugendlichen Alters. Dabei ist es schon seine fünfte Saison beim SCR Altach, feierte er doch ausgerechnet unter dem Chefcoach des sonntägigen Gegners, Klaus Schmidt (54), im April 2018 sein Bundesligadebüt. Inzwischen hält der Bezauer bei 67 Ligaspielen und ist natürlich heiß auf einen Stammplatz. „Ich denke, dass will jeder Fußballer“, macht er sich nicht allzu viele Gedanken. Er will lieber Taten sprechen lassen, wie zuletzt beim Sieg in Ried. „Wenn wir die Leistung und die Energie aus dem Salzburgspiel auf den Platz bringen, haben wir gegen Hartberg gute Möglichkeiten“, ist Tartarotti überzeugt. Von seinem Coach jedenfalls gibt es Lob für seine Facette, ein „Mann für das Überraschende“ zu sein. Sein Tipp an den Spieler: „Noch mehr den Tiefgang ohne Ball suchen“.