Zukunft von Dornbirns Frauenmannschaft wieder offen

Stellungnahme des FC Lauterach rückt Pläne von Dornbirns Frauen wieder in anderes Licht.
Dornbirn, Lauterach Wie dieVN berichtete, vermeldete die Frauenmannschaft des FC Dornbirn am Donnerstag, ihre Zelte an der Birkenwiese abzubrechen und in Zukunft auf der Bruno-Pezzey-Sportanlage in Lauterach beheimatet zu sein. Dort sollen auch in naher Zukunft die Spieler in der zweithöchsten Frauenliga Österreichs ausgetragen werden. Geschäftsführer Werner Brunold erklärte dazu und sparte nicht mit Kritik an der Stadt Dornbirn: “Wir haben keine idealen Trainingsmöglichkeiten mehr in Dornbirn. Es ist eine traurige Geschichte. Die Übungseinheiten wären erst ab 21 Uhr für die Mannschaft möglich. Die Stadt Dornbirn hat keinerlei Strukturen geschaffen. In Dornbirn ist für uns kein Spiel- und Trainingsbetrieb in dieser Form mehr möglich. Mit dem gesamten Team ist nichts mehr durchführbar.” Anschließend streute Brunold der neuen Heimat Lauterach Blumen: „Wir sind dem FC Lauterach für die großartige Aufnahme sehr dankbar und werden sie nicht enttäuschen. FC Lauterach hat uns alle Mittel zur Verfügung gestellt, ganz speziell sind die Topbedingungen im neuen Trainingsgelände.“
“Der Alleingang von Brunold war nicht förderlich. Es geht nur miteinander, nicht alleine.”
Norbert Heimpel, Präsident FC Lauterach
Stellungnahme des FC Lauterach

Trainings nur bis Ende der Semesterferien möglich
Doch beim FC Lauterach sieht man die Dinge anders. Der Verein veröffentlichte auf seiner Homepage eine Stellungnahme zur Thematik. Mit der Kernaussage, dass es nur eine Abmachung für eine zeitlich begrenzte Nutzung der Sportanlage in Lauterach gibt. Die Damen des FC Dornbirn dürfen vorerst bis zum Ende der Semesterferien in Lauterach trainieren. Grund: Der eigene Nachwuchs beginnt dann wieder ihre Übungseinheiten, Zeiträume für weitere Trainingsgäste werden rar.
In der Stellungnahme, “wird noch einmal darauf verwiesen, dass zu keiner Zeit eine Vereinbarung mit dem Team der FC Dornbirn Damen getroffen wurde und der intemann FC Lauterach vor allem hinsichtlich einer Spielgemeinschaft mit dem U16 Besprechungen geführt hat.”
Kein Alleingang gewünscht
Bei den Vereinsfunktionären in der Hofsteiggemeinde ist der Alleingang von Brunold nicht gut angekommen, wie FC Lauterach-Präsident Norbert Heimpel bestätigt: „Wir waren nicht abgeneigt, mit dem FC Dornbirn in der Zukunft eng zusammenzuarbeiten, speziell im Frauenfußball. Aber der Alleingang von Werner Brunold war nicht sehr förderlich. Es wäre eine Option für Gegenwart und Zukunft gewesen. Es sollte aber ein langsames Kennenlernen und Schnuppern sein. Ein beträchtlicher Teil der Vereinsfunktionäre ist durch diesen Bericht in den Medien nun negativ eingestellt. Vorgesehen waren auch nur ein bis zwei Spiele der Dornbirner Frauen im Frühjahr, das war der Plan. Es geht aber nur miteinander und nicht alleine“.
Am Mittwoch soll in einer Vorstandssitzung eine endgültige Entscheidung getroffen werden. Da kann dann auch Brunold Stellung nehmen. VN-MKR/TK