“Egal welche Liga, das Stadion kommt”

Sport / 24.03.2022 • 07:00 Uhr
"Egal welche Liga, das Stadion kommt"
Die Stadionzulassung für die höchste österreichische Liga ist da. Erledigt die Austria noch die bevorstehenden Aufgaben, sieht das Reichshofstadion nächste Saison Teams wie RB Salzburg oder Rapid Wien. steurer

Austria Lustenau hat die Stadionzulassung für die höchste Bundesliga bekommen. Stadionprojekt weiter voll auf Schiene.

Lustenau, Wien Ein erster großer Schritt aus Sicht von Austria Lustenau in Sachen Bundesliga wurde mit dem Erhalt der Stadionzulassung getan. Der Senat 3 der Österreichischen Bundesliga hat nach intensiver Prüfung der eingereichten Unterlagen des SC Austria Lustenau das Reichshofstadion als bundesligatauglich eingestuft. Nun ist der infrastrukturelle Weg für die Grün-Weißen frei, die Saisonen 2022/23 und 2023/24 in der Bundesliga im Reichshofstadion zu spielen.

„Die Stadionzulassung tut gut. Das Stadionprojekt in Lustenau ist weiter voll auf Schiene.“

Kurt Fischer, Bürgermeister Lustenau
Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer ist erfreut über die Stadionzulassung und sieht das Stadionprojekt, "weiter voll auf Schiene".<span class="copyright">M</span><span class="copyright">H</span>
Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer ist erfreut über die Stadionzulassung und sieht das Stadionprojekt, "weiter voll auf Schiene".MH

Ausnahmegenehmigung bis 2024

Schlagend wurde dabei die Ausnahmegenehmigung, die die Bundesliga der Austria im Herbst 2021 nach einer Abstimmung gewährte. Demnach lässt man es noch einmal gelten, in Österreichs höchster Liga zu spielen, ohne die infrastrukturellen Vorgaben dafür voll erfüllen zu müssen. Der Austria wurde aufgrund des anstehenden und nachgewiesenen Neubau-Projekts ein Nachlass bei gewissen A-Kriterien zum Stadion (Flutlicht, überdachte Sitzplätze, Kameratürme usw.) von 20 Prozent für die nächsten zwei Saisonen bis Sommer 2024 gewährt. Beispiel gefällig: Normalerweise ist von der Bundesliga 1000 Lux Stärke beim Flutlicht gefordert, die Austria darf mit nur 800 Lux auskommen.
„Wir sind froh, dass uns die Bundesliga die Zulassung erteilt hat. Alle Beteiligten haben in den letzten Wochen sehr intensiv gearbeitet und viel Zeit investiert. Dafür wurden wir nun belohnt“, erklärt ein zufriedener Bernd Bösch, Vorstandssprecher der Lustenauer Austria, der anfügt: „Speziell die Zulassung des Flutlichts hat Zeit und Nervenstärke gebraucht.“

Das Thema Flutlicht beschäftigte Austria Lustenau lange, doch nun ist die Stadionzulassung da.<span class="copyright">s</span><span class="copyright">t</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">u</span><span class="copyright">r</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">r</span>
Das Thema Flutlicht beschäftigte Austria Lustenau lange, doch nun ist die Stadionzulassung da.steurer

Egal welche Liga, das Stadion kommt

Der nächste Schritt, den die Grün-Weißen nun setzen müssen, ist der Erhalt der Lizenz zur Bundesliga aus finanzieller Sicht. Da soll es laut Bösch aber keine großen Probleme geben, „wir gehen davon aus, dass wir diese in erster Instanz bekommen.“ Nächste Woche sollen von der Bundesliga die ersten Rückfragen zum Budget bezüglich Lizenz in Lustenau ankommen, „die gilt es dann zufriedenstellend zu beantworten.“ Die Entscheidung zur Lizenz wird dann Mitte April fallen.

“Natürlich wäre es von Vorteil, würden wir den Aufstieg in dieser Saison schaffen, doch der Stadionbau ist losgelöst von der Ligazugehörigkeit.“

Bernd Bösch, Vorstandssprecher Austria Lustenau

Das letzte Unterfangen in der „Mission Bundesliga“ gilt dem sportlichen Aufstieg. Da ist dann die Mannschaft gefragt. Bei neun noch ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand der Mannschaft von Cheftrainer Markus Mader auf den FAC ein Punkt. Ein Misslingen der „Mission“ würde aus infrastruktureller Sicht keinen Beinbruch darstellen, „denn der Stadionbau wird ja weiter vorangetrieben. Natürlich wäre es von Vorteil, würden wir den Aufstieg in dieser Saison schaffen, doch der Stadionbau ist losgelöst von der Ligazugehörigkeit“, erklärt Bösch. Dem pflichtet auch Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer bei: „Das Projekt ist auf voll auf Schiene. Alle Beteiligten haben das Thema Stadion mit all den Zusagen von Gemeinde und Land unter Dach und Fach gebracht, als man in Lustenau nicht daran dachte, sportlich um den Meistertitel mitzuspielen.