So feiert Victoria Olivier ihre EYOF-Bronzemedaille

17-Jährige vom WSV Au holt sich gleich am ersten Tag in Vuokatti eine Medaille. Nach Bronze im Slalom ist laut Olivier “alles, was jetzt noch kommt, Draufgabe”.
Vuokatti Nach Silber und Bronze bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Panorama legte Victoria Olivier auch beim Europäischen Olympischen Jugendfestival im finnischen Vuokatti Edelmetall nach. Die 17-Jährige vom WSV Au gewann im Slalom die Bronzemedaille. Für die Montafonerin Angelina Salzgeber gab es Platz 27.
„Es ist einfach unglaublich, dass alles so aufgeht, wie man es sich erhofft.“
Victoria Olivier nach dem Gewinn von Slalom-Bronze
Schon das 34. Saisonrennen
Es war die dritte Medaille innerhalb von nur 17 Tagen für Olivier. Bei der Junioren-WM in Kanada zu Beginn des Monats gewann sie im Super-G Bronze mit der ÖSV-Mannschaft Silber.


Die Slalomsaison war für Olivier bisher eine durchwachsene gewesen. Insgesamt acht Ausfälle stehen schon in der Ergebnisliste. Dabei hatte der Torlaufauftakt für die Stams-Schülerin mit den Rängen fünf und sechs bei FIS-Rennen am Pass Thurn sehr gut begonnen. Bei der Junioren-WM belegte Olivier im Torlauf Rang 21. Für die Fahnenträgerin der österreichischen Olympia-Abordnung in Finnland war es bereits das 34. Saisonrennen. „Einfach perfekt! Das Wetter war top, die Läufe waren super gesetzt, die Piste hat trotz der warmen Temperaturen gehalten. Super-cool, das hat echt Spaß gemacht“, so die EYOF-Debütantin, die im Ziel von ihren Teamkollegen zuerst geschultert und dann gefeiert wurde. Trotz der Reisestrapazen, Kanada – Au – Vuokatti, verspüre sie keine Müdigkeit. „Die Zeit zuhause nach der Junioren-WM hat gut getan“, erzählt sie. Sie habe die Tage für aktive Regeneration genutzt und jetzt fühle sie sich „richtig gut“. Und mit der Bronzemedaille wolle sie nun von Tag zu Tag schauen. „Es fühlt sich im Moment alles echt wahnsinnig an“, ist ihre Freude selbst über das Telefon spürbar. Alles was jetzt noch komme, sei eine Draufgabe. Und dass sie bei Großereignissen am Tag X bereit ist, hatte sie schon in Kanada bewiesen.

Noch zwei Medaillenchancen
Mit dem Parallel-Slalom und dem Mixed-Teambewerb gibt es noch zwei weitere Medaillenchancen für Olivier, die sich in der Rolle als Mitfavoritin hörbar wohlfühlt. „Bei Großevents ist immer alles möglich, das gilt für uns alle. Ich habe mit der Medaille heute die Tür aufgemacht und hoffe, dass es nur der Anfang war und ich noch ein weiteres Mal durchgehen kann.“
Der Sieg ging an die Finnin Rosa Pohjolainen, Siebte der Junioren-WM und im Teambewerb Verliererin gegen Magdalena Egger. Die 18-Jährige hat bereits 13 Weltcupeinsätze in den Beinen, wurde beim Slalom in Schladming im Jänner 14. Auf dem zweiten Platz landete die aktuelle italienische Juniorenmeisterin Emilia Mondinelli. Bei den Burschen ist Jakob Greber (18) im ersten Durchgang ausgeschieden.

Dank von Bubka
Der Krieg in der Ukraine ist auch in Vuokatti Thema. ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel war Teilnehmer der Sitzung des, bei der das ukrainische IOC-Mitglied Sergey Bubka, als Athlet Stabhochsprung-Olympiasieger, aus Lausanne zugeschaltet war. „Es war eine sehr emotionale Rede“, sagt Mennel. „Sergey hat um Verständnis und Unterstützung für die Ukraine gebeten.“ Bubka bedankte sich beim EOC u.a. für die Unterstützung der 26 ukrainischen EYOF-Nachwuchsathleten, die in Vuokatti am Start stehen und berichtete über die umfangreichen Hilfsaktionen des IOC für sein Heimatland.