Trotz 0:6 hielt Röthis voll dagegen

Sport / 16.07.2022 • 13:30 Uhr
Mario Bolter und sein SC Röthis lieferten Sturm Graz einen guten Kampf.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Mario Bolter und sein SC Röthis lieferten Sturm Graz einen guten Kampf.gepa

Vizemeister Sturm Graz ist mit einem 6:0 (4:0)-Sieg beim SC Röthis in Runde zwei des österreichischen Fußball-Cups eingezogen.

Röthis Der Cupsieger von 2018 hatte im dritten Jahr in Folge einen Gastauftritt in Vorarlberg und gegen den Drittligisten nur wenig Probleme. Rasmus Højlund (4.,32.) und Manprit Sarkaria (45.,62.) trafen jeweils zweifach, zudem scorten David Affengruber (16.) und Luca Kronberger (90.). Damit kam auch der sechste Bundesligist weiter.

“Es war das erwartet schwere Spiel. Wir haben eine ansprechend gute Leistung abgeliefert. Die Röthner haben über 90 Minuten das Tempo hochgehalten.

Stefan Hierländer, Kapitän Sturm Graz

Größtes Match der Vereinsgeschichte

Für Röthis war es das größte Match der Club-Geschichte, es wurde zum Volksfest gemacht. Da störte auch der schnelle Rückstand durch Højlund nicht sehr, der junge Däne trat auch als Assistgeber in Erscheinung. Die Gastgeber wehrten sich im Bereich ihrer Möglichkeiten kräftig und machten keine schlechte Figur. Dennoch war man von einer faustdicken Sensation gegen den Vizemeister und fünfachen ÖFB-Pokalsieger SK Sturm Graz weit entfernt. . Das große Fußballfest ging vor der Rekordkulisse von 1500 Zuschauern in Röthis, darunter zweihundert Anhänger aus Graz bei einer Glutofenhitze über die Bühne.

„Schade, dass wir so früh in Rückstand geraten sind. Die Mannschaft hat aber gut gespielt und bot eine starke Leistung.”

Christoph Domig, Spieler SC Röthis

Hiobsbotschaft vor Anpfiff

Im Abschlusstraining der Röthner zog sich Jungehemann Felix Schöch bei einem Zusammenprall mit Teamkollegen Marco Wieser eine schlimme Verletzung oberhalb der Augen zu und musste mit sechs Stichen genäht werden. Felix Schöch fehlte gegen Strum Graz und erhielt zudem zehn Tage Sportverbot, fehlt den Vorderländern auch zum Meisterschaftsauftakt gegen Lauterach.

Das Spiel startete aus Sicht der Heimischen denkbar schlecht. Schon nach fünf Minuten zerstörte der großgewachsene Däne Rasmus Winther Höjlund die Hoffnungen der Hausherren auf eine mögliche Überraschung. Er nützte einen katastrophalen Abwehrfehler zur frühen Führung. Jede Chance ein Tor, optimale Verwertung der Möglichkeiten von Sturm Graz. Der mitaufgerückte David Affengruber (18.), Höjlund (33.) mit seinem zweiten Tor und Angreifer Manprit Sarkaria (44.) sorgten schon zur Halbzeit für klare Verhältnisse. Nach Seitenwechsel erhöhte Sturm Graz durch Manprit Sarkaria (62.) und den eingewechselten Luca Kronberger (91.) noch auf 6:0. Doch die Röthner fanden durch sehr viel Kämpferherz und teilweise spielerische Akzente durch Marco Wieser (6./40./45.+1/58./69.), Linus Berthold (12.), Markus Breuss (18.) David Franz (41.), Sandro Decet (45./+2) und Julian Mair (70.) sehr gute Einschussmöglichkeiten vor, aber selbst das Ehrentor gelang nicht. „Schade, dass wir so früh in Rückstand geraten sind. Die Mannschaft hat aber gut gespielt und bot eine starke Leistung. Zumindest ein oder zwei Tore hätten wir uns redlich verdient“, so Röthis Spieler Christoph Domig nach dem Schlusspfiff

“Es war ein souveräner Auftritt, aber Kompliment an unseren Gegner”, resümierte Sturm-Trainer Christian Ilzer. “Wir waren sehr effektiv in der ersten Hälfte. Das hat es uns ermöglicht, durchzuwechseln. Der Gegner hat es uns schwer gemacht, mehr Tore zu erzielen.” Zufrieden war Kapitän Stefan Hierländer: “Es war das erwartet schwere Spiel. Wir haben eine ansprechend gute Leistung abgeliefert. Die Vorarlberger haben über 90 Minuten das Tempo hochgehalten.” VN-TK

Fussball, ÖFB-Cup, 1. Runde

SC Röthis – SK Sturm Graz 0:6 (0:4)

Röthis, Sportplatz Ratz, 1500 Zuschauer, SR Andreas Heiss (T)

Torfolge: 5. 0:1 Rasmus Winther Höjlund, 18. 0:2 David Affengruber, 33. 0:3 Rasmus Winther Höjlund, 44. 0:4 Manprit Sarkaria, 62. 0:5 Manprit Sarkaria, 90./+1 0:6 Luca Kronberger

Gelbe Karten: 40. Decet (Foul), 80. Scheichl (Unsportlichkeit), 90./+2 Domig (alle Röthis/SR-Kritik)

SC Röfix Röthis (4-4-2): Ströhle (46. Böckle); Franz, Bolter, Livio Stückler (63. Wilhelm), Breuss (63. Hartmann); Scheichl, Domig; Berthold, Mair (77. Rexhaj); Decet (46. Kilian Schöch), Wieser

SK Sturm Graz (3-4-3): Siebenhandl; Wüthrich (46. Borkovic), Stankovic, Schnegg (46. Dante); Gazibegovic (68. Demaku), Prass, Horvat (46. Kronberger), Affengruber; Sarkaria, Höjlund, Jantscher (21. Hierländer)