So feiert das Montafon seinen Olympiasieger

Sport / 19.02.2022 • 06:00 Uhr
So feiert das Montafon seinen Olympiasieger
Gaschurn feiert die Snowboardfamilie Hämmerle, von links: Mama Caterina, Papa Hanno, Goldjunge Alessandro mit Freundin Julia sowie den Brüdern Michael und Luca. Nona Büchele

Die Olympische Goldmedaille von Alessandro “Izzi” Hämmerle wurde nochmals vergoldet. Landeshauptmann Markus Wallner verlieh Olympiasieger das Goldene Sportehrenzeichen des Landes Vorarlberg.

Gaschurn, Schwarzach Mit vielen Glückshormonen vollgepumpt, jedoch auch müde – und doch führte der erste Weg von Alessandro „Izzi“ Hämmerle ins Olympiazentrum nach Dornbirn. Nach einer kurzen Trainingseinheit und einem Dankeschön an alle Leute im Hintergrund schaute der 28-Jährige bei „V-Live“ im Studio vorbei, ließ im Gespräch mit Pascal Pletsch noch einmal die Winterspiele Revue passieren und erzählte vom anstrengenden Rückflug von Peking via Seoul, Paris und München. „Allein bis Paris waren wir 15 Stunden unterwegs.“ Das Strahlen in seinen Augen hat er dennoch nicht verloren und mit einem Lächeln und viel Geduld stürzte er sich schließlich in den Feier-Freitag. Dieser begann bereits vormittags in Gaschurn – Fotos und Details auf C4 – und endete mit einem emotionalen Empfang in Gaschurn, gerade einmal einen Steinwurf entfernt von seinem Elternhaus.

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Landeshauptmann Markus Wallner und Sport-Landesrätin Martina Rüscher stellten sich mit dem Sportehrenzeichen in Gold ein.
Landeshauptmann Markus Wallner und Sport-Landesrätin Martina Rüscher stellten sich mit dem Sportehrenzeichen in Gold ein.
Anita Wachter, Patrick Ortlieb und Mario Reiter beäugen die Goldmedaille des Snowboardcross-Olympiasiegers.
Anita Wachter, Patrick Ortlieb und Mario Reiter beäugen die Goldmedaille des Snowboardcross-Olympiasiegers.
Manuel Bitschnau, Geschäftsführer von Montafon Tourismus überbrachte einen Scheck in Höhe von 15.000 Euro. <span class="copyright"></span>
Manuel Bitschnau, Geschäftsführer von Montafon Tourismus überbrachte einen Scheck in Höhe von 15.000 Euro.
Die Kinder vom Skiclub standen Spalier für Olympiasieger Alessandro Hämmerle.
Die Kinder vom Skiclub standen Spalier für Olympiasieger Alessandro Hämmerle.

Das Montafon hat ein neues Idol

Der Nachwuchs stand Spalier, als Hämmerle um 18.30 Uhr die Bühne betrat. Im Beisein seiner Freundin Julia Stemer und seiner Familie – Vater Hanno, Mutter Caterina und den Brüdern Michael „Gino“ und Luca – war der frischgebackene Goldmedaillengewinner sichtlich gerührt ob der Menge an Fans – unter ihnen auch der Weltmeister von 2009 Markus Schairer – und des Applauses. „Es ist schön, dass ihr alle gekommen seid, ich freue mich riesig.“ Und als er mit Moderator Christian „Chisi“ Speckle noch einmal seine Läufe sah und mitkommentieren durfte, gaben seine Augen auch die eine oder andere Freudenträne frei. Später erzählte er auch vom komplizierten Wiedersehen mit seiner Freundin Julia Stemer, die in Wien arbeitet. Während sie nämlich nach Izzis Rückkehr mit dem Zug nach Vorarlberg fuhr, saß er schon wieder im Flugzeug Richtung Wien – ins Olympiastudio. Nun können beide etwas Zeit genießen, denn bis zu den letzten Weltcuprennen – Reiteralm (10. März) und Veysonnaz (20. März) – ist noch etwas Zeit. Ausruhen heißt bei Izzi aber auch aktiv bleiben. So etwa freut er sich auf ein paar Snowboardtage im Neuschnee. „Es kommt noch Schnee“, gibt er sich als „Wetterfrosch“.

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Das Autogramm des Olympiasiegers war gefragt.
Das Autogramm des Olympiasiegers war gefragt.
Eva Pinkelnig brachte eine süße Überraschung mit: Eine Torte mit einem SBX-Kurs verziert.
Eva Pinkelnig brachte eine süße Überraschung mit: Eine Torte mit einem SBX-Kurs verziert.
Die Bürgermusik Gaschurn/Partenen.
Die Bürgermusik Gaschurn/Partenen.
Der Biss in die Goldmedaille.
Der Biss in die Goldmedaille.


Landeshauptmann Markus Wallner und Sportlandesrätin Martina Rüscher durften neben Izzi noch weitere Olympioniken begrüßen. So Lukas Mathies, der seine Profikarriere mit Saisonende beendet. „Ich darf zufrieden zurückblicken“, ist der 30-Jährige mit sich im Reinen. Skispringerin Eva Pinkelnig (33) hingegen kann sich vorstellen, nach der ersten Olympiateilnahme noch einmal das „Kribbeln“ zu verspüren. „Und Cortina ist ja nicht weit von hier.“ Sicher dabei sein will Snowboardcrosser Julian Lüftner. „In China bin ich Vierter geworden, also muss ich nochmals vier Jahre fahren“, versprach der 29-jährige Wahlvorarlberger. Unter den Gratulanten Landtagspräsident Harald Sonderegger, VSV-Präsident Walter Hlebayna, Thomas Amann (SC Montafon), Josef Manahl (SC Gaschurn), Peter Marko (GF Silvretta Montafon), Manuel Bitschnau (GF Montafon Tourismus), Gaschurns Bürgermeister Daniel Sandrell, Jürgen Kuster (Stand Montafon) sowie die Politikerinnen Nadine Kasper und Monika Vonier. Von Sponsor Pfanner, der seit Jahren die Hämmerle-Brüder begleitet, überbrachte Marie-Luise Dietrich eine Whiskey-Rarität.