Diese beiden Fußball-Underdogs wollen überraschen

Der FC Mohren Dornbirn muss am Mittwoch im Cup gegen Hartberg ran, SW Bregenz empfängt Austria Klagenfurt.
Schwarzach Gut elf Kilometer Luftlinie trennen das Stadion Birkenwiese und das ImmoAgentur-Stadion. Um 19 Uhr wird an beiden Orten die zweite Runde des ÖFB-Cups angepfiffen. Sowohl Zweitligist Dornbirn als auch Eliteliga-Tabellenführer Bregenz empfangen im Heimspiel Bundesligaklubs.

Uniqa ÖFB Cup
2. Runde
FC Mohren Dornbirn – TSV Hartberg
Dornbirn, Stadion Birkenwiese, Mittwoch, 19 Uhr, SR Altmann (T)
Mit Rotation und Elfmetertraining
Der FC Mohren Dornbirn 1913 hat den TSV Hartberg zu Gast. Bereits in der Saison 2009/2010 gab es diese Paarung in der zweiten Runde, Dornbirn siegte durch einen Dreierpack von Thomas Stadler mit 3:0. Spielten da noch beide Teams in der 2. Liga, sind die Vorzeichen heute andere. Einzig Walter Altmann – damals als Linienrichter im Einsatz – wird erneut auf dem Feld stehen, dieses Mal als Referee. „Das Ziel ist es, unsere Spielphilosophie, die wir in jedem Spiel etwas verbessert haben, auch gegen einen qualitativ höherwertigen Gegner umzusetzen“, gibt Dornbirns Trainer Thomas Janeschitz die Marschrichtung vor. Als Spieler mit dem Kremser SC (1988) und als Co-Trainer bei Austria Wien (2006) konnte er den Cup bereits gewinnen. „Dass ich den Pokal schon gestemmt habe, ist vielleicht ein Vorteil“, meint er mit einem Lachen. Fast noch höhere Priorität genieße aber das wichtige Auswärtsspiel bei Rapid II am Wochenende, weshalb Janeschitz auch schon die eine oder andere Rotation in der Startelf ankündigt. „Das war im Cup aber ohnehin der Plan.“ Im Tor wird etwa Maximilian Lang stehen. Gegner Hartberg sei jedenfalls keine leichte Hürde. „Da ist der Name zwar nicht so attraktiv, aber es sind sehr gute Spieler dabei, die fußballerisch einiges draufhaben.“ Im Cup würden aber viele Dinge passieren, da könne der Kleine auch mal den Großen rausschmeißen. „Und das ist das Ziel – wir wollen eine Runde weiterkommen.“ Nach zuletzt zwei verschossenen Elfmetern, die jeweils Punkte kosteten, sei auch die mentale Vorbereitung diesbezüglich auf dem Trainingsplan gestanden.
Live zu sehen ist das Spiel des FC Dornbirn hier.

Highlight für Schwarz-Weiß
„Die Spieler haben es sich verdient, dass man das Spiel als Highlight annimmt“, sagt Roman Ellensohn. Es sei ja schließlich ein langer Weg bis zu so einer Partie. Denn SW Bregenz empfängt Austria Klagenfurt. Und die Rollen sind klar verteilt. „Sie sind haushoher Favorit, da müssen wir gar nicht reden“, meint Ellensohn. Klagenfurt sei stark am Ball – habe defensiv aber vielleicht noch ein paar Schwächen. Schön wäre, wenn man die nützen könnte, so Ellensohn.
Stark am Ball ist auch seine Mannschaft – die hat allerdings schon einige Spiele in den Beinen, wirkte zuletzt gegen Hohenems (0:2) nicht ganz frisch. Etwas unsicher ist zudem der Einsatz von Kapitän Simon Thurner, der am Wochenende verletzt raus musste. „Wir hoffen, dass sie uns unterschätzen und wir sie überraschen können“, sagt Ellensohn. Ob die Elf von Trainer Peter Pacult ihm diesen Gefallen tun wird, ist fraglich. „Ich habe natürlich ein paar Spione im Ländle, die mir Informationen über Bregenz zukommen lassen“, sagte Pacult im Vorfeld. „Eines ist klar: Wir sind der Bundesliga-Klub, wir wollen weiterkommen.“ Und, was auch klar sei: „Bregenz ist ein unangenehmer Gegner.“ Und diesem Ruf wollen die Schwarz-Weißen auch gerecht werden. „Du willst den Bundesligisten so lange wie möglich ärgern und das Ergebnis knapp halten.“ Dann ist im Cup alles möglich.
Uniqa ÖFB Cup
2. Runde
SW Bregenz – SK Austria Klagenfurt
Bregenz, ImmoAgentur-Stadion, Mittwoch, 19 Uhr, SR Talic (S)

Live zu sehen ist das Spiel in Bregenz hier.
Eine schöne Geste seitens der Bregenzer gibt es für alle Feuerwehrleute: Als Dank für ihren Einsatz am vorletzten Wochenende haben sie beim Cupspiel nach Vorlage ihres Dienstausweises freien Eintritt. FB