Vier Tickets für Olympia sind fix gebucht

Sport / 15.12.2021 • 21:00 Uhr
Ski-Ass Katharina Liensberger kann sich ohne Druck auf Olympia einstimmen. <span class="copyright">gepa</span>
Ski-Ass Katharina Liensberger kann sich ohne Druck auf Olympia einstimmen. gepa

In 50 Tagen beginnen die Olympischen Winterspiele (4. bis 20. Februar 2022) in Peking. Wer hat das Ticket in der Tasche, wer muss noch kämpfen. Die VN haben die aussichtsreichsten Kandidaten aus Vorarlberg zusammengestellt.

Schwarzach Noch 50 Tage bis zur Eröffnung der 24. Olympischen Winterspiele in Peking. Der Qualifikationscountdown für die Medaillenvergabe in sieben Sportarten hat längst begonnen. Auch einige Vorarlberger SportlerInnen gehören bei den Spielen in China in ihren Disziplinen zu heißen Anwärtern auf einen Platz auf dem Podest. Die VN haben die aussichtsreichsten heimischen Kandidaten für ein Olympiaticket alphabetisch aufgelistet, ohne Gewähr auf Vollständigkeit. So fehlt die rekonvaleszente Nina Ortlieb (25) ebenso wie Thomas Dorner (23), dem im von Verletzungen gebeutelten ÖSV-Herrenteam nur der Knopf aufgehen müsste.

Frederic Berthold (30). Dem Vorarlbergs Skicrosser gelang ein erster Top-Ten-Platz in Val Thorens (9.). Doch die interne Konkurrenz für den Montafoner auf ein Olympiaticket ist groß und so braucht es für eine erfolgreiche Quali in den ausstehenden Rennen wohl einen Finaleinzug. 20 Prozent

Patrick Feurstein (25). Zweitbeste Laufzeit im zweiten Durchgang, damit Platz 18 im Weltcup-Riesentorlauf in Val d‘Isere. Der 25-Jährige aus Mellau setzte als drittbester ÖSV-Läufer in diesem Rennen ein Ausrufezeichen, muss aber mindestens mit einem Platz unter den besten Zehn eine Bestätigung liefern. Im Parallelbewerb in Zürs hat er mit Platz 29 ebenfalls angeschrieben. 20 Prozent

Alessandro Hämmerle (28). An Mr. Snowboardcross führt kein Weg vorbei. Nur eine Verletzung könnte den Montafoner stoppen. „Izzi“ gehört nach zwei Saisonsiegen zu den Topfavoriten im Kampf um Gold. Darauf kann er sich mental schon vorbereiten. 100 Prozent

Luca Hämmerle (25). Ene Verletzung am Rückenwirbel hat den Bruder des dreifachen SBX-Weltcupsiegers vorerst gestoppt. Die Chance auf ein Olympiaticket lebt, im Jänner gibt es noch drei Mal die Chance. 35 Prozent

Christian Hirschbühl (31). Der Sieg im Parallelbewerb in Lech brachte den Slalomspezialisten in die Pole-Position für den Team-Parallelkonkurrenz bei den Winterspielen. Im ersten Saisontorlauf in Val d‘Isere bremste sich der Lauteracher auf Rang 21 ein, war aber immerhin zweitbester ÖSV-Torläufer hinter Fabio Gstrein (14.). Sechs Slaloms sind vor Olympia noch ausständig. 70 Prozent

Kristian Huber (24). Sofern Pilot Benjamin Maier wie bei den Weltcups in diesem Winter auf das bewährte Anschiebertrio Sascha Stepan, Markus Sammer und den Feldkircher Kristian Huber vertraut, sollte dem Olympiadebüt des 24-jährigen Hubers nichts im Weg stehen. 2021 jubelte Ex-Leichtathlet Huber im Vierer bereits über Silber bei der Weltmeisterschaft. 85 Prozent

Katharina Liensberger (24). Nicht nur an den herausragenden Resultaten aus der vergangenen Saison gemessen ist die Göfnerin aus Vorarlberger Sicht derzeit die einzige Fixstarterin im österreichischen Skiteam für die Winterspiele in Peking. Mit ihren fünf Top-Ten-Plätzen in der laufenden Saison unterstrich die 24-Jährige auch aktuell ihre stabile Form. 100 Prozent

Julian Lüftner (28). Der gebürtige Tiroler bezeichnet sich gerne als „Beute-Vorarlberger“. Er trainiert seit Jahren am Olympiazentrum Dornbirn, startet für den WSV St. Gallenkirch und lebt in Bludenz. Hinter Fixstarter Alessandro Hämmerle kämpft er gegen Lukas Pachner, Sebastian Jud und Jakob Dusek um ein Olympiaticket. 75 Prozent

Lukas Mathies (30). Corona hat den Routinier aus dem Tritt geworfen. Der Montafoner fehlt auch bei der zweiten Weltcupstation. Der Druck wird also größer, doch es wartet Anfang Jänner Bad Gastein, wo er platzmäßig explodieren kann. 35 Prozent

Olga Mikutina (19). Die Feldkircherin ergatterte mit ihrem achten Platz bei der Weltmeisterschaft in Stockholm für Österreich gleich zwei Olympiatickets im Eiskunstlaufen. Auch wenn sie beim Grand Prix in Sotschi und bei der Staatsmeisterschaft unter den Erwartungen blieb, kann nur eine Verletzung ihren Start verhindern. 100 Prozent

Jonas Müller (24). Da Österreich im Rodeleinsitzer nur drei Olympiastartplätze hat, aber fünf potenzielle Anwärter hat, muss Sprintweltmeister Müller in den kommenden Weltcups eine Topplatzierung erreichen. Einer der Gegner des Bludenzers im Kampf um den Startplatz ist Olympiasieger David Gleirscher. 50 Prozent

Yannick Müller (22). Im Sog ihrer Teamkollegen Steu/Koller tasteten sich der Bludenzer und Partner Armin Frauscher in den letzten Jahren sukzessive an die Weltspitze heran. Da zwei ÖRV-Doppelsitzer in Peking starten dürfen deutet alles auf eine Nominierung hin. 90 Prozent

Eva Pinkelnig (33). Behält sie dank ihrer positiven Einstellung auch die Lockerheit auf den Schanzen, dann ist ihr das Ticket für China gewiss. In dieser Saison gelangen der Spezialistin für Großschanzen bereits vier Top-Ten-Ergebnisse. 85 Prozent

Ariane Rädler (26). Die Plätze fünf und 17 in den Super-G in St. Moritz könnten schon die halbe Miete für die Olympiaqualifikation gewesen sein. Die 26-jährige vom SC Möggers muss sich aber noch an vier Weltcupschauplätzen beweisen. 40 Prozent

Christine Scheyer (27). Mit Platz fünf in der Abfahrt von Lake Louise als zweitbeste ÖSV-Läuferin fuhr sich die Götznerin in eine gute Position. Für einen Startplatz im Super-G reichen die Ränge 21 und 23 nicht. Vier Chancen auf eine Olympiafahrkarte bleiben. 40 Prozent

Thomas Steu (27). Nach Rang vier bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang und den Weltcupgesamtsieg im vergangenen Winter gehört der Bludenzer Rodler mit seinem Tiroler Partner Lorenz Koller im Doppelsitzer zu den heißesten rot-weiß-roten Medaillenaktien. 100 Prozent

Ulrich Wohlgenannt (27). Der Skispringer aus Dornbirn hat sich erst aus dem Continentalcup ins Weltcupteam hochgearbeitet. Sollte er die Quali für die Vierschanzentournee schaffen und dann überraschen, dann ist für ihn fast alles möglich. 10 Prozent