Deshalb schlitterte VfB Hohenems in ein Heimdebakel im ÖFB-Cup

Die Grafenstädter mussten 1:10-Heimniederlage gegen BW Linz hinnehmen.
Hohenems Hohenems-Trainer Martin Brenner erwartete, auch wegen der suboptimalen Kadersituation und einer kurzen Vorbereitung, ein schwieriges Cup-Spiel gegen den Aufstiegsfavoriten der 2. Liga, Blau-Weiß Linz. So kam es auch. Die Stahlstädter zeigten sich spielerisch klar überlegen, am Ende stand ein 1:10 auf der Anzeigetafel im Herrenriedstadion.
“Der Gegner war von der Physis und der Qualität her besser. Wenn wir alle Spieler zur Verfügung haben, schaut das anders aus. Mit nur zwei Wochen Vorbereitung kommt so ein Spiel für uns noch zu früh.“
Martin Brenner, Trainer VfB Hohenems


Breitfuss zu Beginn stark
Schon früh kamen die Gäste zu besten Einschussmöglichkeiten, einzig Torwart André Breitfuss hielt Hohenems zunächst im Spiel. Gegen Ronivaldo parierte er erst stark, den Nachschuss lenkte er an die Stange (2.), wenig später zeigte er eine starke Fußabwehr im Eins-gegen-Eins (5.). In der zwölften Spielminute fiel der erste Linzer Treffer aber doch: Routinier Christoph Schösswendter hatte mit seiner Körpergröße von 1,93 Metern die klare Lufthohheit – per Kopf erzielte er das 0:1. Den zweiten Treffer besorgte Neuzugang Ronivaldo: Nachdem er zwei Minuten davor noch an Breitfuss scheiterte, traf er in Minute 23 mit dem Kopf, der Hohenemser Torhüter stand das etwas zu weit vor seinem Kasten.
Die Linzer stürmten munter weiter. Matthias Seidl verpasste das lange Eck erst knapp (27.), Simon Pirkl war für Andre Ganahl Meter vor dem Tor dann nur mehr per Foul zu stoppen. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Linz-Kapitän Michael Brandner überlegen (36.). Seidl traf noch vor der Pause zum komfortablen 0:4-Halbzeitstand der Blau-Weißen.
Bis zur Zweistelligkiet
Direkt nach dem Wiederanpfiff ging der Torreigen weiter, Hohenems schlitterte in ein Debakel: Brandner schoss aus gut 15 Metern auf’s Tor, der Ball wurde unglücklich abgefälscht – und es stand 0:5. Der eingewechselte Danilo Mitrovic machte mit einem Sololauf das halbe Dutzend voll, die Hohenemser Hintermannschaft war da nur in der Zuschauerrolle.
Nach einer Stunde brachten die Gäste mit einem Vierfachwechsel neue Kräfte ins Spiel. Einer der Neuen ließ sich nicht lange bitten, Anteo Fetahu erzielte direkt nach seiner Einwechslung das 0:7 (62.). „Nur noch drei“, skandierten da die gut 20 mitgereisten Fans der Linzer. Sie sollten ihren Wunsch erfüllt kriegen, es wurde zweistellig. Mitrovic schnürte den Doppelpack zum 0:8 (73.), nur Sekunden später erhöhte Paul Mensah auf 0:9. Hohenems machte zwar noch den Ehrentreffer durch den eingewechselten Pierre Nagler, dieser vollendete einen Konter sehenswert über die Unterkante der Latte zum 1:9 ins Tor (77.). Doch Kontern konnten auch die Oberösterreicher, Anteo Fetahu erzielte den zehnten Treffer der Linzer, die Gegenwehr der Emser war da schon lange gebrochen.
Die deutliche 1:10-Niederlage war am Ende auch in der Höhe verdient. „Der Gegner war von der Physis und der Qualität her besser“, so Hohenems-Trainer Brenner. „Wenn wir alle Spieler zur Verfügung haben, schaut das anders aus. Mit nur zwei Wochen Vorbereitung kommt so ein Spiel für uns noch zu früh.“ FB
Fussball, ÖFB-Cup. 1. Runde
World of Jobs VfB Hohenems – FC Blau-Weiß Linz 1:10 (0:4)
Herrenriedstadion, 350 Zuschauer, SR Rigger
Torfolge: 15. 0:1 Christoph Schösswendter, 23. 0:2 Ronivaldo, 36. 0:3 Michael Brandner (Foulelfmeter), 42. 0:4 Matthias Seidl, 46. 0:5 Michael Brandner, 57. 0:6 Danilo Mitrovic, 62. 0:7 Anteo Fetahu, 73. 0:8 Danilo Mitrovic, 74. 0:9 Paul Mensah, 77. 1:9 Pierre Nagler, 81. 1:10 Anteo Fetahu
World of Jobs VfB Hohenems (4-4-2): Breitfuss; Ganahl (81. Heimböck), Drobnak, Pernstich, Vater; Dominguez (46. Dulabic), Demir (60. Potic), Kircher, Ünal (60. Nagler); Matkovic, Herbaly (81. Bösch)
FC Blau-Weiß Linz (3-4-1-2): Schmid; Maranda, Schösswendter, Strauss (60. Tursch); Windhager (12. Mitrovic), Brandner (60. Briedl), Koch, Pirkl; Seidl (60. Fetahu); Ronivaldo (60. Mayulu), Mensah