Die Nummer eins brachte Ariane Rädler kein Glück

Sorgenfalten bei der 27-Jährigen für weitere Olympia-Einsätze wegen akuter Knieprobleme.
Yanqing Der erste Auftritt von Speed-Ass Ariane Rädler bei den Winterspielen in Peking verlief nicht nach Wunsch. Mit 1,82 Sekunden Rückstand auf ihre siegreiche Markenkollegin Lara Gut-Behrami aus der Schweiz belegte die 27-Jährige den 20. Rang. Rädler ging als erste Läuferin auf die Strecke, was sich am Ende nicht als Vorteil erwies: „Die Strecke zeigte sich schwieriger, als alle zuvor vermutet hatten. Mit der Nummer eins war ich quasi die Testpilotin für die kommenden Läuferinnen“, erklärte Rädler.
Im Nachhinein betrachtet hätte sie mehr riskieren können. „Speziell im Flachen bin ich viel zu brav gefahren. Ich hätte so wie Miri (Anm. Silbermedaillengewinnerin Mirjam Puchner) eine viel direkte Linie wählen müssen, dann hätte ich nicht nach der Zwischenzeit so eine extreme Packung und über eine Sekunde ausgefasst.“
Am linken Knie punktiert
Die zu Wochenbeginn aufgetretenen und jeden Tag stärker werdenden Schmerzen am linken Knie, an dem Rädler bereits drei Mal einen Kreuzbandriss hatte, wollte die symphatische Leiblachtalerin nicht als Ausrede gelten lassen. „Natürlich hat man so etwas im Hinterkopf, doch deshalb bin ich nicht langsamer gefahren“, erklärt Rädler, deren Knie am Tag zuvor punktiert wurde und am Renntag dick geschwollen war. „Ich denke, die Schmerzen resultieren aus dem Slalom-Training zu Wochenbeginn. Die Piste war extrem ruppig, und durch die Schläge ist eine Überbelastung entstanden und das hat die Reizung ausgelöst.“
Aufgrund der Beschwerden wurde nach dem Super-G eine MRT-Untersuchung vorgenommen und die Teilnahme am Training für die Spezialabfahrt (Anm. am Dienstag) abgesagt. Fraglich ist auch, ob Rädler zwei Tage später an der Kombination, für die sie fix vorgesehen war, teilnehmen wird. Mentor Dietmar Ruck. „Durch die Verletzungsserie in den letzten Jahren ist hier sehr viel Sensibilität gefragt. Jetzt heißt es zunächst einmal, den MRT-Befund abzuwarten. Es hilft nichts, wenn Ariane um jeden Preis bei den weiteren Bewerben in Peking startet und dann das Saisonfinale verpasst. Aktuell nimmt sie im Super-G den elften, in der Abfahrt den 19. Platz und in der Gesamtwertung den 25. Rang ein und will sich in allen drei Wertungen noch verbessern“, erklärt Ruck.







