So will Altach die Gier hochhalten

Mit dem Heimspiel gegen die Admira (Samstag, 17 Uhr) beginnt die heiße Phase. Stürmer Christoph Monschein beschreibt im Vorfeld das gute Klima in der Mannschaft und verrät, warum sein Tor so wichtig war.
Altach Dank der Punkteteilung und zuletzt vier Zählern in zwei Spielen ist der Cashpoint SCR Altach zurück im Kampf um den Klassenerhalt. Pünktlich zur wichtigsten Saisonphase ist der Spaß zurück im Team der Rheindörfler, und auch die Überzeugung, dass das nach zehn Niederlagen in Folge schon unmöglich Scheinende doch noch gelingt. Die Gier ist jedenfalls zurück, wie auch Christoph Monschein bestätigt. Nicht erst seit seinem Treffer in Ried scheint der 29-Jährige angekommen. Er fühle sich wohl, sagte er im Vorfeld der Admira-Partie. Sowohl die Charaktere in der Mannschaft als auch „die Kabine“ hätten es ihm leicht gemacht. So genießt er auch die persönlichen Glücksmomente, von denen es für ihn in der laufenden Saison noch nicht allzu viele gab. „Tore sind mit ein Grund, warum ich Fußball spiele“, sagte er mit einem Lächeln im Gesicht. Dabei bezeichnet er sich als durchaus nachdenklichen Typen. „Ich mache mir selbst am meisten Druck. Aber ich weiß auch, dass ich das ablegen muss. Der Trainer hilft mir dabei.“
„Das war definitiv die Niederlage, an der wir am längsten zu knabbern hatten.“
Ludovic Magnin über das 0:2 gegen die Admira
Der Herbst in Linz, wo der Niederösterreicher einen Vertrag bis 2024 besitzt, war nicht leicht. Muskelverletzungen machten ihm zu schaffen. Am Ende kam er gerade einmal auf 446 Einsatzminuten, in denen ihm zwei Treffer gelangen. Dabei war der Angreifer, der 2020 unter Franco Foda ein erstes und bislang einziges Mal im Nationalteam (Anm. d. Red.: beim 2:3 gegen Rumänien in der UEFA Nations League) zum Einsatz gekommen ist, nach vier Saisonen mit großen Erwartungen von Wien nach Oberösterreich gewechselt. Diesen konnte er nicht gerecht werden und so genießt er umso mehr sein neues Umfeld: Spieler, Trainer, Bundesland.
Fussball
Admiral Bundesliga
25. Spieltag
Cashpoint SCR Altach vs FC Admira Wacker Mödling Samstag
Altach, Cashpoint Arena, 17 Uhr SR Ebner (OÖ)
CASHPOINT SCR ALTACH
AUFSTELLUNG (3-5-2) Casali – Strauss, Zwischenbrugger, Nanizayama – Mischitz, Haudum, Gaudino, Nimaga, Schreiner – Monschein, Bischof
ERSATZ Odehnal – Pape Alioune, Netzer, Aigner, Nuhiu, Bitsche, Tartarotti
ES FEHLEN Thurnwald, Meilinger (beide gesperrt), Bukta, Edokpolor (beide rekonvaleszent), Riegler (Schulter/Saisonende), Krizman (Bänder)
ADMIRA WACKER MÖDLING
AUFSTELLUNG (4-2-3-1) Leitner – Zwierschitz, Ostrzolek, Bauer, Lukacevic – Ebner, Lukas Malicsek – Vorsager, Kerschbaum, Vodhanel – Surdanovic
ERSATZ Hadzikic – Major, Brugger, Schmiedl, Gattermayer, Ganda, Nikolow
ES FEHLEN Mustapha, Starkl (beide krank), Babuscu (Oberschenkel), Luan (Muskelfaserriss)




Nicht erst im Vorfeld der Admira-Parie findet Monschein lobende Worte für Ludovic Magnin. „Er weiß genau, was sich in unseren Köpfen abspielt“, erklärt er in Richtung des Schweizers. Ob dieser Worte seines Stürmers, der einst als 2016 23-Jähriger just bei der Admira sein Bundesligadebüt gefeiert hat, wirkte der 42-Jährige im Vorfeld der Partie für Sekunden sprachlos, um dann schnell wieder auf den samstägigen Gegner zu sprechen zu kommen. „Die Niederlage gegen die Admira (Anm. d. Red.: 0:2 am 26. Februar) hat am meisten wehgetan“, blickt er auf sein drittes Spiel auf der SCRA-Trainerbank und die lange Niederlagenserie zurück. Verständlich, wurde doch ein reguläres Tor von Atdhe Nuhiu aberkannt und zudem hatte derselbe Spieler einen Elfmeter verschossen.
Spieler haben “großes Herz”
Inzwischen greift das „System Magnin“ immer besser und das „Gesicht der Mannschaft“ kommt der Vorstellung ihres Cheftrainers immer näher. Aus seinem Mund gibt es auch großes Lob für die Spieler, explizit lobt er das „große Herz“, das die Spieler als Mannschaft zeigen. Er selbst sieht sich in der Rolle, situationsbedingt zu reagieren. „Mein Job ist zu beruhigen“, sagt Magnin. Deshalb sei es seine Aufgabe, jetzt auf die Euphoriebremse zu drücken. Denn nicht nur er erwartet ein intensives und umkämpftes Spiel. „Wir wissen um unsere Fehler im ersten Spiel, dementsprechend wissen wir auch, welche Räume wir bespielen wollen“, blickt Magnin seinem vierten Spiel in der Cashpoint-Arena entgegen. Da beide Mannschaften in der Qualifikationsgruppe noch ungeschlagen sind, warnen beide Trainer zudem vor dem Irrglauben eines „Selbstläufers“. Zudem steht beim Gegner, der gestern sein Abschlusstraining in Hohenems absolvierte, Coach Andreas Herzog (53) einmal mehr im Blickfeld. Österreichs Rekordnationalspieler zählt zum erweiterten Kandidatenkreis für die Teamchef-Nachfolge.