Deshalb kann das Projekt Reichshofstadion endlich realisiert werden

Sport / 30.09.2022 • 19:30 Uhr
Deshalb kann das Projekt Reichshofstadion endlich realisiert werden
VN/Steurer

Gemeinde Lustenau hat das Haus jener Anrainerin, die den Stadionbau beeinspruchte, erworben.

Lustenau Nun sollte dem Um- und Neubau des Reichshofstadions nichts mehr im Wege stehen. In einer nicht öffentlichen Sitzung beschloss die Lustenauer Gemeindevertretung mit großer Mehrheit den Kauf eines 1087 Quadratmeter großen Grundstücks mit zwei Wohnhäusern zum Preis von 1,990 Millionen Euro. Es handelt sich dabei um die Liegenschaft jener Anrainer vis-à-vis der Sportanlage, die den Baubescheid erster Instanz beeinsprucht hatten.

Noch keine Rechtskraft

„Es ist dies der endgültige Durchbruch zur Umsetzung des Projekts“, freut sich Bürgermeister Kurt Fischer (59, ÖVP), auch im Wissen darüber, dass noch zwei kleinere Beschwerden zu bearbeiten sind. „Aber die sollten nun wirklich kein Problem sein, wie uns von rechtlicher Seite versichert wurde“, will Fischer ergänzt haben. Die Beschwerden sollen angeblich keine Nachbarschaftsrechte tangieren.

Den Baubescheid erster Instanz hatte die Gemeinde schon vor einigen Monaten erteilt. Dass dieser in Rechtskraft überging, verhinderte die Anrainerin, die mit der Austria viele Jahre im Clinch lag. „Aber wir haben diese Angelegenheit jetzt gütlich beigelegt, und sind sehr froh, dass wir mit der Entwicklung des Stadionprojekts nun fortfahren können“, zeigt sich auch Austria-Vorstandssprecher Bernd Bösch erleichtert.

Baustart November 2023?

Für die Bundesligalizenz hatte die Liga von der Austria unter anderem einen Baubescheid in erster Instanz verlangt. Dieser wurde vom Bürgermeister erteilt, die Einsprüche folgten. Rechtsanwalt Karl Schelling fand lobende Worte für alle Beteiligten bei der nun erzielten Einigung. „Sowohl die Liegenschaftsbesitzerin als auch Gemeinde und der Verein haben sich bewegt.“ In einem Kick-off-Meeting für die Detailplanung wurde gemeinsam mit Architekt Bernardo Bader, der Bauleitung, der Gemeinde und Vertretern des Vereins die weitere Vorgangsweise festgelegt. „Was noch nicht klar ist, ist, ob das Stadion in einer einzigen Bauphase errichtet wird, oder in mehreren Etappen. Vorgesehen ist, dass im November 2023 die Bagger auffahren“, erklärt Bernd Bösch. Während der intensiven Bauphase des 18-Millionen-Euro-Projekts muss die Austria aus dem Stadion ausziehen. Einziger Ausweichort in Vorarlberg ist Altach. Verhandlungen mit dem SCR Altach soll es bald geben.