So schenkt Altach den Rapidlern drei Punkte

Sport / 04.09.2022 • 16:35 Uhr
Für Atdhe Nuhiu und seine Kollegen gab es gegen Rapid nichts zu gewinnen. <span class="copyright">gepa</span>
Für Atdhe Nuhiu und seine Kollegen gab es gegen Rapid nichts zu gewinnen. gepa

Ein haarsträubender Fehler in der Anfangsphase führt zum 0:1 und führt zur nächsten Niederlage für den Cashpoint SCR Altach. Die Zuschauer sahen zwei unterschiedliche Halbzeiten, aber den Rheindörflern gelang trotz Feldüberlegenheit nach der Pause kein Treffer.

Altach Trainer Miroslav Klose nahm Risiko, beorderte mit Dominik Reiter einmal mehr einen Offensivmann in die Abwehrreihe. Im Tor schenkte er Tino Casali weiter das Vertrauen. So wollte man den Weg aus der Ergebniskrise suchen, allein gefunden wurde er nicht. Noch schlimmer, eine verkorkste Halbzeit reichte dem Gegner aus Wien, um drei Punkte aus der Cashpoint Arena zu entführen. Weil in der Schlussphase der Pfosten für Rapid rettete und Yusuf Demir das Goldtor gelang

Es war eine erste Halbzeit zum Vergessen. Mutlos, ratlos und mit einer Negativ-Blockade im Kopf – so präsentierte sich Altach den zahlreich erschienen Zuschauern vor der Pause. Die Zustimmung stimmte weder in der Offensive noch in der Defensive. Ganz anders Rapid, vor Spielbeginn als Krisenklub tituliert. Schon nach vier Minuten musste Casali ein erstes Mal in extremis gegen Marco Grüll retten. Nicht einmal 60 Sekunden später war es Manuel Thurnwald, dessen Rettungstat gegen Ferdy Druijf Folgen haben sollte. Zwar spielte der Rechtsverteidiger nach kurzer Behandlungspause weiter doch nach zehn Minuten war Schluss und Sebastian Aigner kam ins Spiel. In den Sekunden zuvor hatte Rapid den Führungstreffer bejubelt, als eine völlige Unordnung in der Altacher Hintermannschaft Yusuf Demir den Abschluss (9.) leicht machte. Denn nach einer Kopfballvorlage von Druijf waren sich Reiter und Casali uneinig. Altacher Versuche endeten in der Folge meist schon an der Mittellinie. Weil die Pässe ungenau waren, weil die Dribblings nicht fruchteten.

Yusuf Demir (links gegen Sebastian Aigner) erzielte den Führungstreffer für Rapid. <span class="copyright">gepa</span>
Yusuf Demir (links gegen Sebastian Aigner) erzielte den Führungstreffer für Rapid. gepa

Admiral Bundesliga

7. Spieltag

Cashpoint SCR Altach vs SK Rapid Wien 0:1 (0:1)

Altach, Cashpoint Arena, 5417 Zuschauer, SR Christian-Petru Ciochirca (ST)

Tor: 9. 0:1 Demir

Gelbe Karten: 22. Reiter (Altach), 27. Pejic, 30. Grüll (beide Rapid/alle Foulspiel), 90./+ 4 Auer (Rapid/Unsportlichkeit), 90./+ 5 Edokpolor (Altach/Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (4-2-3-1) Casali – Thurnwald (10. Aigner), Zwischenbrugger, Edokpolor, Reiter (80. Bischof) – Jäger, Haudum (46. Nimaga) – Jurcec (80. Bukta), Forson, Tibidi (84. Abdijanovic)- Nuhiu

SK Rapid Wien (4-1-4-1) Hedl – Koscelnik, Sollbauer, Kevin Wimmer, Moormann – Pejic – Kühn (71. Schick), Kerschbaum (58. Greil), Demir (90./+ 1 Querfeld), Grüll (90./+ 1 Auer) – Druijf (58. Burgstaller)

In Halbzeit eins jubelten nur die Rapid-Fans . . .<span class="copyright">gepa</span>
In Halbzeit eins jubelten nur die Rapid-Fans . . .gepa
. . . und Rapid-Spieler. <span class="copyright">gepa</span>
. . . und Rapid-Spieler. gepa

Umstellung zur Pause

In der Halbzeit nahm Klose nicht nur eine personelle Veränderung, Nimaga für Haudum, vor, er beorderte auch Amankwah Forson weiter nach vorne, sodass er nun als zweite Spitze neben Nuhiu agierte. Und von Beginn an war eine “andere Mannschaft” am Platz. Zweikämpfe wurden gewonnen, auch spielerisch agierten die Rheindörfler nun selbstbewusster. Ein Schuss von Atdhe Nuhiu, der nur knapp das Ziel verpasste, leitete 20 Sekunden nach Wiederanpfiff auch einen für die Fans sichtbaren Wandel ein. Es folgte ein Jurcec-Solo (52.) mit einem Abschluss von Forson (52.), sowie ein weiterer Schuss von Forson (55.) – Altach näherte sich mehr und mehr dem ersten Treffer.

Rapid-Torhüter Niklas Hedl im Blickpunkt. <span class="copyright">apa</span>
Rapid-Torhüter Niklas Hedl im Blickpunkt. apa
Kurbelte nach der Pause, Amankwah Forson. Ein Torerfolg blieb ihm aber verwehrt. <span class="copyright">gepa</span>
Kurbelte nach der Pause, Amankwah Forson. Ein Torerfolg blieb ihm aber verwehrt. gepa

Von Rapid war nach der Pause nichts mehr zu sehen. Altach machte Druck, Altach setzte nach, allein Altach blieb im Abschluss harmlos. Und als dann doch ein Ball auf das Tor der Rapidler kam, war es der Pfosten, der für die Wiener rettete (88.). Rapid-Verteidiger Aleksa Pejic hatte beim Abwehrversuch eine Hereingabe an die Torumrandung gesetzt, von wo der Ball ins Feld zurückflog. Damit nicht genug, sollten doch acht Minuten an Nachspielzeit folgen. Doch Altach hatte das Pulver verschossen, wusste kein Rezept und so kassierte der Tabellenletzte aus dem Ländle die fünfte Niederlage, inklusive Cup, in Folge.