Und wieder war Kampfgeist allein zu wenig

Sport / 26.12.2021 • 22:50 Uhr
Und wieder war Kampfgeist allein zu wenig

Die Bulldogs aus Dornbirn verloren ihr Heimspiel gegen Bozen mit 2:4.

Dornbirn „Gut gekämpft, aber nichts geholt“, meinte Coach Kai Suikkanen. Das 2:4 gegen Bozen war für Dornbirn bereits die 21. Saisonniederlage. Trotz vollzähligem Line-up, auch Neuzugang Shawn O’Donnell absolvierte sein erstes Spiel, gelang es dem DEC nicht, die Heimmisere zu stoppen. Die Messestädter gewannen zuletzt am 8. Oktober eine Partie im eigenen Stadion. „Langsam wird es auch eng mit den Punkten“, merkte Kapitän Stefan Häußle an. In der Tabelle fehlen dem DEC bereits 13 Zähler auf den zehnten Platz.

„Wir kämpften, aber es reicht nicht, um Punkte zu holen, und das wäre dringend notwendig.“

Stefan Häußle, DEC-Kapitän

Die Statistik zum Spiel gibt es hier

500 erlaubte Fans goutierten den Kampfgeist der Bulldogs im Startdrittel immer wieder mit Zwischenapplaus. So brachte ein früher Rückstand die Heimischen nicht aus der Fassung. Nach einem Querpass übernahm Matt Maione (4.) die Scheibe direkt. Torhüter Felix Beck war geschlagen. 38 Sekunden später stand es 1:1. Nachdem Häußle und Kevin Macierzynski gemeinsam einen Bozener hinter dem gegnerischen Gehäuse bearbeitet hatten, sprang der Puck zu Davis Vandane. Der torgefährlichste DEC-Verteidiger hämmerte die Scheibe ins lange Eck. Kurz danach tauchte Colton Beck im Slot auf, doch sein Schuss war zu platziert und bereitete Keeper Kevin Boyle wenig Probleme. Deutlich gefährlicher war der Abschluss von Nikita Jevpalovs. Eine Minute vor Drittelende tankte sich der Lette sehenswert bis vor das Bozener Tor, doch Boyle verhinderte mit einer Fußabwehr die Führung. Aber auch die Füchse haderten mit dem Tormann. Domenico Alberga (8.), Keegan Lowe (9.) und Alex Trivellato (10.) scheiterten am DEC-Keeper.

Vorteil vergeben

„Do your best, not your worst“, brüllte HCB-Coach Greg Ireland nach dem zweiten Drittel in Richtung des Schiedsrichter-Gespanns. Vier Mal kassierten die Füchse im verstrichenen Abschnitt eine Strafe, während die Hausherren davon verschont blieben. Dies schmeckte Ireland überhaupt nicht. Dabei hätte der Bozen-Trainer wohl allen Grund zur Freude haben müssen. Dornbirn war nicht in der Lage, eine dieser Überzahlsituationen erfolgreich zu nutzen. Die beste Powerplay-Chance hatte Matt Spencer in der 28. Minute, als er die Scheibe an die Latte setzte. Ansonsten war stets der Bozen-Goalie Herr der Lage.
Die Konsequenz dieser Überzahlschwäche folgte in der 44. Minute. Brett Findlay lenkte die Scheibe zum 1:2 ins Netz. Kurz zuvor scheiterte der Torjäger noch am 20-jährigen DEC-Rückhalt. Mit der Führung im Rücken erhöhte der Tabellenzwölfte die Schlagzahl. Aber das 1:3 fiel erst, nachdem Nick Ross auf die Strafbank musste. Anton Bernard nutzte diesen Vorteil (53.). Zwar gelang den Messestädtern durch Temu Suhonen zwei Minuten vor Schluss noch das 2:3. Allerdings beförderte Angelo Miceli 34 Sekunden vor dem Schlusspfiff das Spielgerät ins leere Tor. ABR