Beim Reichshofstadion läuft alles nach Plan. Fast alles …

Sport / 01.07.2022 • 17:45 Uhr

Auftrag für Generalplanung von der Gemeindevertretung abgesegnet, Baubescheid von Anrainerin beeinsprucht.

Lustenau Mit 27:9 Stimmen beschloss die Lustenauer Gemeindevertretung am Donnerstagabend den Generalplanungsauftrag für das Reichshofstadion an das Architekturbüro Bader zu vergeben. Dagegen stimmten die acht Mandatare der FPÖ und der Vertreter der SPÖ.

Bürgermeister Kurt Fischer (58) sprach von einer dringend notwendigen Maßnahme, „sodass wir dann für viele Jahre ein funktionstaugliches, tolles Stadion haben“. In einem sehr schlechten Zustand habe er die Anlage im Jahre 2010 als baulichen Sanierungsfall übernehmen müssen, dessen notdürftige Sanierung zur baurechtlichen Zulassung stets eine große Herausforderung gewesen sei. „Ich habe eine große Freude, wenn dieses Projekt nun endlich realisiert werden kann“, sagte Fischer. Diese Freude teilte auch Sportreferent Mattias Schwabegger von den Neos. „Für uns ist dieser Beschluss ein klares Bekenntnis zum Leistungssport mit großen Auswirkungen auf den Breitensport. Da können wir guten Gewissens zustimmen.“

“Für uns ist dieser Beschluss ein klares Bekenntnis zum Leistungssport. Wir können guten Gewissens zustimmen.”

Matthias Schwabegger, Sportreferent (NEOS)

Einspruch gegen Baubescheid

FPÖ-Ortsparteiobmann Martin Fitz (51) begründete seine Ablehnung des Antrags unter anderem mit einem trotz aufrechtem Regierungsbeschluss immer noch fehlenden Bescheid vom Land. „Vor 14 Tagen war dieser Bescheid noch immer nicht da. Man sollte doch warten können, bis er wirklich vorliegt“, formulierte Fitz seine Kritik.

Auch argumentierte der FPÖ-Chef mit dem noch fehlenden rechtsgültigen Baubescheid. Wie zu erwarten, hatte eine Anrainerin den Bescheid der Gemeinde beeinsprucht. Bemühungen zur Lösung des Problems sind im Gang. Im schlimmsten Fall könnte die Austria jedoch in terminliche Schwierigkeiten kommen. Die Genehmigung, im alten Reichshofstadion zu spielen, ist nur auf ein Jahr begrenzt.

18,6 Millionen Euro

Bei der Sitzung im großen Sitzungssaal der Gemeinde anwesend waren mehrere Vertreter der Austria, darunter Vorstandssprecher Bernd Bösch und seine Vorstandskollegen Christoph Wirnsperger und Patrick Grabher sowie Geschäftsführer Vincent Baur und Kommunikationschef Samuel Schwärzler. Das Reichshofstadion neu kostet 18,636 Millionen Euro und wird bezüglich sportlicher Infrastruktur zu gleichen Teilen von der Gemeinde und dem Land finanziert.