Austria Lustenau entführt Punkt bei Austria Wien

Sport / 03.09.2022 • 19:35 Uhr
Anderson brachte Austria Listenau bei Austria Wien in Führung, am Ende hieß es 2:2.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Anderson brachte Austria Listenau bei Austria Wien in Führung, am Ende hieß es 2:2.gepa

2:2 – Nach 2:1-Führung mussten die Lustenauer am Ende sogar noch um den Punkt bangen.

Wien Die Wiener Austria und Aufsteiger Austria Lustenau haben sich in einer packenden Partie die Punkte geteilt. Der Aufsteiger aus dem Ländle entführte am Samstag in der 7. Runde der Fußball-Bundesliga mit einem 2:2 (1:2) bei den “Veilchen” einen Zähler und setzte damit seinen ausgezeichneten Saisonstart fort. Die Wiener verpassten indes den erstmaligen Sprung über den Strich in die Top 6 und starten damit ohne Erfolgserlebnis in die anstehende Conference-League-Gruppenphase.

Frühen Rückstand in Führung gedreht

Lukas Fridrikas machte den wunderbaren Treffer zum 1:1, zeigte eine tolle Leistung.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Lukas Fridrikas machte den wunderbaren Treffer zum 1:1, zeigte eine tolle Leistung.gepa

Reinhold Ranftl brachte die Austria aus Wien bereits nach vier Minuten in Führung, doch Lukas Fridrikas (27.) und Anderson (34.) drehten das Spiel zwischenzeitlich für den tapferen Aufsteiger. Für die Mannschaft von Trainer Manfred Schmid sicherte Aleksandar Jukic (57.) den verdienten Punktgewinn. Der Lustenauer Stefano Surdanovic sah kurz vor Schluss die Gelb-Rote-Karte (87.) Die Vorarlberger um Coach Markus Mader haben nun elf Zähler auf dem Konto, die Wiener Austria sechs. Auf die Schmid-Elf wartet am Donnerstag (18.45 Uhr) im Europacup der israelische Vizemeister Hapoel Be’er Sheva.

“Erste Halbzeit wäre für uns mit den guten Chancen sogar mehr möglich gewesen. Zweite Halbzeit waren die die Wiener besser, wir mussten froh sein, dass wir den Punt mitnehmen konnten. Es war ein rassiges Spiel mit einem gerechten Remis als Ausgang.”

Markus Maderm, Trainer Austria Lustenau

Schmid setzte nach dem 5:0 gegen den Regionalligisten ASV Siegendorf in der zweiten Cup-Runde unter der Woche wieder auf einer Dreierkette. Routinier James Holland musste wegen der Einnahmen durch den Österreicher-Topf auf der Tribüne Platz nehmen. Mader hoffte nach der 0:2-Blamage im Cup beim Wiener Sport-Club und dem 0:6 zuvor gegen Salzburg in der Liga auf eine Trendwende.

Das erste Duell der beiden Teams seit mehr als zehn Jahren, als die Wiener im Cup-Viertelfinale triumphiert hatten, begann flott. Fridrikas scheiterte nach nicht einmal zwei Minuten mit einem Ferserl an Austria-Goalie Christian Früchtl. Kurz darauf durften aber die 9.694 Fans in der Generali-Arena jubeln: Nach einem weiten Einwurf, bei dem die Lustenauer Defensivabteilung indisponiert wirkte, vollendete Ranftl mit einem schönen Halb-Volley von der Strafraumgrenze unhaltbar ins linke Eck. Eine Werbebande bekam den Ärger von Mader zu spüren.

In der Folge zeigten die “Veilchen” phasenweise ansehnliches Direktspiel, ohne jedoch gefährlich zu werden. Die Vorarlberger fanden indes immer besser ins Spiel und waren vor dem Tor eiskalt. Erst spielte Anderson einen perfekt getimten Steilpass in die Schnittstelle, Fridrikas blieb vor Früchtl cool. Dann unterlief dem Ex-Lustenauer Haris Tabakovic ein Fehlpass, der starke Fabian Gmeiner eroberte den Ball und legte im Eiltempo ideal zu Anderson. Der 24-jährige Brasilianer traf durch die Beine von Früchtl.

Stefano Surdanovic ash die gelb-rote Karte, wird nächste Woche im H<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>eimspiel gegen LASK Linz fehlen.
Stefano Surdanovic ash die gelb-rote Karte, wird nächste Woche im Hgepaeimspiel gegen LASK Linz fehlen.

Die Schmid-Elf verlor völlig den Spielfluss, kurz zuvor hatten die Gastgeber bei einem Fridrikas-Kopfball an die Innenstange noch Glück (33.). Die Gäste aus dem Ländle gefielen indes durch hohes Pressing, mit dem die Violetten ihre Probleme hatten. Nach dem Seitenwechsel drückten die Gastgeber allerdings auf die Führung. Erst schoss Tabakovic mit einem Drehschuss noch knapp vorbei (52.), dann machte es “Joker” Jukic besser. Lustenau-Tormann Domenik Schierl musste einen Fitz-Distanzschuss kurz abprallen lassen, Jukic lauerte und staubte ab.

Auch Glück in der Schlußphase

Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für die Wiener. Diese hatten in der Schlussphase mehrmals Pech, der Siegtreffer wollte nicht mehr gelingen. Erst landete ein Schuss von Can Keles an der Latte, nachdem Lustenau-Kapitän Matthias Maak noch entscheidend abgefälscht hatte (83.). Dann zischte ein Distanzschuss von Manfred Fischer knapp am Kreuzeck vorbei (84.). Kurz darauf musste Surdanovic nach seinem zweiten Gelb-Foul vom Platz. Mit dem fälligen Freistoß scheiterte Fitz in Wembley-Manier an der Unterkante der Latte.

Fußball, Admiral Bundesliga, 7. Spieltag

FK Austria Wien – SC Austria Lustenau 2:2 (1:2)

Wien, Generali-Arena, 9.694 Zuschauer, SR Heiß.

Torfolge: 4. 1:0 Ranftl, 27. 1:1 Fridrikas, 34. 1:2 Anderson, 57. 2:2 Jukic

Gelbe Karten: Galvao, Teigl bzw. Surdanovic, Schierl

Gelb-Rote Karte: Surdanovic (Lustenau/87.)

Austria Wien: Früchtl – Mühl, Galvao, Koumetio (46. Jukic) – Ranftl, Braunöder (89. Vucic), Fischer, Martins – Gruber (66. Keles), Fitz – Tabakovic (76. Teigl)

Austria Lustenau: Schierl – Gmeiner (66. Schmid), Maak, Hugonet, Guenouche – Grabher, Türkmen (78. Rhein) – Anderson, Surdanovic, Teixeira (91. Berger) – Fridrikas (78. Bellache)