Mit harter Arbeit wichtigen Punkt erkämpft

Es war kein schönes Spiel, doch der Cashpoint SCR Altach zeigte gegen den LASK, dass man gewillt war, um jeden Punkt zu kämpfen. Am Ende war das 0:0 deshalb ein verdienter Zähler in einem teilweisen hektischen Match.
Altach Es waren 90 Minuten auf Biegen und Brechen. Die Spieler des Cashpoint SCR Altach mussten im Duell gegen den LASK viel arbeiten, um am Ende mit einem 0:0 einen Punkt zu ergattern. Die Gäste agierten spielerisch reifer und in vielen Phasen im Spiel auch beweglicher. Die Elf von SCRA-Coach Ludovic Magnin aber hielt dagegen und stemmte sich mit aller Macht gegen einen Gegentreffer. Und verdiente sich so einen wichtigen Zähler.
Fussball
Admiral Bundesliga
27. Spieltag
Cashpoint SCR Altach – LASK Linz 0:0
Altach, Cashpoint Arena, 4043 Zuschauer, SR Markus Hameter (NÖ)
Torfolge: Fehlanzeige
Gelbe Karten: 43. Sako (LASK/Foulspiel), 51. Filipovic (LASK), 51. Bischof (Altach/beide Unsportlichkeit), 71. Haudum, 89. Bumberger (beide Altach/jeweils Foulspiel), 90. Balic, 90./+ 1 Alexander Schlager (beide LASK/jeweils Unsportlichkeit), 90./+ 1 Nimaga (Altach/Unsportlichkeit)
Cashpoint SCR Altach (3-5-2): Casali – Strauss, Zwischenbrugger, Netzer (76. Bumberger) – Mischitz, Nimaga, Haudum, Gaudino (76. Tartarotti), Schreiner- Monschein, Bischof (65. Nuhiu)
LASK Linz (3-4-3): Alexander Schlager – Sako, Holland, Filipovic – Flecker, Branko Jovicic, Michorl, Renner – Hong (66. Balic), Nakamura (75. Gruber), Goiginger (66. Horvath)
Bei den Altachern begann Philipp Netzer für Mikael Nanizayama in der Abwehr. Erstmals seit dem 24. Oktober des Vorjahres, als er beim 1:0-Sieg in Pasching gegen den LASK nach 32 Minuten verletzt vom Platz musste. Nun hat sich der 36-jährige Kapitän zurückgekämpft und stand nach drei Kurzeinsätzen im Frühjahr – insgesamt 16 Minuten – wieder in der Startelf. Erstmals zusammen mit Samuel Mischitz, womit es zu einer Premiere kam. Netzer und Mischitz zusammen von Beginn an auf dem Platz – darüber freute man sich auch beim SV Lochau. Nie zuvor standen zwei Spieler des Vorarlbergliga-Spitzenklubs in der Startelf einer Bundesliga-Mannschaft. Dass Mischitz mit 18 Jahren gerade mal halb so alt wie Netzer ist, ist eine weitere Besonderheit.




Das Spiel selbst war intensiv. Der LASK wieder mit einer Dreierabwehr und dem Versuch, sofort die Initiative zu ergreifen. Altach hielt dagegen und so entwickelten sich von Beginn an packende Duelle auf dem Platz. Die Vorteile lagen vorerst allerdings bei den Oberösterreichern. Vor allem die Beweglichkeit des Dreiersturms mit Hong, Nakamura und Goiginger bereitete Altach doch Schwierigkeiten. Und so musste Goalie Tino Casali gleich zweimal (7./21.) gegen Thomas Goiginger und Rene Renner rettend eingreifen. Nach 22 Minuten dann eine Unterbrechung, weil die LASK Fans, die mit Plakaten gegen die Rosa-Trikot-Farbe der Mannschaft rebellierten, das Stadion kurzzeitig mittels Pyro in Rot hüllten. Rosa war auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit die dominierende Farbe. Weitere Tormöglichkeiten blieben jedoch aus, weil sich beide Mannschaften zuviel in Zweikämpfe verstrickten. Erst in der Nachspielzeit musste Casali noch einmal zugreifen, als es Peter Michorl aus gut 18 Metern mit einem Schuss probierte. So aber wurden die Seiten torlos gewechselt.





Umkämpft, aber kaum spielerische Glanzpunkte
Die zweite Hälfte begann wie die erste endete: Mit viel Hektik und Eins-gegen-Eins-Duellen – und mit klaren Vorteilen für den LASK. Altach war nur noch in der Defensive zu finden, minütlich wurde der Druck der Linzer mehr. Einige brenzlige Situationen mussten überstanden werden, ehe Noah Bischof die dicke Chance zur Führung hatte. Nach einem idealen Flankenball von Emanuel Schreiner tauchte Altachs Stürmer allein vor Alexander Schlager auf, doch sein Kopfball fiel zu schwach aus, sodass Schlager zur Ecke abwehren konnte (62.). Doch die Heimischen gewannen in der Folge mehr Zweikämpfe und konnten das Geschehen auf dem Platz ausgeglichener zu gestalten. Und der eingewechselte Atdhe Nuhiu war es, der erneut für Gefahr sorgte. Mit seinem Drehschuss verfehlte er das Tor jedoch knapp (79.). Und so blieb es bei einem torlosen Remis.