Nächstes Kapitel in der Altacher Pech- und Pleitenserie

Ein reguläres Tor aberkannt, einen Elfmeter verschossen – für den Cashpoint SCR Altach gab es auch im Kellerduell gegen die Admira nichts zu erben. Und so hieß es am Ende ein drittes Mal im dritten Spiel des Jahres 0:2.
Altach Einen Gruselstart erwischte der Cashpoint SCR Altach im Duell der Kellerkinder gegen die Admira. Bereits nach acht Minuten lagen die Rheindörfler mit 0:1 zurück. Roman Kerschbaum hatte die Südstädter per Elfmeter in Führung gebracht. Allerdings erst im Nachschuss, denn vom Punkt war er erst an SCRA-Torhüter Tino Casali gescheitert. Kurios dabei, dass das Foulspiel von Gianluca Gaudino an Lukas Malicsek sechs Minuten zuvor passiert war. Noch während der Behandlung des Admira-Spielers trat der VAR in Aktion und Schiedsrichter Andreas Heiss überzeugte sich selbst vor dem Bildschirm, ehe er auf den Elfmeterpunkt zeigte. Am Ende war es nicht ausschlaggebend für die neunte Niederlage in Folge, verschossen die Hausherren doch einen Strafstoß und blieben auch ansonsten vieles schuldig. Zudem versagte der schwache Referee Andreas Heiss, als er einen regulären Treffer der Altacher aberkannte.
Admiral Bundesliga
21. Spieltag
Cashpoint SCR Altach – FC Admira Wacker Mödling 0:2 (0:1)
Altach, Cashpoint Arena, 2703 Zuschauer, SR Andreas Heiss (T)
Torfolge: 8. 0:1 Kerschbaum (Elfmeter-Nachschuss), 49. 0:2 Mustapha
Gelbe Karten: 6. Gaudino, 12. Reiter (beide Altach), 37. Kerschbaum, 82. Babuscu (beide Admira/alle Foulspiel)
Besonderes Vorkommnis: Atdhe Nuhiu scheitert vom Elfmeterpun4kt an Admira-Torhüter Andreas Leitner(39.)
Cashpoint SCR Altach (4-2-3-1): Casali – Strauss, Nanizayamo (52. Bischof), Zwischenbrugger, Edokpolor – Haudum, Nimaga – Reiter (87. Tartarotti), Gaudino (30. Monschein), Schreiner (87. Thurnwald) – Nuhiu
FC Admira Wacker Mödling (4-2-3-1): Leitner – Zwierschitz (76. Babuscu), Schmiedl, Bauer, Lukacevic (69. Ganda) – Vorsager (65. Ebner), Malicsek – Mustapha (76. Major), Kerschbaum, Vodhanel (69. Ostrzolek) – Surdanovic
Der Unparteiische sollte weiter im Mittelpunkt stehen, eine Rolle die einem Schiedsrichter eigentlich nicht zusteht. So etwa beim vermeintlichen Ausgleichstreffer von Atdhe Nuhiu (19.), der im Luftkampf von einem Fehler von Andreas Leitner profitierte und den vom Admira-Torhüter fallengelassen Ball über die Linie bugsierte. Allein Heiss hatte als einziger im Stadion ein Foul von Nuhiu an Leitner gesehen. So blieb es bei der Führung der Gäste, die zu diesem Zeitpunkt auch schon höher ausfallen hätte können. Denn in der Defensive war einzig Casali hellwach, ansonsten funktionierte die Abstimmung der neu zusammengestellten Viererabwehr – Strauss für Thurnwald und Zwischenbrugger für Bumberger – nicht wirklich. Doch Casali rettete nicht nur gegen Surdanovic (16.), sondern war auch ansonsten auf seinem Posten. Und allmählich lösten sich die Altacher von der Umklammerung und kamen besser ins Spiel. Der erste druckvolle Angriff brachte auch gleich die erste große Einschussmöglichkeit, wenn auch mit Verzögerung. Denn ein zweites Mal griff der Video Assistent Referee ein – und dieses Mal für Altach. So zeigte der Schiedsrichter nach einem Check auf Elfmeter, weil Kerschbaum, Nosa Edokpolor bei dessen Torschussversuch zurückgehalten hatte (37.). Routinier Nuhiu schnappte sich das Leder, trat an – und scheiterte mit seinem halbhoch getretenen Schuss an Admira-Goalie Leitner (38.). Den erneuten Nackenschlag verdaute die Elf von Trainer Ludovic Magnin jedoch rasch. Zwischenbrugger und Co. blieben bis zur Pause tonangebend und korrigierten den klaren Ballbesitzanteil der Gäste maßgeblich. Dennoch blieb man in diesem Jahr auch in der “fünften” Halbzeit ohne Torerfolg.
Personell blieb zur Pause alles beim Alten, auch weil Christoph Monschein schon nach einer halben Stunde den verletzt vom Platz humpelnden Gaudino ersetzt hatte. Doch nicht sehr lange, denn Mickael Nanizayamo verletzte sich bei einem Abwehrversuch gegen Mustapha schwer und musste mit der Bahre vom Platz getragen werden (49.). Nicht genug damit, erzielte Admiras Offensivmann in dieser Situation auch noch den zweiten Treffer. Somit begann die zweite Hälfte wie die erste – mit einem Tor der Gäste. Dabei hatte Sekunden zuvor Dominik Reiter die Chance auf ein Duell Eins-gegen-Eins im Admira-Strafraum. Allein er entschied sich für einen Pass in den Rückraum. Welch ein Fehler, wurde es doch ein Fehlpass – und schon lief der Konter, den Mustapha nach zwei gewonnenen Duellen zum 2:0 Abschluss.
Pfostenschuss in den Schlussminuten
Magnin ersetzte Defensivmann Nanizayama durch einen Stürmer, doch die Einwechslung von Noah Bischof sollte vorerst keine Wirkung zeigen. Die Admira blieb tonangebend, war spielerisch besser, agiler und auch im Kopf beweglicher. Erst in der Schluss-Viertelstunde kam der Kampfgeist zurück. Altach versuchte nun alles – und hatte auch Pech. Weil Monschein mit einem herrlichen Schuss nur den Pfosten traf (81.). Damit war die Messe gelesen und die dritte 0:2-Niederlage der Altacher in Serie unter Trainer Magnin Wirklichkeit. Der angekündigte Play-off-Modus der Rheindörfler wurde damit im Keim erstickt.








